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Thema: Levetiracetam Spiegel

Levetiracetam Spiegel
Tausendfüßler
03.06.2013 09:28:50
In 3-5 Monatigen Abständen wird der Levetiracetam Spiegel mittels Blutbild kontrolliert.
Woran liegt es ,dass der Wert sich verändert.
Mal war er bei 17,5 ,zuletzt unter Nennwert 10?
Ein fokaler Anfall...der Erste seit meiner Erkrankung..Glio Grad IV Dez.2010,
war Anlass sofort die Dosis von 750 mg -0- 750 mg auf 1000mg morgens und abends zu erhöhen.
Bedeutet es ,dass die Dosis immer noch steigerungsfähig ist.
Reicht u.U. irgendwann das Präparat nicht mehr aus ?
Dankbar für konstruktive Antworten
LG
Tausendfüßler

Tausendfüßler
Irmhelm
03.06.2013 09:35:17
Hallo TF
mein Mann bekam im Krankenhaus Keppra 500 - 0 - 500. Nachdem er ein neues Rezept benötigte bekamen wir "Levetiracetam". Du weißt ja, die Rabattverträge der Krankenkassen mit den Pharmaunternehmen. Nachdem er im Oktober 2012 Sprachstörungen bekam, wurde erhöht auf 1000 - 0 - 1000 mg. Auf meine Frage, ob die Dosis auch wieder irgendwann niedriger werden kann, meinte der Neurologe nein, eher erhöht. Ende April hatte er 2 x wieder Sprachstörungen, aber leichter als im Oktober. Wir haben nächste Woche wieder Termin beim Neurologen. Bin gespannt was er sagt. Zum Spiegel kann ich sagen, daß bei "Levetiracetam" kein Spiegel gemacht wird. Hat mir der Arzt (glaube es war der HA) gesagt. Habe es auch gelesen. Werde aber auch nächste Woche noch einmal den Neurologen fragen.
In diesem Sinne TF alles Liebe und Gute.
Irmhelm
Irmhelm
Tausendfüßler
03.06.2013 09:44:17
ich nehme Keppra
habe das Generika nicht vertragen,der Spiegel wird auf Veranlassung meines Neurologen überprüft ,vielleicht liegt es daran ,dass ich privat versichert bin was ich nicht glaube,denn er behandelt nicht nur privat,
er meint ,es sei unverantwortlich ,nicht regelmäßig zu prüfen.
@Irmhelm, viel Glück für den Termin
LG
T.-F.
Tausendfüßler
mona
03.06.2013 11:36:22
Hallo,
mein Spiegel wird regelmäßig kontroliert auch die werte von der schilddrüse
Lg mona
mona
Andrea 1
03.06.2013 11:46:32
Hallo an euch,
gut, dass Ihr das Thema angesprochen habt, denn m.E. wurde bei mir der Spiegel von meinem Neurologen noch nicht einmal kontrolliert.
Muss ich mir jetzt Sorgen deswegen machen?!? Denn ich nehme das nun schon 2 Jahre, aber ziemlich gering dosiert: 1.000 pro Tag, also auch 500 - 0 - 500.
Übrigens, mein Neurologe sagte mir unverblümt ins Gesicht, dass ich mich daran gewöhnen solle, dass ich das Medikament bis an mein lebensende nehmen muss!
Leider kann ich keinen weiteren Neurologen auftreiben, denn ich habe den/bzw. die schon einmal gewechselt. hmmm...(Die erste N. war der Oberhammer :-( )

Liebe Grüße von
Andrea...
Andrea 1
sharanam
03.06.2013 13:03:08
Hallo T.F.,

die Dosis ist immer noch steigerungsfähig, also mach Dir keine Sorgen. Ich hatte sogar mal 4000 mg. Und als das auch nicht funktionierte, habe ich ein Zusatzmittel Trileptal bekommen, so dass ich damit jetzt wieder auf 3000 mg Keppra runter bin. Und wenn Neurologen dann Probleme mit der Umstellung haben, sind Epi-Kliniken sehr gut dafür.
Zwischendurch hat man mir auch Levetiracetam aufgeschwatzt (weil es ja viel billiger ist), aber ich hatte es überhaupt nicht vertragen und deshalb wieder Umstieg auf Keppra. Fallberichte zeigen auch, dass eine langjährige Anfallsfreiheit durch einen Wechsel von einem Originalpräparat auf ein Generikum gefährdet werden kann.

LG sharanam (Keppra 12/2006)


sharanam
Harry Bo
03.06.2013 13:30:39
Ich dachte immer Generika=wirkstoffgleiche Kopie.
Und das wird doch auch überprüft, wie kann es dann unterschiedliche Nebenwirkungen geben?

Gruß Harry
Harry Bo
sharanam
03.06.2013 13:33:47
Harry Bo, hier ist das gut erklärt:

http://www.deutschesapothekenportal.de/fileadmin/bestellungen/keppra_leitfaden.pdf

Mir ging es auch nicht alleine so, dass ich den Wechsel nicht vertragen habe, sondern es meldeten sich im anderen Hirntumorforum einige, die damit das gleiche Problem hatten.
sharanam
Tausendfüßler
03.06.2013 13:45:01
ganz konkret war ein Farbstoff in dem Generika,
ich habe Blasen am Mund und auf und an allen Schleimhäuten bekommen,
die Apothekerin war so nett.alle Inhaltsstofe abzugleichen die, bis auf den Farbstoff ,identisch waren.
so kanns gehen darum wieder auf das bewährte Mittel zurückgegriffen.
Danke für --eure-- Auseinandersetzung mit meinem Thema
LG
T.-F.
Tausendfüßler
Lutz
03.06.2013 14:15:42
Ich nehme Levetiracetam 500-0-500 seit Februar (Grand-Mal-Anfall). Seit dem nächsten leichten Anfall im April zusätzlich Vimpat 50-0-50.
Das soll bei weniger Nebenwirkungen min. 1000-0-1000 Levetiracetam ersetzen, mir mir klappt das bisher ganz gut. Hab keinen Anfall mehr gehabt.
Der Spiegel ist noch nie kontrolliert worden.
Lutz
silvis
08.06.2013 06:49:11
Mein Mann nimmt seit 03/2011 Keppra und sein Spiegel ist noch nie kontrolliert worden. Als er geschildert hat, dass er häufiger (alle 1 bis 2 Wochen) die linke Seite nicht spürt oder den Arm nicht ansteuern kann, das Auge zuckt etc. wurde ihm vom Neurologen gesagt, dass er die Dosis auf 1000-0-1000 erhöhen soll, da er ca. 100 kg wiegt würde der Wirkstoff für sein Gewicht evtl. nicht ausreichen.
Wie wichtig ist diese Kontrolle des Spiegels. Sollen wir darauf bestehen, dass das gemacht wird ?

Danke für Eure Info
LG
Silvis
silvis
Irmhelm
08.06.2013 09:16:44
Levetiracetam ist ein Generika.
Generika haben den gleichen Wirkstoff, aber die Zusätze können evtl. unterschiedlich sein, daher kann es kommen, daß es der Eine oder Andere nicht verträgt.
Der Wirkstoff muß identisch sein!
Habe am Donnerstag in Köln bei Welthirntumortag die Neurologin gefragt bez,. des Spiegels für Levetiracetam. Auch hier wieder die Aussage, daß man keinen Spiegel macht.
Irmhelm
Prof. Mursch
08.06.2013 11:03:56
Mit dem Spiegel bei Antiepileptika ist das so eine Sache.
Ein Spiegel im Normbereich garantiert keine Anfallsfreiheit. Letztendlich dosieren viele erfahrene Epileptologen nach Effekt, dass heißt, so wenige Anfälle wie möglich und so wenige Nebenwirkungen wie möglich.
Dieser Bereich ist von Patient zu Patient sehr unterschiedlich.
Aussedem können Spiegel schwanken, beispielsweise durch andere Begelitmedikamente.
Wenn man also keine Anfälle hat und keine Nebenwirkungen, ist ein Spiegel nicht unbedingt nötig.

Dass jemand mit Epilepsie und Hirntumor damit rechnen muß, die Medikamente lebenslang zu nehmen, ist leider Fakt. Viele Antiepileptika werden so gut vertragen, dass man das Risko einer wieder auftretenden Epilepsie (die dann oft schwer zu therapierenist!) durch das Absetzen nicht tragen sollte.



Prof. Dr. med. Kay Mursch
Neurochirurg
Zentralklinik Bad Berka
Prof. Mursch
Geko100
09.06.2013 11:06:44
Hallo , alle zusammen!
Nehme auch Levetiracetam ( 500 - 0 - 1000 ), weil meine Krankenkasse das Keppra nicht bezahlt. Ist es Wichtig , das das Blut untersucht werden muß ? Meine Neurologin hat das noch nicht veranlasst . Soll ich das zum nächsten Termin bei ihr mal ansprechen? Habe aber mit diesen Mittel keine Probleme. Wünsche Euch alles Gute !!!
Geko100
Prof. Mursch
09.06.2013 16:16:40
Lesen Sie einfach mal den Beitrag über Ihrem.

Prof. Dr. med. Kay Mursch
Neurochirurg
Zentralklinik Bad Berka
Prof. Mursch
Dr. Orchidee
09.06.2013 18:18:39
Ergänzend zu Beitrag I von Prof. Mursch eine kurze Anmerkung aus internistischer Sicht:
Die Spiegelbestimmung macht dann Sinn, wenn
- ein Nierenschaden vorliegt (dazu zählen auch zurückliegende Ereignisse wie Z.n. Harnstauniere etc.)
- Begleiterkrankungen vorliegen, die einen Nierenschaden verursachen (Diabetes, Bluthochdruck etc.)
- bei Polymedikation (auch "freie" Medikamente gehören dazu)
- Alter > 70 Jahre (hier mal die GFR berechnen; nicht schätzen)
Im Falle einer gestörten Nierenfunktion kann Levirazetam kummulieren und eine Dosisreduktion erforderlich machen.
Liegen diese Einschränkungen alle nicht vor braucht auch aus internistischer Sicht kein Spiegel bestimmt werden.
Dr. Orchidee
enie_ledam
14.06.2013 22:27:16
Meine Ärztin prüft den Spiegel wenn sie denkt ich nehme die Tabletten nicht, also am Anfang alle 3 Monate weil ich es nicht nehmen wollte.

Je nachdem ob du morgens ne Tablette genommen hast oder nicht kann der Spiegel verändert sein. Wenn du Alkohol trinkst auch, weil ja beides in der Leber verstoffwechselt wird. Wenn du ein Hersteller wechsel hast also von UCB (original) auf ein "noname" dann ist die dosis auch anders, deswegen soll man bei 1 bleiben. Ich bekomme immer UCB egal was der Arzt aufgeschrieben hat. Habe auch ne Schilddüsenunterfuntion, danach hat über 1 Jhr kein Arzt geguckt obwohl ich über Depression geklagt habe, Antidepressiva habe ich bekommen ohne Bluttest niedrig Dosiert - aber nicht genommen.
Also solange man keine Anfälle hat muss nicht hochdosiert werden, achützt das Präperat nicht muss es erhöt werden oder gewechselt. Aber das findet man erst mit der Zeit raus. Also kann sein das irgendwann wenn die Epilepsie bleibt ein 2. Präperat dazukommt. Oder eine ganz neue Kombi.
Aber frag den Arzt einfach woher das kommen kann. Hast du vielleicht ein Medikament genommen das die Dosis schneller abbaut als sonst? Sag immer in der Apotheke was du nimmst an Tabletten die gucken daann ob das passt!
enie_ledam
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