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Thema: Trotz Chemotherapie, zwei neue Tumore

Trotz Chemotherapie, zwei neue Tumore
Marion :-((
26.07.2006 07:43:39
Hallo!
Ich bin völlig verzweifelt, mein bester Freund bekam nach Rezidiv Chemo mit Temozolomid, 1 Woche, 3 Wochen Pause. Er wurde erst im Juni operiert.

Gestern MRT u. nun sind zwei(!!) neue Tumore in der Nähe der ersten alten Tumorhöhle aufgetreten. Einer schon 9mm.

Dies kann doch nicht das Ende sein!

Bitte helft mir u. nennt mir Alternativen oder andere Behandlungsmöglichkeiten.Bitte!

Marion
Marion :-((
Marc[a]
27.07.2006 13:54:16
Hallo Marion,
vor einem Jahr habe ich meinen Bruder verloren. Er hatte ein Glioblastom Grad IV. Wir haben alles versucht, Chemo, eine Studie in Saarbrücken. Zuletzt Hyperthermie. Mein Bruder hat bis zuletzt gekämpft und gehofft. Ich werde nie vergessen, als ich - wie Du wohl jetzt - in der gleichen hoffnungslosen Situation war und von einem 17 jährigen Mädchen die Zeilen bekommen habe: "....so hart es klingt, Du mußt loslassen....". Nach dem was ich mit meinem Bruder erlebt habe wurde mir bewußt, das man -oder besser der betroffene- sich Grenzen setzen muß - Was will ich mir noch zumuten? Ich weiß, das klingt sehr hart, aber ich habe erlebt, wie es ist, wenn man nach jedem Strohhalm greift und dann erkennen muß, das man dadurch oft das Leiden unnötig verlängert. Ich wünsche Euch Mut und Kraft, das alles durchzustehen!
Marc[a]
Gitte
29.07.2006 23:25:25
Hallo Marion,

bei meinem Mann (51 Jahre) wurde im Juli 2005 ein Glioblastom IV festgestellt und auch mit Temodal und Bestrahlung behandelt. Im März 2006 wurde nun ein Rezidiv diagnostiziert. Nachdem München/Großhadern uns mehr oder weniger ohne Kommentar wieder nach Hause schickten, sind wir nach Tübingen gefahren. Dort wúrde er nun im Mai operiert und nimmt seit 40 Tagen an einer Studie teil. Es geht ihm zwar ziemlich schlecht, aber ich geb die Hoffnung trotzdem nicht auf.
Ganz liebe Grüsse
Gitte
Kristina[a]
31.07.2006 08:43:34
Hallo Marion,
das mit dem "Loslassen" ist aus meiner Sicht eine ziemlich leere Formel, zumal als Aufforderung. Loslassen ist ein allmählicher Prozeß, kein mechanischer Akt, den man wie durch Umlegen eines Hebels auslösen kann. Und man tut es eben erst, wenn man einsieht, daß man am Ende seiner Möglichkeiten steht. So aber habe jedenfalls ich Deine Anfrage nicht verstanden. Das Beste ist, sich bei Neuroonkologen Zweit- und Dritt-meinungen einzuholen.

Alles Gute,
Kristina.
Kristina[a]
Helga[a]
06.08.2006 18:55:17
hallo marion
leider kann ich dir nicht die erhoffte antwort geben, aber ich kann dir sagen das ich ebenso voller angst stecke wie du. ich habe im mai diesen jahres einen mann (43 J.) kennen und lieben gelernt. er hat ebenfalls ein astrozytom III. wurde im februar 2006 operiert, bekam bestrahlungen und bekommt jetzt chemo. am 10 august beginnt der 3.zyklus.am 22.8.haben wir kontrolltermin. ich hoffe der tumor hat sich verkleinert.im mai war er noch genauso groß wie nach der op, und dass obwohl schon bestrahlungen und chemo gelaufen waren. leider hat er auch sehr große probleme mit der motorik. seine linke seite ist stark eingeschrenkt und die muskulatur wird zusehends weniger. ich wünsche deinem freund und dir die kraft trotz allem nach vorne zu schauen und jede minute, ob mit einem lächeln oder mit tränen erfüllt zu genießen.wir haben durch die liebe kraft getankt.obwohl bei uns noch reichlich private probleme dazu kommen sind wir glücklich auch wenn die tränen oftmals nicht zu halten sind. ganz liebe grüße Helga
Helga[a]
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