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Thema: Astrozytom WHO III

Astrozytom WHO III
Anke[a]
15.04.2001 20:30:42
Bei meiner Mutter wurde vor 5 Wochen ein Gehirntumor WHO Grad III festgestellt. Vor 2 Wochen wurde Sie operiert. Wir hatten mit der Bestrahlungsärztin gesprochen und Sie hat nur noch gesagt, Sie würde nur noch ein paar Monateleben. Der Tumor ist wieder nachgewachsen. Wir geben Sie natürlich nicht auf und geben Ihr zuzügl. zu Ihren Medikamenten noch Weihrauchtabletten. Der Hausarzt hat gesagt wir sollen meiner Mutter diese Bestrahlung nicht mehr zumuten. Was sollen wir machen ???. Wir wollen Sie nicht einfach sterben lassen.
Anke[a]
Susanna[a]
16.04.2001 23:02:37
Hallo,
meine Mutter hatte die gleiche Diagnose (Astrozytom WHO III) und vor ca. einem Jahr standen wir vor dem gleichen Problem wie Ihr zur Zeit. Die Hausärztin meiner Mutter war der gleichen Meinung wie der Hausarzt von Euch. Meine Mutter wurde dann bestrahlt. Wir wußten ein paar Wochen lang nicht, was wir tun sollen. Sie wurde aus dem Krankenhaus entlassen. Nach ca. drei Wochen sagte sie selbst, daß sie es mit der Bestrahlung versuchen will, weil sonst gar nichts mehr passiert. 30 Behandlungen waren im Plan, nach 20 haben die Ärzte die Behandlung nicht fortgesetzt. Ihr Zustand verschlechterte sich sehr rasch, sie konnte gar nicht mehr laufen, die Ödembildung wurde schneller, sie verlor ihre Haare, wurde sehr depressiv. Einige Ärzte meinten aber, daß sie ihr Augenlicht nur wegen der zum Teil erfolgreichen Strahlentherapie nur kurz vor ihrem Tod verloren hat. Sonst wäre es früher passiert. Ich weiß es bis heute nicht, wie es richtig gewesen war, wäre. Einige sagen, wegen der Bestrahlung lebte sie einige Wochen länger. Sie hat während der Bestrahlung sehr viel gelitten, mußte im Krankenhaus bleiben. Sie hatte immer große Angst vor der Therapie selbst. Erkundigt Euch mehrfach, die Entscheidung ist sehr schwer. Meine Mutter starb sechs Wochen nach Ende der Bestrahlung. Wenn wir es vor einem Jahr nicht gemacht hätten, dann würde ich mich heute noch mit der Frage quälen, warum wir es nicht versuchten. Und so bedauere ich es sehr, daß sie auch durch die Behandlung und Nebenwirkungen noch mehr gelitten hatte. Mit diesem Bericht wollte ich erzählen, wie schwer es ist, es gibt in diesem Fall wahrscheinlich keine richtige Entscheidung. Was hilft, was sinnvoll ist, was richtig: ihr stündlich mitteilen, wie sehr ihr sie liebt.
Viele Grüße und alles Gute: Susanna
Susanna[a]
Herbert[a]
18.04.2001 10:25:50
Hallo ich bin leider selber von einem Astrozytom WHO III betroffen wurde jetzt das erste mal ca. vor 1 Jahr opereriert, mittlerweile hat sich herausgestellt das der Tumor wieder am wachsen ist, aber ich habe z.B. von einer Bekannten die Information das es in Deutschland eine Wärmetheraphie gibt die auch schon geholfen haben soll. Auch gibt es auch die Möglichkeit mit auflegen von Zinkkraut und Schwedenbitter eine Kur durchzuführen. Also ich habe in einer Woche wieder einen Termin in der Klinik und bin eigentlich guter Dinge.
Herbert[a]
Dagmar[a]
22.04.2001 17:01:26
Ich selber habe einen Oligoastrozytom Grad III.
Wenn es möglich ist, holt Euch noch in einer anderen Klinik einen Rat ein.
Nicht aufgeben. Weiterhin nur positiv Denken.
Zusätzlich gebe ich Euch noch den Rat, das Immunsystem der Mutter zu Schützen.
Sprich wenig Fleisch und Wurst essen. Süßes und zuckerhaltiges meiden.
So ist das Immunsystem nicht zusätzlich geschwächt.
Dagmar[a]
Udo[a]
02.05.2001 09:30:59
Hallo Anke,

meine Frau ist an anaplastischen WHO III Oligodendrogliom mit Astrozytom WHO III erkrankt. Das war 97.
Operation, Bestrahlung und ein Rezidiv folgten. Nach langer Diskussion haben sich die Ärtzte in Köln für eine Stereotaxie entschieden.

Die Abteilung Stereotaxie in Köln hat ein exelenten Ruf. Ich kann den Herrn Prof. Sturm und seine Kollegen nur empfehlen.

Wir hatten danach ca. 2 Jahre Pause.

Leider scheint der Tumor wieder zu wachsen. Meine Frau ist derzeit im Krankenhaus und startet mit einer Temodal Therapie.

Die Ärtzte haben uns mögliche Chemotherapien vorgeschlagen, wobei Temodal die schonenste ist. Prof. Herholz in der Neorologie sieht die Möglichkeit die Therapie zu wechseln, sollte Sie kein Erfolg haben.
Das ganze wird durch eine PET Untersuchung kontrolliert.

Was ich eigentlich sagen will, es gibt noch einige andere Möglichkeiten als OP, Bestrahlung und Chemo.

Ich kann eine Stereotaxie nur empfehlen.

Viel Glück

Udo
Udo[a]
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