Am 12.08., während der Sonnenfinsternis, ist meine Frau gestorben. Das "Glück im Unglück" ist ihr und uns bis zum Schluss treu geblieben. In den fast 14 Jahren seit der Diagnose durfte sie erleben, wie unsere Kinder erwachsen und selbstständig geworden sind. Sie war 13 Jahre lang beschwerdefrei und als der Tumor Mitte Juli "explodiert" ist, hat das Leiden nur 4 Wochen gedauert. Nach einer Woche wollte sie die Klinik, wo sie dreimal operiert worden ist, ins Pflegeheim abschieben.
Aber die Palliativstation hat sich bereit erklärt, meine Frau aufzunehmen und auch zugesichert, dass sie bleiben darf, bis ein Hospizplatz frei wird. Die Betreuung dort ließ keine Wünsche offen und als meine Frau nach weiteren 2 Wochen das Bewusstsein verlor, wurde wie auf Bestellung der Platz im Hospiz frei und wir konnten uns dort in Ruhe und Frieden 6 Tage lang als Familie verabschieden. Bis zum Ende hatte meine Frau keine Schmerzen und auch ihr freundliches und liebevolles Wesen ist ihr erhalten geblieben. So traurig es auch ist, aber besser hätte es nicht ablaufen können.
Ich habe in 5 Jahren vier mir sehr nahe stehende Menschen durch ein Glioblastom verloren. Ich wollte aber das Forum auch nicht wortlos verlassen und hoffe, dass der Krankheitsverlauf meiner Frau ein paar frisch diagnostizierten ein bisschen Hoffnung gibt.