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Thema: Epilepsie-Hirntumor

Epilepsie-Hirntumor
Laura[a]
03.12.2000 14:33:14
Hi!
Ich hatte im vergangenen Juli einen epileptischen Anfall (grand mal), mein allererster. Danach hatte ich auch noch diverse Absencen und so wurde ich mit Medikamenten gegen Epilepsie eingestellt.
Vorher wurde natürlich ein CT, eine Lumbalpunktion, Blutuntersuchung und regelmässige EEGs gemacht, die allesamt in Ordnung waren.

Mittlerweile hat sich mein gesundheitlicher Zustand aber eigentlich verschlechtert, ich sehe schlechter (habe nächste Woche einen Termin beim Augenarzt), habe unheimlich Probleme mich an gerade erfahrene oder gelernte Dinge zu erinnern und habe manchmal Gleichgewichtsstörungen.
Mein Arzt meinte, dass das von den Medikamenten (Carbamarzepin und Neurontin) kommt. Es bräuchte seine Zeit, bis man sich daran gewöhnt hat.
Jetzt habe ich gestern einen Bericht über Hirntumore gesehen und ich habe eben meine Beschwerden wiedererkannt.

Wie ist das jetzt: Kann ich durch CT, EEG, Lumbalpunktion und Blutuntersuchung, die allesamt keinen negativen Befund hatten, sichergehen, dass ich nicht an einem Hirntumor leide?
Laura[a]
Martin[a]
03.12.2000 18:25:28
Liebe Laura

Deine Befürchtungen sind verständlich, ohne auf Panik zu machen sollte ein Tumor
mit Sicherheit ausgeschlossen werden können.
Deshalb würde ich an Deiner Stelle ebenfalls die genannten Abklärungen verlangen und ausserdem ergänzend zum CT eine MRI-Abklärung (Magnet-Resonanz-Tomografie). Natürlich muss man sich heute immer gegen die Bremse der Kassen durchsetzen, wichtig ist deshalb eine konkrete Forderung
des Patienten an die Aerzte.
Wenn diese, was nicht selten ist, den Patienten zuwenig ernst nehmen, nicht zögern zu wechseln.
Für meinen Bruder koordiniere ich die medizinischen Abklärungen der verschiedenen involvierten Stellen. Ich verlange bei jedem Labortest die Resultate auf den Fax, bei jedem CT- oder MRI-Termin einen zweiten Satz der Bilder.
Damit haben wir die aktuellen Bilder immer zur Verfügung für weitere Abklärungen.

Immer eine Zweit-, evtl. sogar Drittmeinung einholen!

..............
Die Antiepileptika können tatsächlich z.T schwere Nebenwirkungen machen und der Blutspiegel sollte regelmässig gecheckt werden.

Viel Glück und Gruss
Martin
Martin[a]
Andreas[a]
03.12.2000 22:30:01
Hi Laura,
Da ich selber betroffen war, kann ich Dir nur raten, laß so schnell wie möglich ein MRT
(Kernspintomographie) machen. Bei mir wurde meine Tumor erst nach dem MRT entdeckt, und ich habe ebenfalls alle von Dir beschriebenen Untersuchungen durchlaufen, mit dem gleichen Ergebnis wie Du es hast.
Viel Erfolg Andreas
Andreas[a]
Laura[a]
03.12.2000 22:38:55
Hallo wieder,

Vielen Dank für eure schnellen Antworten. Ich werde mir gleich morgen noch einen Termin bei meinem Neurologen holen und die Sache mit ihm abklären/mich zum Radiologen überweisen lassen.

Gruss,
Laura
Laura[a]
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