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Thema: Eure Ernährung

Eure Ernährung
Tullion1
15.07.2021 20:43:18Neu
Hi ihr.

Wie ernährt ihr euch egtl seit der Feststellung?

Habt ihr etwas umgestellt?
Tullion1
Mego13
16.07.2021 09:08:09Neu
Hallo Tullion,

Ich kann Dir zunächst schreiben, wie ich mich vorher ernährt habe:

Viel Fisch, Obst, Gemüse, Nüsse, Magerquark, Käse, Eier, Hülsenfrüchte, Haferflocken, Reis, Nudeln, Kartoffeln nur in kleinen Mengen. Das meiste in Bioqualität. Wenig Süßigkeiten. Sehr wenig Alkohol, 1 bis 2 Gläser Weißwein pro Monat, im Urlaub mal ein Glas Bier oder Radler.

Normale Getränke: Aufgrund meines Berufes: 2 bis 3 Liter Wasser und Kräuter-, Grün oder Oolongtee (ohne Zucker). 2 - 3 Tassen Kaffee (ohne Zucker)

Sport: 5 × wöchentlich Halbmarathontraining, 5 × wöchentlich Krafttraining mit Einheiten von 10 bis 20 Minuten.

Was hat sich geändert?
Es gibt gar keinen Alkohol mehr wegen meiner Epilepsie.

Zur Zeit kann ich keinen Kaffee, Oolong- oder Grüntee trinken, da ich durch die Chemo eine Nebennierenschwäche zurückbehalten habe , die vielleicht reversibel ist. Nebennieren sind endokrine Drüsen, die für die Cortisolproduktion zuständig sind. Da man diese bei einer Nebennierenschwäche nicht gewaltsam durch Koffein oder Teein triggern soll, verzichte ich zur Zeit.
Durch die Chemofolgen und die Nebennierenschwäche neige ich auch zur Hyponatriämie (gefährlicher Natriummangel) habe ich eine Trinkrestriktion (maximal 2 Liter) und muss viel Salz konsumieren.

Vor meiner Erkrankung habe ich nur mal Magnesium als Mineralstoff vor einem HM eingenommen. Nun substituiere ich auch gerade wegen meiner täglichen Medikamente (2 verschiedene Antiepileptika, Hydrocortison, Magenpuffer und L-Thyroxin in Zwergendosis) Vitamin D (400 - 1000 Einheiten), Magnesium, K2 und B-Vitamine (geringe Dosierung) sowie einmal wöchentlich Eisenbisglycinat.

Vitamin D muss mit Magnesium und K2 gemeinsam subsituiert werden, damit es auch tatsächlich umgewandelt und verarbeitet wird.
Eisenbisglycinat ist eine besonders hochwertige Eisenform. Dabei kann der Körper bis zu 65 Prozent tatsächlich verwerten, bei Eisengluconat sind es nur 20 Prozent.

Bewegung: Tägliche Spaziergänge von 20 - 40 Minuten, tägliches Krafttraining / Gymnastik von 8 bis 14 Minuten. Ich hoffe, dass sich beides auf Dauer noch steigern lässt.

LG
Mego
Mego13
jürgen
16.07.2021 12:03:24Neu
Hallo Tullion,
seit der Diagnose 2012 habe ich meine Ernährung auf fast vegan, eher flexitarisch umgestellt und wo es geht, unbedingt Bio..
Ich esse so gut wie keine Milchprodukte mehr, nur selten mal eine Scheibe Käse.
Seit einigen Monaten esse ich gar kein Fleisch mehr.
Ich esse kaum Süßigkeiten, dunkle Schokolade aber z. B. sehr gern :-).
Ich habe seitdem kaum Alkohol getrunken.
Ich bin überzeugt, dass ich auch aufgrund meiner besseren Ernährung gut durch die 9 Jahre gekommen bin :-).
Ich nehme jetzt über zwei Jahre Methadon (anfänglich zur Bestrahlung und Chemo).

Nächsten Monat werde ich mit 40 Papa und habe deswegen noch viele viele Jahre viel vor :-).

Alles Gute Dir!
Jürgen
jürgen
jens2
16.07.2021 14:41:21Neu
Keto also Kohlenhydrate < 20gr soll wohl teilweise helfen, je nachdem welche Mutationen der Tumor hat oder nicht.. Ähnliches (senkung Blutzucker) erreicht man wohl auch mit Metformin bei dem ja inzwischen in den USA eine Studie zur Lebensverlängerung auch bei Gesunden läuft.

Jeder kennt ja die PET Aufnahmen wo der Tumor anhand des Zuckerstoffwechsels gefunden wird, weniger Zucker macht also Sinn.
jens2
Mirli
16.07.2021 19:52:57Neu
Hallo Tullion1,

ich ernähre mich immer noch genauso wie vor meiner OP, Bestrahlung und Chemotherapie.
Esse so ähnlich, wie Mego. Ich mag sehr alle Arten Meeresfisch, esse nur Geflügelfleisch (Pute, Hähnchen). Trinke gern Bio-Buttermilch und esse griechischen Joghurt (natur) Trinke ansonsten viel Mineralwasser und jeweils 2 Pot Kaffee morgens und nachmittags (als Lebenselixier). Zum Beispiel esse ich am Nachmittag zum Kaffee gerne ein Stück selbstgebackenen Kuchen. Damit ich nicht zu fett werde, backe ich meinen Kuchen (außer Stollen) deshalb auch mal mit Xylit/Xylitol (Birkenzucker) oder Erythrit. Stevia hingegen ist zum Backen ungeeignet.

Ich nehme keinerlei sonstige Medikamente oder Nahrungsergänzungsmittel zu mir - früher auch kaum. Nur Notwendiges.
Bewege mich täglich 20-30min auf dem Laufband oder Ergometer (mehr schaffe ich nicht).

@Jens2

Der Krebsinformationsdienst meint dazu, dass sich aus Erkenntnissen experimenteller Untersuchungen nicht erklären lässt, wie sich der Verzehr von Zucker auf krebskranke Menschen auswirkt. Dazu fehlen derzeit noch aussagekräftige Studien.
Sie halten deshalb bei Krebspatienten eine ausgewogene Ernährung mit allen Nährstoffen, und dazu gehören auch Zucker und Kohlenhydrate allgemein, für enorm wichtig.

"Jutta Hübner, Stiftungsprofessorin für Integrative Onkologie der Deutschen Krebshilfe am Universitätsklinikum Jena, hält eine ketogene Diät für Krebspatienten aus mehreren Gründen für falsch. Die Ketogene Diät zehrt Patienten aus und nicht die Krebszellen. Es gibt keine Daten für eine antitumorale Wirkung. Ketogene Diät und Antioxidantien könnten sogar mehr schaden als nützen. Der ketogenen Diät zugrundliegende Annahme, dass man Krebszellen durch Zuckerentzug aushungern kann, stimmt die Expertin Prof. Jutta Hübner nicht zu. Kommt kein Zucker, holen sich die Zellen ihre Energie eben aus anderen Quellen wie Fettsäuren und Aminosäuren."
https://www.gesundheitsstadt-berlin.de/ernaehrung-bei-krebs-vorsicht-vor-der-ketogenen-diaet-13626/

Gruß Mirli
Mirli
jens2
16.07.2021 20:34:40Neu
@ mirli

Zunächst zerrt eine Ketogene "Diät" nicht aus. Warum sollte das passieren.
Fett hat sogar mehr Kalorien als Zucker. Jahrtausendelang gab es überhaupt kein Zucker und nur selten Kohlenhydrate in der Menschlichen Ernährung.

Ich spreche hier aber natürlich von ansonsten Körperlich gesunden. Mit einer Kaputten Leber kann das anders aussehen.

DAS GESUNDHEITSPORTAL AUS DER HAUPTSTADT, nun hast du es mir aber gezeigt. Das ist natürlich das Fachblatt überhaupt.
" Zudem zeigten Laborxeperimente, dass Krebszellen mutieren und Resistenzen gegenüber Krebstherapien entwickeln." Echt , das ist ja ganz was neues. Die HAUPTSTADT zeigt es uns wiedermal. Die wissen jetzt schon das was wir vor 30 jahren wußten. Alle Achtung.

Krebszellen wachsen bei weniger Zucker im Blut langsamer.
Dieses Langsamer kann manchmal der entscheidende Vorteil sein der dem Immunsystem Zeit gibt. Daher ja im Einzelfall kann es sogar heilen.
Von viel Zucker hab ich das noch nie gehört.

Dazu gibt es einige Studien und daher wird auch vermutet warum Metformin sogar krebs vorbeugt. (wichtig Metformin geht nicht mit kaputten Nieren + verträgt sich nicht mit einigen Medikamenten )
jens2
Mego13
16.07.2021 22:11:31Neu
Lieber Jens,

erstmal glaube ich, dass jeder seinen eigenen Ernährungsweg finden muss. Ich finde es immer schwierig mit der vermeintlich gesunden Ernährung früherer Jahrhunderte zu argumentieren. Gerade wo die Kinder- und Frauensterblichkeit immens hoch lag. Es schon Spitze war, wenn man das 30 Lebensjahr erreichte. Die Hauptspeisekompente der Bauern des Mittelalters war übrigens Getreidebrei, also Kohlenhydrate. Eine ketogene Ernährung war über Jahrtausende für die Allgemeinbevölkerung unerschwinglich. Auch im Altertum und Mittelater gab es bereits Tumore und passende OPs. Die Einzelheiten erspare ich uns hier.

Ich selber habe mich während der Bestrahlungsphase jetzigen ernährt. Geschmacklich war ich begeistert. Bin allerdings damit fröhlich ins Untergewicht und den Muskelabbau gerutscht.

Der Körper kann im Normalfall aus allem Zucker machen, weil das Hirn Zucker benötigt. Im größten Notfall werden dann halt die Muskeln abgebaut, das ist für Tumorpatienten mehr als bedenklich. Denn die Muskeln sind die "zweiten Nieren" des Körpers und sind auch für den Schutz des Knochenmarks wichtig.

Wer auf Zucker oder Kohlenhydrate verzichten möchte, sollte streng genommen auch Koffein streichen, da dieses die Cortisolausachüttung anregt, welches wiederum eng verkoppelt mit der Insulinausschüttung ist.

Stress regt zum Beispiel auch die Ausschüttung von Wachstumshormonen wie HGH und IGF1 an. Gerade letzteres soll auch für die Entstehung von Tumoren bedeutsam sein. Wenn Essen also nur noch zum puren Stress wird, ist keinem geholfen.
Aus dem Grund empfiehlt meine Neurochirurgin auch, mal von Zeit zu Zeit einfach 2 Stücke Kuchen zu essen.

Ich bin einfach mit meiner Meinung sehr stark bei Mirli. Als Kind habe ich fast nie zuckerreiche Lebensmittel bekommen, deswegen war ich auch später nie ein Zucker- oder Kohlenhydratjunkie. Trotzdem habe ich meinen Kopfmitbewohner erhalten. Klar, vielleicht bin ich ein Sonderfall.

LG
Mego
Mego13
jens2
16.07.2021 23:59:44Neu
"erstmal glaube ich, dass jeder seinen eigenen Ernährungsweg finden muss"

Volle Zustimmung.

"früherer Jahrhunderte" unsere Gene sind mind 1000000 Jahre alt, ich meine lange vor Ackerbau also > 10000 Jahre her.... Da sind wir geformt wurden.

"Es schon Spitze war, wenn man das 30 Lebensjahr erreichte."
du verwechselst das mittlere Sterbealter das natürlich durch Kindersterblichkeit und Infektionskrankheiten oder Hungersnöte beeinflusst war mit der normalen Lebenserwartung der Menschen, geh einmal auf alte Friedhöfe in Spanien . Die findest dort noch Gräber von 1600 ec... da sind durchaus viele Leute auch 85 geworden. Ganz ohne Medizin. Niemand ist mit 30 gestorben. Die meisten starben als Kind oder Baby oder dann eben als Opa. (wenn keine Pest oder Krieg dazwischenkam)

ich selber habe hier noch ein Doktorbuch in 5 Bänden aus dem Jahr 1805.
Beeindruckend die Anatomiekenntnisse von damals schon und wie genau Krankheiten beschreiben wurden, auch Krebserkrankungen
Natürlich gab es keine Hilfe aber jedes mal steht der Satz dazu :
zum Glück sehr selten Davon kann heute keine rede mehr sein, das ist auch nicht nur das höhere Durchschnittsalter. Da steckt mehr dahinter. (natürlich auch mehr als nur der Zucker)

"weil das Hirn Zucker benötigt."
woher hast du das ? braucht es nicht, das Hirn kann ideal von Ketonen leben, das ist es ja um was es geht , dazu musst du aber in Ketose sein... so halbzustände dazwischen und die Umstellungsphase machen schwach
Danach kannst du dein Gewicht beliebig steuern, Fett hat mehr Kalorien als Zucker wenn du es darauf anlegst, ist zunehmen kein Problem, nur das Hungergefühl ist halt nicht mehr wirklich da. Arktisforscher nehmen Butter mit , keinen Zuckerriegel. Nur so können Sie bei dem extremem Energieverbrauch überleben. Ungewohnt ist noch das man nur wenige Stunden schlaf braucht.

Der Körper braucht tatsächlich nur wenige gr Kohlenhydrate am tag die er notfalls aus Eiweiß bildet. Also ja 20 gr Kohlenhydrate (idealerweise in Form von Gemüse) sind ausdrücklich bei Keto erwünscht. Eiweiß sollte natürlich auch nicht fehlen (aber auch nicht zuviel sein)

Du warst nie in Ketose. Noch niemals im Leben.

Aber ja, ganz klar das muss jeder selber entscheiden und ja damit zum Beispiel essen zu gehen ist schwer. Eventuell einfach mal 4 Wochen probieren wie man damit zurechtkommt. Wenn muss man es aber richtig machen. Sprich Gehirn stellt sich auf Ketose um und verbraucht eben keinen Zucker mehr sondern Ketonen. Natürlich muss das auch mit dem Arzt besprochen werden. Vor allen in Bezug auf Medikamente . .
jens2
Mego13
17.07.2021 07:45:12Neu
Lieber Jens,

Ich bin von "Zuhause aus" unter anderem Historikerin. Das Lesen von Sterbeststatistiken aus früheren Jahrhhunderten, Kirchenbüchern und Medizinalratgebern (auch auf Latein) ist mir also durchaus sehr geläufig. Eine einzige Quelle aus dem Jahr 1805 ist nett, erstmal ist das dann aber schon die Neuzeit und für die allgemeine Bevölkerung war auch zu diesem Zeitpunkt Medizin nicht zugänglich.
Übrigens muss ich Dich enttäuschen, Tumore waren eine gängige Erkrankung des Mittelalters und der frühen Neuzeit. Nur "reichte" es wenn man die OP eine Nacht überlebte. Dann galt man als geheilt.
Ja, unsere Gene sind viel älter als der übliche Ackerbau. Zum Glück unterliegen wir alle nicht dem furchtbaren "Darwinismus der Vorzeit", sonst könnten wir hier nicht so munter über Ernährungsformen palieren. Da aber der Großteil von uns mit 20 / 25 gestorben wäre, hätten wir auch keine argen Tumorprobleme.

"Du warst noch nie in Ketose."

Warum hast Du Dich an meinen Esstisch nie bemerkbar gemacht?

Du täuscht Dich, ich war schon in der Ketose, das kann man ziemlich gut durch Ketoteststäbche prüfen. Wie gesagt ich habe mich schon über Monate hinweg ketogen ernährt. Ich nehme von Fett nicht zu. Das mag bei anderen Menschen anders sein. Von Hunger habe ich übrigens nicht gesprochen. Interessiert mich ziemlich wenig und hatte ich auch nicht.
Meine Familie hat gestaunt, welche Mengen ich essen konnte. Als ich gesund war, habe ich meinen Kaffee häufiger mit Schlagsahne oder Kokosöl getrunken. Habe ich nie von zugenommen, wollte mir nie jemand glauben.


Früher bin ich auch Wettkampfläufe und Treppenläufe ohne die üblichen Zuckergels, sondern nur mit Wasser gelaufen.
Mir sind also von der Körperchemie ziemlich viele Dinge bewusst.
Leider ist der Körper keine Maschine, den man lustig steuern kann. Ich fülle eine Portion x an Fett ein und habe das und das Ergebnis.
Wie gesagt, wenn der Glaube an ketogene Ernährung glücklich macht...

Ein Problem ist bei erkrankten Menschen und gleichzeitiger ketogener Ernährung die Kaliumaufnahme. Kalium soll man auch nicht einfach substituieren, vor allen Dingen, wenn man sich in der Chemo befindet. Stichworte sind hier: Elektrolythaushalt, Osmose, Wechselbeziehung Natrium / Kalium, Glukortikoidachse

Klar mir wurden bspw. auch gesunde Fette wie Leinöl und Leindotteröl (klingen ähnlich, sind aber unterschiedlich), Sanddornfruchtfleischöl, Avocadöl empfohlen. Wer aber mal so eine richtig nette Dexamethason- oder Chemogastritis hatte, wird aber Fett nicht in üppigen Mengen konsumieren können.

Nahrung kann unterstützend wirken, da gebe ich Dir Recht. Allerdings heißt das, sich mit dem jeweiligen Gesundheitszustand zu wandeln. Gerade die Mitochondrien, die kleinsten Kraftwerke der Zellen, sind noch viel zu wenig erforscht und man weiß nicht, welche Nährstoffen sie genau und in welcher Dosierung benötigen. Das ist für uns alle hier interessant, die durch die Erkrankung Fibromyalgie oder Neueopathien davongetragen haben.

Du schreibst von "nicht zu viel Eiweiß" und implizit von nicht zu wenig. Mir wurden von allen Ärzten 1,2 bis 1,5 Gramm Protein pro Kilogramm Körpergewicht empfohlen. Genauso von allen drei Ernährungsberaterinnen, bei denen ich war. So viel Protein ist mit einer ketogenen Ernährung und auch längst nicht mit jedem Geldbeutel schwer umsetzbar. Für einige dürfte auch das Basiskörpergewicht ein Problem sein.
Proteinverlust heißt aber immer auch Verlust von Muskelmasse, das kann bei einer Tumorerkrankung lebensgefährlich werden. Und Muskelaufbau ist ein verdammt zähes Geschäft. Frauen können in einem Jahr bspw nur zwischen 2 - 4 Kilogramn reinr Muskelnasse aufbauen. Auch das Herz ist ein Muskel.

Gut finde ich, dass Du schreibst es mit den Ärzten abzusprechen.

Mir geht's hier wenig um mich. Ich habe mich schon ketogen ernährt ohne Ausrutscher, dann kam die tyraminarme Phase wegen der PC-Chemo, dann kam wegen extremer Chemogastritis die lange Phase mit fast nur Haferschleim, Apfelmus, Fisch und Hüttenkäse. Auf Empfehlung der einen Ernährungsberaterin kam dann noch Lebertran hinzu.

Mir ist es wichtig, dass sich jemand, der sich nicht streng und ersatzreligiös ernährt, sich nicht "schuldig" fühlt. Die magische "Krebsdiät" für alle gibt's nicht, genauso wenig wie es den einen Stoffwechsel gibt, in den man nur "Nährstofflösung xy" einfüllen muss.

LG
Mego

Ärzte empfehlen sowieso eine "gesunde" Mischkost mit viel Lebensfreude und Genuss.

LG
Mego
Mego13
Mego13
17.07.2021 08:38:40Neu
https://www.medizin-transparent.at/den-krebs-verhungern-lassen/

https://www.krebsgesellschaft.de/onko-internetportal/basis-informationen-krebs/bewusst-leben/basis-informationen-krebs-bewusst-leben-ernaehrung/mangelernaehrung-.html
Mego13
jens2
17.07.2021 09:21:15Neu
https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0022227520356352
jens2
jens2
17.07.2021 09:24:16Neu
Aber ganz klar... Das heilt nur extrem selten.. Oft kann es aber Zeit bringen. Nicht mehr und nicht weniger.
jens2
Mego13
17.07.2021 09:54:08Neu
https://m.youtube.com/watch?v=yccJps0et0g

Wer komplett den Blutzuckerspegel drücken möchte, beschäftigt sich möglichst auch mit der Stresshormonachse. Hier ist ganz griffig erklärt: https://m.youtube.com/watch?v=yccJps0et0g

Dann ist es aber günstig sich auch mit Entspannungstechniken, Meditation und besonders moderater Bewegung auseinandersetzen. Gleichzeitig ist es günstig die Wachstumshormon Prolaktin, HGH und IGF1 zu senken.
Das wird komplex, um es verharmlosen auszudrücken.
Gleichzeitig sollte aber der Serotoninspiegel oben gehalten werden, da dieser die Stresshormonachse positiv beeinflusst.

So ich mümnel jetzt meine Haferflocken mit Magerquark und Nektarine. Lasst euch euer Frühstück schmecken, sei es Selleriesaft oder Buttercroissant. Und trinkt einen Kaffee für mich mit, den vermisse ich unendlich.
Mego13
Tullion1
17.07.2021 11:37:04Neu
Hi ihr.

Danke für eure Antworten.


U.a. kommt meine Frage, weil eine "andere" Doktorin eben mich kurz aufgesucht hat und sie, seit einigen Jahren mit "dabei" ist, und sich an Ernährungs"regeln" hält und ich daran auch Interesse hätte.

Wirklich Nein auf der Liste waren Zucker und Kartoffeln, Fertigprod. und Massenfleisch sowie Omega-6.
Empfohlen: Gemüse und Obst(Fruchtzucker?!), Pflanzeneiweiß, 90% Schokolade, Grünen/Sencha-Tee und auch Rotwein wg. Resveratrol (wiki sagt Jaein).
Einiges an Ergänzung sollen sein: Selen, Kurkuma, Minerale, Spirulina, (Asia)(Vital)Pilze, Vitamine und Metformin (Metformin und Vit-D3 habe ich seit KH/OP "standardmäßig" bekommen).

Meine Frage an meine zuständigen Behandler haben keine Begrenzung an Ernährung ausgesagt.


Schon vor Jahren hatte ich statt 25 BMI knapp 30, durch damals dann leichte Veränderung (höherer Anteil Gemüse/Obst) eben mittlerweile die 2 Wochen KH bin ich wieder bei früher eben "unkontrollierten" 25.

Es ist irgendwo, für die Lebensart, auch mit verschiedenen Krankheiten", ein bißchen alles empfohlen: Keto, Vege, Vegan u.a.
Was da nun zu raten oder anzupassend ist...
Tullion1
jens2
17.07.2021 12:20:53Neu
Wie gesagt, Keto ist das wo es in Studien wirklich positive Effekte bei Krebs gibt. Von Wunderheilung sind diese Effekte aber weit entfernt. Ist auch logisch da wir Blutzucker ja nicht auf 0 drücken können sondern nur verringern können

Wichtig ist das man in Ketose ist, daher die Versorgung des Gehirns, der Muskeln erfolgt mit Ketonen statt mit Glucose.

Das muss dauerhaft erfolgen, ein tag in Ketose , den nächsten Tag aber wieder nicht klappt nicht da die Umstellung mehrere Tage dauert und der Umstellungsprozess anstrengend für den Körper ist.

Deine oben beschriebene Ernährung ist nicht Keto.
Aber das metformin sollte eigentlich bereits den Blutzuckerspiegel senken. Das ist von Vorteil. Wie hoch ist der Blutzuckerspiegel nach dem Essen ?


Empfohlen bei Keto :
Gemüse und Obst(Fruchtzucker?!),
Gemüse ja, obst wegen Zucker nein
Salat mit Olivenöldressing und Ei ist zum Beispiel super

Pflanzeneiweiß
verstehe nicht was an Pflanzeneiweiß besser sein soll als an tierischen Eiweiß, Zuviel Eiweiß ist generell nicht gut, Zuwenig aber auch nicht weil es abbaut, Tierisches Eiweiß entspricht zu 100% dem was unser Körper braucht, Pfanzenweiweiß nicht, völlig andere Aminosäureverteilung so das du im Endeffekt doppelt soviel Eiweiß essen musst um von jeder Aminosäure die der Körper braucht genug zu haben.

Also nein, extra oder hauptsächlich pflanzliches Eiweiß ist falsch. Tierisches Eiweiß von hoher Qualität in nicht zu großer Menge. Hohe Qualität ist da aber unbedingt erforderlich.

Fett : keine Angst vor tierischen Fetten, die sind im Gegensatz zu Pflanzenfetten nicht giftig weil diese nicht so schnell im Körper oxydieren, wichtig nur die Qualität muss stimmen (Omega3 Gehalt wie zum Beispiel in Gras Feed Butter) , MCT Fette, Olivenöl ist auch gut.

Kein giftiges Sonnenblumenöl oder ähnliches.

Schokolade 90 %
Super
jens2
Mirli
17.07.2021 12:49:43Neu
Hallo Tullion1,

was genau ist eine "andere" Doktorin die "sich" an Ernährungsregeln hält?

Hat sie dir u.a. "Spirulina" vorgeschlagen, als eine "ihrer" Ernährungs-Regel?

Metformin ist ein Diabetesmedikament, dass du "standardmäßig" seit KH/OP bekommen hast? Ich habe nach meiner OP/Bestrahlung/Chemo sowas nie bekommen.

Da du hier im Forum der Deutschen Hirntumorhilfe unterwegs bist, möchte ich dich auf folgendes aufmerksam machen.

"Das neue brainstorm Magazin klärt auf. Im großen Experteninterview zur Ernährung bei Krebs geht es um Superfoods, Vitamine, Selen und vieles mehr. Stimmt es, dass Zucker der "Treibstoff" für das Tumorwachstum ist? Spricht etwas gegen vegane Ernährung bei einer Krebserkrankung? Gibt es bestimmte "Krebskiller-Lebensmittel"?

Die renommierte Fachärztin für integrative Onkologie Professorin Jutta Hübner informiert über Sinn und Unsinn von Nahrungsergänzungsmitteln und Krebsdiäten und berichtet, warum Genuss nicht zu kurz kommen darf."

Jetzt kostenfrei bestellen
https://www.hirntumorhilfe.de/projekte/brainstorm/magazin-22021/ernaehrung-bei-krebs/

@jens2

auch dir ist das Magazin zu empfehlen.

"Krebszellen wachsen bei weniger Zucker im Blut langsamer."
Welche Quelle und Nachweise (belastbare Beweise) hast du zu deiner Behauptung?

Im Übrigen unterstreiche ich fett viele Ausführungen von Mego.

Gruß Mirli
Mirli
Mirli
17.07.2021 12:52:43Neu
Liebe Mego,
dir hat sicher dein Frühstück bereits geschmeckt. Grinsen musste ich, weil du es "mümmelst" :-)

Ich nehme oft einen Becher Naturjoghurt und schneide mir eine Apfelsine rein, dazu kernige Haferflocken und paar Nüsse.
Hinter meiner Garage, nur ein paar Schritte vom Haus entfernt, steht ein riesiger Walnussbaum in einem verlassenen Garten. Er bringt manchen Herbst eimerweise Früchte und dann mehrere Jahre auch nichts. Dieses Jahr glaube ich an Ertrag, weil die Eichhörnchen schon im Baum rumstrolchen.

Und den leckeren Pot Kaffee trinke ich heute Nachmittag für dich mit, dazu ein Stückchen meiner gestern hergestellten Erdbeertorte mit Schlagsahne.

Selleriesaft oder Butterhörnchen sind jedenfalls nichts für mich.

Schönes Wochenende.
Gruß Mirli
Mirli
jens2
17.07.2021 13:42:58Neu
Hallo Mirli

"Krebszellen wachsen bei weniger Zucker im Blut langsamer."
Welche Quelle und Nachweise (belastbare Beweise) hast du zu deiner Behauptung?

Ich weiß nicht welche belastbaren Beweise du benötigst . Vermutlich Doppelblindstudien mit je 10000 Teilnehmern die nochmal wer finanzieren soll ? Nun ja im Bezug auf die Blutzucker senkende Wirkung Metformin und dadurch bedingter Senkung der Krebsrate gibt es das sogar. Aber in den USA , ich vermute das zählt nicht ?

Aber jeder sollte die Studien selber lesen.

Metabolic management of brain cancer
https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0005272810006857

Mitochondrial Glucose Oxidation Fuels Glioblastoma Growth
https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S1550413112001970


metformin :

Jeder der von Nierenfunktion und Verträglichkeit mit anderen Mitteln her metformin verträgt sollte es meiner Meinung nach nehmen.

keto Diät senkt Insulin und IGF-1 ebenfalls ! Beides zu kombinieren . Nun ja das muss ein Arzt entscheiden und kontrollieren. Da gebe ich keine Empfehlung dazu.

Metformin as a geroprotector: experimental and clinical evidence
https://www.researchgate.net/profile/Oleh-Lushchak/publication/327879100_Metformin_as_geroprotector_experimental_and_clinical_evidence/links/5e07968ea6fdcc283745dbac/Metformin-as-geroprotector-experimental-and-clinical-evidence.pdf

Metformin in cancer prevention and therapy
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4200668/

"It is believed that systemic effect of metformin manifested by the reduction of circulating level of insulin and insulin-like growth factor 1 (IGF-1) might be associated with anticancer action (13). Insulin/IGF-1 is involved not only in regulation of glucose uptake but also in carcinogenesis through upregulation of insulin/IGF receptor signaling pathway (14). The excessive food consumption (insulin) leads to increased liver production of IGF-1 that binds to IGF-1 receptor and insulin receptor. Then, through insulin receptor substrate (IRS) the signal is transmitted to phosphoinositide 3-kinase (PI3K), and Akt/protein kinase B (PKB) that indirectly activates (not phosphorylates) mTORC1. Additionally, insulin receptor through growth factor receptor-bound protein 2 (GRB2) propagates signal to Ras/Raf/ERK pathway that drives cell growth. Evidences indicate that these pathways play important role in changes of cellular metabolism that are typical feature of tumor cells (15). Increased levels of circulating insulin/IGF1 and upregulation of insulin/IGF receptor signaling pathways were demonstrated to be involved in the formation of many types of cancer. Metformin was found to reduce insulin level, inhibit insulin/IGF signaling pathways, and modify cellular metabolism in normal and cancer cells "

In 20 jahren kommt das dann in deutschen Fachbüchern auch an.

Aber nochmals beides sind keinen Wundermittel.

Richtiger Weg wäre in der Forschung massive Unterstützung für personalisierte Immuntherapie.
Das ist die wirkliche Heilung. Aber dafür ist kein Geld da. Forschungszuschüsse im lächerlichen Millionenbereich in Deutschland.
jens2
Mego13
17.07.2021 14:47:47Neu
Liebe Mirli,

Apfelsinen, Walnüsse und Joghurt mag ich auch sehr gerne. Ich hoffe, dass es dieses Jahr wieder mit den Apfelsinen klappt. Das ist bei mir ungefähr so, wie bei Dir mit den Ananas.
Ich habe gerade die erste Gurke aus dem Garten gegessen. Bald kommen die ersten Tomaten, aber ab nächster Woche bin ich in der Reha. Da gehören meinem Mann die Leckereien.
Ja, trink auch gerne zwei Kaffee für mich mit.

Dir auch ein schönes Wochende
Mego
Mego13
Mirli
17.07.2021 15:48:49Neu
Ach ja, liebe Mego, du kannst ja nun endlich zur Reha fahren. Wie heißt es so schön: Was lange währt, wird gut!
Das wünsche ich dir. Dass dir die Reha viel bringt und du vllt. noch neue Erkenntnisse gewinnst. Und schönes Wetter und kein!!! Corona-Sonstiges.
Und keinen Kur-Schatten :-)

Gruß Mirli
Mirli
Mego13
17.07.2021 16:04:40Neu
Liebe Mirli,

Ich danke Dir. Komisch mein Mann hat mir auch die Kurschatten verboten. ;-)

Liebe Grüße
Mego
Mego13
Mirli
17.07.2021 16:56:59Neu
@jens2

"Ich weiß nicht welche belastbaren Beweise du benötigst ."

Medizinisch allseits (auch DE) anerkanntes Wissen, was vielleicht im Ärzteblatt o.ä. bzw. in Texten großer Kliniken steht, würde mir schon reichen.

"Nun ja im Bezug auf die Blutzucker senkende Wirkung Metformin und dadurch bedingter Senkung der Krebsrate gibt es das sogar.
Aber in den USA , ich vermute das zählt nicht ?"

Ich denke, dass zwischen USA und DE schon noch ein gravierender Unterschied besteht, da der Anteil an adipösen (stark übergewichtigen) Personen in DE 20,1 % sich schon noch von den USA 33,7 % unterscheidet. Fettsucht macht Krebs - schon lange bekannt.
Von dort kommt vermutlich auch die pauschale Empfehlung für Alle ein
Diabetes-Medikament einzusetzen, statt des Aufrufs, die Essgewohnheiten zu ändern.

Auszug aus dem zitierten engl. Text:
"Erhöhte Spiegel von zirkulierendem Insulin/IGF1 und die Hochregulierung von Insulin/IGF-Rezeptor-Signalwegen wurden als an der Entstehung vieler Krebsarten beteiligt nachgewiesen. Es wurde festgestellt, dass Metformin den Insulinspiegel senkt, Insulin/IGF-Signalwege hemmt und den zellulären Stoffwechsel in normale und Krebszellen verändert."

Ob es aber, wie dauernd behauptet, die Krebszellen auch wirksam kontrollieren kann und damit therapietauglich wird oder nur ein positiver Hauch bleibt, ist vollkommen offen und unbewiesen.

Gruß Mirli
Mirli
Tullion1
17.07.2021 21:56:41Neu
@Mirli:
Eine Fach/Oberärztin aus einem anderen Fachbereich. Hat einfach das gesagt und ein paar Tage später die, wohl selbstgeschriebene, Auflistung, schnellen Schrittes, nur vorbeigebracht.
Hätte egtl. schon ein, zwei Sätze darüber mal reden wollen, war dann auch gleich wieder weg.


Blutzucker (alleine) hab ich/wurde bislang nicht bemessen. Zwar wurde bisher während KH/Bestrahlung Blut genommen, darüber informiert, nicht.
Hm, dann so wohl grundsätzlich nichts zu beanstanden...


Meine Ernährung ist jetzt eher teilweise anders:
Frühstück/Abend-Getränk war in aller Regel Kabaa, jetzt eben durch Tee ersetzt (in der "Liste" empfohlen als am besten 10min. Sencha-Tee).
Gebratenes Fleisch gibts noch, Menge nicht so ausgeprägt wie früher. Frühstück/Abend-Wurst noch nie gegessen.
Exquisa war schon immer mein Semmel/Brot-Liebling (seit Jahren als Voll/Mehrkorn)
Zucker gegessen hab ich in den zwei Monaten bislang eine Kugel Eis.
Tullion1
Mego13
18.07.2021 09:09:02Neu
Lieber Tullion,

Bei einem Astrotzyom steht Dir normalerweise eine Ernährungsberatung zu. Diese kann Dir normalerweise der Hausarzt verschreiben. 70 % der Kosten übernimmt in etwa die Krankenkasse, 30 % musst Du selber tragen.

Wobei ich drei verschiedene hatte.
Nr. 1 war bei meinem Onkologen, die Ernährungsberaterin war wirklich schlecht. Bei der PC Chemo sollte man tyraminarm essen, weil diese sehr toxisch aufs Herz wirkt. Da hatte sie sich nicht vorbereitet. Stattdessen empfahl sie mir ganz viele Süßigkeiten zu essen, um schnell 5 kg zuzunehmen. Also wirklich defizitär.

Nr. 2 war im Krankenhaus. Da ging es um meine Mangelernährung und die Gastritis. Die Dame war richtig gut. Hat es geschafft, dass ich wieder von Fresubin auf Normalkost umsteigen konnte. Fand meine Basisernährung ansonsten aber gut.

Nr 3: Sie war auf Krebspatienten spezialisiert. Sie empfahl viel Gemüse und Gemüsesuppen und Fisch. Wenn man keinen Fisch mag als Ersatz Leinöl. Bei ihr musste ich ein Ernährungstagebuch führen. Da sie mit mir zufrieden war, empfahl sie mir etliche Substitute, wie z.B. Selen. Grundsätzlich ist Selen top, man kann es aber überdosieren. Da meine Endokrinologin solche Werte regelmäßig misst, weiß ich, dass mein Wert ziemlich gut ist, weil ich täglich zwei Paranüsse esse. Substitution wäre in meinem Fall also eher ungünstig.

Ich kann Dir sagen, was meine Neurochirurgin empfiehlt, die für Komplementärmedizin sehr offen ist:

Viele Zwiebelgewächse essen: Zwiebeln, Lauch, Knoblauch, Schnittlauch, weil diese das Immunsystem unterstützen

Pasionsblumentee oder Beruhigungstee, da diese das Stresslevel, welches durch die Erkrankung entsteht, senken.

Täglich 20 Minuten Aufenthalt an der frischen Luft und wenn es geht, in dieser Zeit bewegen.

Ich weiß nicht, ob Du es irgendwie zum Endokrinologen schaffst, da werden die ausführlichsten Blutbilder gemacht. Vitamine / Mineralstoffe wie Vitamin D, Selen, Zink, Calcium auch umsonst getestet. Für Eisen wird das gesamte Blutbild aufgeschlüsselt wie Hämoglobin, freies Eisen und Ferritin. Dann werden auch Wachstumshormone wie IGF-1, HGH und Prolaktin getestet. Der Endokrinologe kann feststellen, ob diese Blutzucker abhängig sind. So konnte meine Endokrinologin ermitteln, dass ich grundsätzlich immer sehr gute Blutzuckerwerte habe, allerdings die Behandlung und der Stress alle drei Wachstumshormone stark erhöht hatten. Durch Entspannungstechniken sind HGH und Prolaktin und HGH wieder im Normbereich; IGF1 fällt langsam.

Endokrinologen können Dir auch auf Dich zugeschnitte Tipps geben. So weiß ich bspw, dass salzen für mich wichtig ist, kleine Mengen Salzlakritz für meine Nebenniere gesund sind. Eine kleine Kugel Sahneeis von Zeit zu Zeit top ist und ich wegen der Nebenniere auf keinen Fall Intervallfasten machen soll. Alles so Dinge, wo die gehypten Diäten kreischen würden, "neiiin ungesund". Aber darunter verbessern sich tatsächlich die besagten Parameter bei mir.

Wir haben keine Standardkörper und deswegen gibt's meiner Ansicht nach kein "One fits all."

Eine kleine Anmerkung noch zu Vitamin D, vielleicht weißt Du es auch schon. Da es ein Steroidhormon ist, benötigt es zur Umwandlung und zum Einbau, die gleichzeitige Gabe von Magnesium und Vitamin K2.

LG
Mego
Mego13
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