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Thema: Diagnose Meningeom

Diagnose Meningeom
Sommerlaune
10.06.2020 12:23:57
Hallo
Ich bin fast 42(w) und habe vor knapp 4 Wochen erfahren das ich ein Meningeom habe. Ich hatte am 28.4. ein MRT aufgrund von sehr starken rechtsseitigen Kopfschmerzen. War jetzt beim Neurologen (5.6.)der sagt ein Meningeom macht keine Kopfschmerzen, er denkt die Schmerzen werden verschiedene Ursachen haben Migräne mit? Keine weitere Diagnostik keine weiteren Therapievorschläge diesbezüglich. Wegen des Meningeoms hat er mir einen Termin beim Neurochirurgen im Klinikum Braunschweig gemacht. Dort war ich ca. 2-3 Minuten abwarten und Kontrolle zum Ende des Jahres. Kopfschmerzen können daher nicht kommen da das Meningeom links und die Kopfschmerzen rechts seien....so weit die bisherige "Therapie".
Im MRT steht :
Auf der axialen FLAIR-Sequenz zeigt sich eine fokale Signalanhebung im subkortikalen Marklager an der parietookziptalen Grenze parasagittal links mit einer Größe von 16x26mm und angrenzender Extraweiler isotenser RF. In der diffusionsgerichteten Episequenz weißt was peritumorale Areal kein zytotoxisches sondern eher vasogenes Ödem auf. Nach Applikation von Kontrastmittel demarkiert sich die ovaläre RF am hinteren Interhemisphärenspalt mit 11x17x17mm und zum Teil leicht knotigem Charakter am kraniolateraler Aspekt links.
Beurteilung:
1.verdacht auf ein Falxmeningneom parietal links mit diskreter perifokaler Ödematisierung ohne relevante Regression
2.Prominenz der Hypophyse mit Asymmetrie zugunsten rechts bei hier angehobenem Diaphragma erklärt sowie leichter Hypophysenstieldeviation nach links ohne fassbaren Tumorformation.
Hypophysendiagnostik empfohlen.
3.AICA- Loop im Meatus acusticus internus rechts deutlicher als links. Kein. Nachweis einer Trigeminusneuritis. Minimaler neurovaskulärer Kontakt zum Nervus trigeminus links.
Mein Problem ist das ich nicht weiß woher diese starken Kopfschmerzen kommen. Ich hatte vor knapp zwei Wochen immer stärker werdene Kopfschmerzen die sich bis zum unerträglichen steigerten innerhalb einer halben Stunde das ich meine Heimfahrt von der Arbeit unterbrechen musste und mich mehrfach schwallartig übergeben mußte. Ist es richtig das ein Meningeom keine Symptome macht? Hab auch öfter Mal verschwommenen Sehen vermehrt rechts und teilweise Lagerungsschwindel (Drehschwindel).
Diese Art von Kopfschmerzen habe ich seit ca 3 Jahren. Erbrechen und Übelkeit hatte ich nur dieses eine Mal.
Liebe Grüße
Sommerlaune
KaSy
10.06.2020 15:04:27
Liebe Sommerlaune,
Meningeome und andere Hirntumoren können prinzipiell Kopfschmerzen dadurch verursachen, dass sie entweder sehr groß sind oder/und von einem Ödem umgeben sind, die - und das ist entscheidend - den Hirndruck so erhöhen, dass akute sehr starke Kopfschmerzen entstehen, die im Liegen stärker sind als in aufrechter Position. Derartige Schmerzen sind für den Betroffenen ein so starkes "Alarmsignal", dass sie sich umgehend in die Notaufnahme bringen lassen. (Allein fahren könnten sie nicht mehr!)
Sie werden auch nicht mal stärker und mal weniger, da der Hirndruck hoch bleibt.

Das ist es bei Dir nicht!

Der Hinweis mit der weiteren Ursachensuche ist gut und gerade für eine Migräne passen Deine Symptome.

Dennoch solltest Du auch die anderen Hinweise verfolgen, also die Hypophyse (Gynäkologe oder besser Endokrinologie) auf ihre Hormonproduktion untersuchen und kontrollieren lassen sowie das Meningeom in den Abständen mit MRT-Kontrollen überprüfen lassen, die der Neurochirurg empfiehlt.

Das Meningeom scheint ja ein Zufallsfund zu sein, da es mit den Symptomen, wegen derer Du die MRT hast durchführen lassen, nichts zu tun hatte.
Dennoch wäre eine (länger als 2-3 Minuten dauernde) Beratung wichtig, in der Dir erklärt wird, was das Meningeom dort bewirkt oder nicht bewirkt und, im Falle eines Wachstums, welche Hirnfunktionen überhaupt geschädigt werden könnten.
Die Therapiemöglichkeiten sollten Dir so genannt und beschrieben werden, dass Du sie verstehst. Das könnten eine Einmalbestrahlung oder eine Operation sein, aber das muss Dir ein (anderer) Neurochirurg erklären, falls und wenn es zu diesem Risiko käme.
Das Meningeom ist für Dich jetzt nicht die Nr. 1, aber Du hast einen Neurochirurgen "verdient", der das Meningeom und Dich ernst nimmt!

Für die Abklärung Deiner Kopfschmerzen und der Gesamtsymptomatik wünsche ich Dir fachlich und psychologisch gut arbeitende Ärzte, dir Dich ernst nehmen und Dir wirksam helfen.
KaSy
KaSy
der Meister
10.06.2020 15:05:45
Hallo Sommerlaune,
mein Meningeom war recht groß und lag vorne rechts, jedoch hatte ich keine Kopfschmerzen.
Vermutlich kommen die Kopfschmerzen wirklich von was anderen.
Migräne ?

Dir alles Gute.


Gruß Klaus
der Meister
Äpfelchen
12.06.2020 19:25:43
Hallo Sommerlaune,
grundsätzlich schließe ich mich KaSy an, allerdings würde ich dir raten, eine 2. Meinung bei einem weiteren Neurochirurgen einzuholen. Und die Ursache der Kopfschmerzen solltest du auch auf jeden Fall abklären.
Schreib dir deine Fragen auf, damit du nichts vergißt und vielleicht kann dich jemand zu deinen Arztterminen begleiten, denn 4 Ohren hören mehr als 2.
Ich wünsche dir viel Glück
Viele Grüße
Äpfelchen
Äpfelchen
Xelya
17.06.2020 09:18:22
Hallo Sommerlaune,

ich stimme den Ausführungen zum Hirndruck zu. Die Kopfschmerzen sind dauerhaft, wenn der Hirndruck hoch ist.

Kopfschmerzen sind keine typischen Symptome für Hirntumore (ausser, diese sind sehr groß). Als Kopfschmerzpatientin habe ich auch einige Diagnosen durch. Ich wurde jahrelang auf Migräne behandelt, das ich alle klassischen Symptome zeigte, schlussendlich hat sich dann herausgestellt, dass es sich dabei um durch Muskelverspannungen hervorgerufenen Nervenschmerzen (Muskel drückt auf Hinterhaupt- und Gesichtsnerven) handelt, die so krass sind, dass kaum ein Schmerzmittel wirklich hilft.

Hast Du an so etwas bereits gedacht? Mir helfen sehr gut dabei Dehnübungen der betroffenen Muskelgruppen, eine sehr heisse Wärmflasche und meine Yantramatte.

Alles Gute Dir
Xelya
Xelya
Sommerlaune
17.06.2020 15:23:36
Hallo zusammen,
Danke für alle Antworten! Ja das Meningeom war ein Zufallsbefund! Die Kopfschmerzen habe ich schon seit Jahrzehnten fingen bereits mit 18/19 an. In den letzten Jahren haben sie sich verändert habe jetzt Kontakt zu einer Kopfschmerzklinik aufgenommen und hoffe das diese mir helfen können. @Xelya Muskelverspannungen spielen eine große Rolle da ich im HWS/Schulter-Nackenbereich extreme Probleme habe. Diese Matte kenne ich nicht mache mich diesbezüglich Mal schlau.
Wegen des Meningeoms muss ich Mal sehen das ich zumindest Mal einen guten Neurochirurgen an die Hand kriege der mir ein paar Sachen dazu sagt und ich weiß woran ich genau bin.
Danke erstmal und allen alles Gute!!!!
Grüße Sommerlaune
Sommerlaune
Chrissi
18.06.2020 21:17:42
Hallo Sommerlaune.
Bezüglich deines Dreh und Lagerungsschwindel kann ich dir empfehlen einen gute HNO aufzusuchen.Bei mir kommt besonders der Lagerungsschwindel immer wieder vom Ohr.Es geraten die kleinen Kristalle im Innenohr in Bewegung und wenn sie nicht mehr am richtigen Platz liegen kommt es zum Schwindel,bzw,auch dann wenn sie wieder in Bewegung geraten.Es gibt spezielle Uebungen die helfen die Kristalle wieder an die richtige Stelle zu bringen.Aber ein HNO kann feststellen ob es in deinem Fall auch daher kommt.
Meine Diagnose Meningeom war auch ein Zufallsfund,war auf Grund meines ständigen Schwindels und Kopfschmerzen im MRT.
Der Lagerungsschwindel trat wohl durch Zufall zeitgleich auf. Für die Kopfschmerzen soll auch bei mir nicht das Meningeom verantwortlich gewesen sein.Bezüglich des Neurologen ,ich würde mir auf jeden Fall eine zweite Meinung einholen.Wünsche dir auf jeden Fall erst mal das dir bei deinen Kopfschmerzen geholfen werden kann und natürlich auch sonst alles Gute.LG Chrissi
Chrissi
Sommerlaune
04.12.2020 18:03:38
Guten Abend zusammen,
Knapp 7 Monate nach dem ersten MRT hatte ich jetzt am 18.11. die Kontrolle.
Das Meningeom ist etwas gewachsen von 11*17*17mm auf jetzt 13*17*18mm auch das Ödem hat eine leichte Zunahme.
Kopfschmerzen hab ich zur Zeit echt selten oder zumindest auch nur so gering das ich sie nicht als störend empfinde.
Der Radiologe hat auch nochmal darauf hingewiesen das ich zur Hypophysendiagnostik soll da ja eine Verschiebung bzw Asymmetrie der Hypophyse besteht.
Meine Frage nun an euch:
Wie viel wächst ein Meningeom im halben Jahr oder sollte es gar nicht wachsen?
Liebe Grüße Sandra
Sommerlaune
Prof. Mursch
10.12.2020 23:56:42
Wenn es wächst, kann man oft von einem Wachstum von 1-2 mm/Jahr ausgehen.
Die OP wird nicht einfacher, wenn es größer wird.
Sie werden nicht jünger und nicht gesünder.
AM einfachsten ist es jetzt.


Prof. Dr. med. Kay Mursch
Neurochirurg
Zentralklinik Bad Berka
Prof. Mursch
der Meister
11.12.2020 13:40:58
Ich kann die Antwort von Prof. Dr. Mursch nur unterstreichen.

Die OP wird nicht einfacher, wenn es größer wird.
Sie werden nicht jünger und nicht gesünder.
AM einfachsten ist es jetzt.

sehe ich genauso ...

Gruß Klaus
der Meister
Mummel
13.12.2020 12:56:58
Hallo Sommerlaune
Ich hätte gern durch Zufall erfahren das ich ein Meningeom habe als es noch kleiner war....hab die OP gut überstanden aber immer noch habe ich Einschränkungen welche mich schon sehr beeinträchtigen.....
Mit meinem heutigen Wissen darüber gäbe es für mich keine Frage...raus damit!
Ich kann mich nur der Meinung meiner "Vorschreiber" anschließen
Liebe Grüße
Mummel
Sommerlaune
15.12.2020 21:20:29
Hallo zusammen und Danke für eure Meinungen und Antworten.
Es ist nicht so daß ich nichts machen lassen will,ich habe wohl einfach eher das Problem. Das weder der Neurologe noch der Neurochirurg wo ich bisher war sich dafür interessiert. Hatte heute ein langes Gespräch mit meiner Hausärztin. Ich werde mich in der Uniklinik Magdeburg nach einem Termin erkundigen und mich umhören nach einem anderen Neurologen. Was bisher leider nicht von Erfolg gekrönt war.
Ich kann auch leider nicht so locker umgehen mit der Diagnose Meningeom, auch wenn es zu vielen Diagnosen hier harmlos ist. Aber mir macht das Angst und ich mache mir Gedanken. In bin alleinerziehende Mutter eines 16 jährigen Jungen. Außerdem bin ich selbst Krankenschwester und hab schon viel gesehen in meinen Berufsleben. Ich fühle mich gerade von meinem Freund unverstanden, der immer an alles sehr locker ran geht bzw. nicht zeigt was er denkt. Mich überfordert das ganze irgendwie....
Liebe Grüße Sandra
Sommerlaune
Lissie38
16.12.2020 07:55:54
dein Freund macht es genau richtig! es ist nur ein meningeom und warum sollte er nicht locker an die sache ran gehen.
Warum sollte er in dein horn blasen?
nur weil du komischerweise überfordert bist..
Lissie38
Swissuser05
16.12.2020 08:40:10
Liebe Sommerlaune

Du machst es richtig. Informiere Dich und finde Ärzte, die Dich ernst nehmen und richtig informieren. Dann ist Vertrauen da und Du kannst die richtige Entscheidung treffen.

Lieber Gruss aus der Schweiz
Swissuser05
Mummel
16.12.2020 14:44:02
Hallo Sommerlaune
Ich bin auch nicht locker mit der Diagnose umgegangen.....ich hatte auch sehr grosse Angst vorallem ob alles klar geht bei der OP und was ist wenn was schief geht dabei.Ich habe auch im Gesundheitswesen gearbeitet bis dahin und auch viel gesehen was mir auch Angst gemacht hat....aber mit Hilfe meines Mannes,welcher auch ähnlich reagiert hat wie dein Freund,hab ich es geschafft gut durch die Zeit bis zur OP zu kommen. Ich hab damals auch nicht verstanden wie er so "cool" bleiben konnte aber aus heutiger Sicht war es genau richtig wie er damit umgegangen ist,es hätte mir nix geholfen wenn er genauso kopflos gewesen wäre wie ich ....Bei so ner Diagnose ist es völlig normal überfordert zu sein.....es ist als würdest du vom Zug überrollt und damit umzugehen ist schwer,doch du wirst das schaffen.Hol dir Hilfe du hast das schon toll gemacht mit deiner Ärztin drüber zu sprechen, einen Termin in der Uniklinik in Erwägung zu ziehen....weiter so
Der nächste Schritt wäre vielleicht ein Termin in der Klinik zu vereinbaren, die Ärzte dort können dir vielleicht auch weiterhelfen bei der Suche nach einem Neurologen.....ich wünsche dir Kraft und Glück
Liebe Grüße
Mummel
Efeu
16.12.2020 16:13:44
Liebe Sommerlaune,

egal welcher Tumor im Kopf ist, das ist nichts was da hin gehört. Platzmangel.
Also würde ich nie damit locke rumgehen.
Aber versuchen, eine kühlen Kopf zu bewahren (welch Wortspiel).

Ängste sind normal, ganz normal, haben alle vorher. Vor allem, wenn noch nicht klar ist, wie es weiter geht.

Such dir einen Neurochirurgen, dem du vertraust, bei dem du dich in guten Händen fühlst. Ihm vertraust du dich ja an, er wird operieren.

Du wirst sehen, wenn du mal weisst, wo es lang geht, wrid die Angst auch handhabbarer für dich. Dann hast du ein konkretes Ziel und kannst auch an das "Danach" denken.

Such dir eine Klinik mit viel Erfahrungen.

LG
Efeu
Efeu
Arina
20.12.2020 10:02:01
Hallo, zusammen
Bin ganz neu hier, habe letzte Woche meine Diagnose erhalten
Meningeom 5 × 4 am groß
Bin auf der Suche gute Klinik, gute Chirurgen in Bayern
Und allgemein stehe unter dem Schock völlig verloren und hilfslos
Arina
der Meister
20.12.2020 10:20:10
Hallo Arina,
ich habe nur Gutes von der Klinik in "München nahe der Isar" gehört.
Das wäre meine erste Anlaufstelle.
Sicherlich gibt es weitere gute neurochirurgische Kliniken in Bayern.

Dir alles Gute.

Gruß Klaus
der Meister
Lissie38
20.12.2020 12:55:10
Es gibt keine Klinik nahe der Isar.

Es gibt aber eine klink rechts der Isar. wobei man hiervon nicht nur gutes hört...
Lissie38
der Meister
20.12.2020 13:42:17
Ich kann hier das Klinikum rechts der Isar empfehlen.
Da gibt es eine Neurochirurgische Abteilung.
Das wäre meine erste Anlaufstelle.

Gruß Klaus
der Meister
Lissie38
20.12.2020 14:45:01
Man hört vom Klinikum rechts der Isar nichts gutes. Aber jeder macht ja seine eigenen Erfahrungen. Ich war selbst schon im Klinikum rechts der Isar (nicht wegen Kopf) und einmal und nie wieder.

Der Meister wenn du selbst dort warst und dort behandelt wurdest kannst du Tipps geben, ansonsten nicht.
Lissie38
Elisabetha
21.12.2020 15:58:14
Ich war im September 2020 zur OP in der Neurochirurgie der Kopfklinik der Universitätsklinik Erlangen (Professor Dr. med. Buchfelder). Ich war sehr zufrieden.
Elisabetha
Sommerlaune
08.10.2021 16:01:13Neu
Hallo ich wollte einfach mal schreiben , wie es bisher weiter ging bzw. was in nächster Zeit geplant ist.
Ich war Ende Januar zur Vorstellung in der Neurochirurgischen Ambulanz, wo besprochen wurde eine Kontrolle zum Ende des Jahres zu machen. Mein Fall sollte vorher in der Tumorkonferenz besprochen werden. Daraufhin wurde beschlossen, die nächste Kontrolle nach einem halben Jahr zu machen mit dann aktuellem MRT.
In dem MRT gab es keine große Veränderung zum Vorbefund.
Nun ist eine Operation für Ende November geplant. Am Montag muss ich erneut ins MRT und dann habe ich wieder einen Termin in der Uniklinik am 21.10.
Mit geht es gut soweit.
Was mir auffällt, das ich häufiger mal taumele oder mir schwindelig ist, hin und wieder fällt mir auf das meine Schrift unleserlich aussieht. Ich schlafe oft sehr schlecht, was ich tatsächlich darauf schiebe, das ich mir viele Gedanken mache. Meine Finger und Hände schlafen häufig ein oder Kribbeln, na ja hab ich schon länger aber gar nicht darüber nachgedacht ob es daher kommt. Hab auch Probleme mit Verspannungen im Schulter- Hals -Bereich. Ich weiß nicht, ob diese Sachen vom Meningeom kommen oder eine andere Ursache haben. Ich habe Angst, vor dem was jetzt kommt und wie es mir danach geht. Am 3.11. habe ich einen Termin bei einem neuen Neurologen.
Liebe Grüße an alle und Danke für's Zuhören!
Sandra
Sommerlaune
Toffifee
08.10.2021 17:18:22Neu
Hallo Sommerlaune,

Alles Gute für den Montag im / beim MRT.
Katzen sollen ja eine beruhigende Wirkung haben. Schlechten Schlaf haben wir alle ja gelegentlich.
Z.B. träumte ich vor einiger Zeit ich hätte geraucht, ich wachte wütend, verärgert auf, da ich ja Jahre vorher damit aufgehört hatte. Oder ich bin in einem fremden Land um Freunden zu helfen da weg zu kommen, dabei wollen die gar nicht weg.
Lasse Dich gut untersuchen und viel Glück beim neuen Neurologen.
Toi toi toi

Nochmal Alles Gute
Willi
Toffifee
Mummel
08.10.2021 19:23:24Neu
Hallo Sommerlaune
Auch von mir alles Gute für die vor dir liegenden Untersuchungen....
Das du Angst vor dem Kommenden hast ist völlig normal, vielleicht gelingt es dir, dich mit schönen Dingen/Sachen abzulenken....ich wünsch dir gutes Gelingen...
Liebe Grüße
Mummel
Gan64
11.10.2021 14:22:00Neu
Hallo Sommerlaune,

habe eine solche OP gerade hinter mir und möchte dir etwas Mut zusprechen.

Es ist völlig verständlich, dass du dir Sorgen machst.
Die Sache abzutun oder herunterzuspielen ist für den anderen der einfachste Weg, hat aber nichts damit zu tun, dich in deinen Sorgen anzunehmen und dir beizustehen.
Allerdings ist es aber gerade von nahen Angehörigen oft ein Zeichen der eigenen Angst und Unsicherheit.
Ist es nur "Bequemlichkeit" dann würde ich den Beistand meiner besseren Hälfte einfordern.
Ist es aber Unsicherheit, dann kann dir vielleicht eine gute Freundin beistehen?

Ablenken ist so eine Sache, habe ich auch versucht, aber so ein Gedankenkarussell hält man nicht mal soeben schnell an ;-)

Mein Meningeom war auch ein Zufallsbefund, aber seit ich davon wusste, war nichts mehr wie vorher.
Und ich hatte Angst, dass es zu Komplikationen kommt und mein bisher gutes Leben endet.
Aber dann habe ich mich doch zur OP entschlossen, um nicht ständig unter der "schwarzen Wolke" sein zu müssen. Immer dieses Abwarten und Uberlt zehrt ganz schön.

Heute habe ich den vierten postoperativen Tag und meine größte "Sorge" ist, wann ich endlich nach Hause darf ;-)

Ich wünsche dir sehr, dass du einen guten Weg für dich findest und ein Gefühl dafür hast, wann du wo und wem gut vertrauen kannst!

Alles nur Liebe und Gute
Gan
Gan64
Martha-5
12.10.2021 13:23:08Neu
Hallo, alle hier zusammen,

mein Meningeom wird erst im Dezember wieder kontrolliert, gleich nach dem MRT habe ich das Gespräch beim Neurochirurgen.
Ich hätte das Gnom (noch ganz klein) gerne raus (siehe Gan64), aber ich habe große Sorgen, dass es nicht gewachsen ist und der NC dafür plädiert, es drin zu lassen und weiter zu kontrollieren.
Eigentlich ist es müßig, dass ich mir darüber schon jetzt Gedanken mache - aber: Würdet Ihr den NC bitten, das Gnom, auch ein kleines, rauszuholen?

Dafür spricht:
- Gedankenkarussell hat ein Ende
- histologische Sicherung
- Gnom ist klein und ich bin fit

Dagegen spricht:
- NC rät zur Kontrolle
- OP-Risiken
Martha-5
KaSy
12.10.2021 17:23:56Neu
Liebe Martha-5,
Ich kann Deine Unruhe gut verstehen, denn ein Tumor im Kopf kann zu einer objektiven Gefahr werden. Subjektiv ist er das bei Dir schon.
Hinzu kommt, dass Du laut Deinem Profil täglich mit Tumordokumentationen zu tun hast, was Dich immer wieder auch an Dein Meningeom erinnert.
Du hast es bis jetzt nicht schaffen können, das Thema für längere Zeit "wegzuschieben".
Demzufolge ist es schwieriger, Dir zu raten, "froh zu sein", wenn es nicht gewachsen ist, weil Du Dich daran gewöhnen könntest, denn da steht Dein Beruf dazwischen. Und viele andere Betroffene, die in diesem "Wait-and-see"- Modus sind, halten das auch nicht aus.

Du hast richtig abgewogen, was für und was gegen eine Operation spricht.

Ich weiß nicht, welche Lage Dein Tumor hat. Wenn er gut erreichbar ist, könnte zu einer OP geraten werden, da er dann "weg" ist.

Er ist klein. Dann könnte auch eine Radiochirurgie in Frage kommen. Die OP-Risiken würden entfallen, aber der Tumor bliebe im Kopf und würde sich erst nach sehr langer Zeit verkleinern. Du hättest jedoch das Gefühl,,etwas gegen Deinen "Gnom" getan zu haben, dessen Zellen durch die Strahlen abgetötet wurden. Ganz allgemein könntest Du Dich (mit Deinen MRT-Bildern) noch vor dem Dezember-Termin nach dieser Möglichkeit erkundigen.

Falls im Dezember festgestellt wird, dass Dein "Gnom" nicht gewachsen ist, dann ist es ziemlich sicher, dass es ein Meningeom ist, das keinen höheren Grad hat. Du würdest also keine histologische Untersuchung des Tumormaterials brauchen. Ein Meningeom ist im MRT deutlich von anderen Hirntumorarten unterscheidbar.
Nun sagt sich das so leicht - aber die Angst hält Dein Gedankenkarussell nicht an.

Deswegen wäre meine Empfehlung, Dich bereits jetzt um eine Betreuung bei einem Psychoonkologen zu bemühen. Vielleicht hast Du durch Deine Tätigkeit einen besseren Zugang zu diesen Fachärzten. Und ja, sie sind auf jeden Fall für Dich in dieser "bekloppten" Situation zuständig!

Zusätzlich würde ich Dir raten, Dich in Deiner beruflichen Tätigkeit nun besonders auf die Fälle zu konzentrieren, wo Tumorerkrankungen gut ausgegangen sind. Das gibt es!
Daraus solltest Du ein wenig Hoffnung und Optimismus schöpfen, um Dein Gedankenkarussell langsamer kreisen zu lassen.

Es ist in unserer Situation nie richtig zu sagen, dass die "Zeit alle Wunden heilt".
Mit der Zeit kommt vielleicht eine gewisse Gewöhnung, aber diese kann keine Sicherheit bringen.

Ich würde an Deiner Stelle den NC nicht dazu überreden, die OP durchzuführen, wenn er sie entgegen all Deiner Argumente ablehnen und für Warten plädieren sollte.
(Du schreibst Dir sicher alle "Für und wider" auf, bitte auch Deinen Beruf!)

Falls es zu einer OP kommt, sind die Risiken überschaubarer als Du es hier lesen kannst. Aber es gibt sie und Dein NC berät Dich sehr verantwortungsbewusst, wenn er Dich auf diese Möglichkeiten umfassend hinweist. Meist geht es gut. Aber keiner, auch Dein NC nicht, kann wissen, ob es auch bei Dir gut gehen wird.

Es ist vielleicht auch müßig, Dir von mir zu schreiben, und ich weiß nicht, ob Dir das Hoffnung oder Angst macht.
Mir wurde vor mehr als 26 Jahren ein WHO-I-Meningeom entfernt und trotz weiterer Meningeom-Operationen (dann WHO III/II) und Bestrahlungen habe ich noch 16 Jahre lang als Lehrerin gearbeitet. Sicher, mit monatelangen Reha- und Genesungspausen, aber diese Erkrankungen haben mich für meine Schüler (von 6 bis 16) sensibler gemacht, insbesondere für diejenigen, die mit sich selbst nicht klarkamen. Für sie war ich da. (Mich hat das überrascht.) Als ich aufhören musste, fehlte ich gerade diesen Schülern, und das tat mir weh. Ich war glücklich mit den Kindern, in der Schule.
Aber das ist mein ganz individueller Weg.

Auch ich brauche bis heute psychologische Unterstützung, die mir nach, während, vor den Therapien und in allen Zwischenzeiten immer wieder "aufhilft".

Ich wünsche Dir sehr viele gute Gedanken, sieh die vielen Glückspünktchen am Wegesrand, um ein wenig Ausgleich zu schaffen.

KaSy
KaSy
Lissie38
12.10.2021 17:43:26Neu
Martha 5 sei doch froh wenn es nicht gewachsen ist und nicht raus muss und nur weiter kontrolliert werden muss. Besser geht es nicht.
Lissie38
Sommerlaune
16.10.2021 17:56:15Neu
Hallo alle Zusammen und vielen Dank, für eure lieben Worte!
Am Montag war das MRT keine Größenzunahme zur Voruntersuchung. Was allerdings dabei raus kam, das das Meningeom bis an die Spitze des Sinus sagittalis superior reicht. Am Donnerstag ist ja dann der geplante Kontrolltermin beim Neurochirurgen in der Klinik. Allen einen schönen Abend, gute Besserung und Genesung an alle frischoperierten und denjenigen die mitten in einer Therapie stecken.
Allen alles Gute Sandra
Sommerlaune
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