www.hirntumorhilfe.de
Herzlich willkommen im Forum der Deutschen Hirntumorhilfe!

Thema: Anaplastisches Astrozytom Grad III

Anaplastisches Astrozytom Grad III
Birgit[a]
21.04.2001 14:25:45
Bei meiner Mutter wurde ein anaplastisches Astrozytom Grad. III diagnostiziert. Unter den Ärzten in der Robert-Janker-Klinik in Bonn scheint ein Konkurrenzkampf zu herrschen. Die Oberärztin empfahl uns, keine Chemotherapie mehr durchführen zu lassen, da diese keine Heilung erzielen kann. Lediglich die Strahlentherapie sei sinnvoll. Der Chefarzt hingegen möchte schon in der nächsten Woche mit der Chemotherapie beginnen.
Kann mir hierzu jemand einen Rat geben?
Herzliche Grüße
Birgit
Birgit[a]
Andrea[a]
22.04.2001 13:45:46
Hallo,
vielleicht wäre es sinnvoll zumindest ein oder zwei Zyklen Chemo vor der Bestrahlung zu machen. Es gibt die Theorie das die Krebszellen dann durch die Chemo geschwächt sind und dadurch die Bestrahlung besser wirkt. Das halte ich für logisch und sinnvoll. Du wirst das noch öfter erleben, das die Ärzte verschiedener Meinung sind. Ich finde solange man keine Chemo macht, solte man diese Zeit zumindest nutzen um alternative Heilmethoden zu probieren. Melde dich doch in der Hirntumor-Mailingliste an, dort kannst Du mit vielen Betroffenen diskutieren und dort erhälst Du wertvolle Tips ! Ich bin seit August 2000 angemeldet und es hilft mir sehr.
Liebe Grüße Andrea (Mutter hat ein Glioblastom (Astrozytom Grad IV)
Andrea[a]
Tanja[a]
22.04.2001 15:47:31
Das würde mich sehr unsicher machen, wenn zwei Ärzte aus dem gleichen Krankenhaus einer anderen Meinung sind. Das passiert bestimmt oft aber es darf nicht so offen vor dem Patienten ausgetragen werden. Ich würde mich mit den Bildern noch in einer anderen Klinik vorstellen. Weil ihr schon in Bonn seit, vielleicht in der Uni Klinik Bonn (zur Tumorsprechstunde Tel: 0228/287-6521). Mein Mann ist dort auch mit einem Astrozytom WHO III und er bekommt Chemo (PCV) und Bestrahlung.

Viel Glück
Tanja
Tanja[a]
Dagmar (23)
22.04.2001 16:45:40
Ich erkrankte 9/99 an deinem anaplastischem Oligoastrozytom.
(WHO-Grad III).
Bei mir wurde durch eine OP eine Gewebeprobe entnommen.
Darauf erhielt ich eine Chemo, die wegen zu schlechtem Blut angebrochen wurde.
Ist aber nicht bei allen Leuten so der Fall.
Danach wurde ich 6 Wochen täglich bestrahlt.
Anfang April war ich nochmal zur Nachuntersuchung in der Klink.
Die Ärzte sagen das der Resttumor jetzt noch 3,5 (von 8,0 cm) sei.
Also hat bei mir die Bestrahlung geholfen. Was aber von Fall zu Fall anderst sein wird
und je nach Art und Größe entschieden werden muß.
Ich denke auch das Alter des kranken Menschen spielt eine Rolle.

Dagmar
Dagmar (23)
NACH OBEN