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chfk84

Hallo ich bin männlich 41 Jahre alt. Ende Mai diesen Jahres wurde bei mir ein Glioblastom diagnostiziert. Mitte Juni bin ich operiert worden. Derzeit befinde ich mich in der Chemo- und Strahlentherapie.

Vor der Operation bzw. befor ich krank wurde, bin ich als Freizeitbeschäftigung sportlich unterwegs gewesen (Ultramarathon, gerne im Wald und bergig. Bin Motorad gefahren habe gerne gelesen und Konzerte besucht.

Lesen geht noch nicht gut, strengt mich noch zu stark an so das es mir längerem Stück noch nicht möglich ist. Marathontraining und Motoradfahren sind natürlich zur Zeit ausgeschlossen. Konzerte gehen zur Zeit wahrscheinlich auch nicht. Lärm ertrage ich zur Zeit nicht gut und viele Menschen stressen mich.


Zu Meiner Frage

Womit habt ihr euch in dieser Phase die Zeit vertrieben. Ich höre Hörbücher, aber wirklich zufrieden macht mich das nicht.
Liebe Grüße
Christian

Und entschuldigt mein Schriftbild, aber meine Augen- Handkoordination macht mir noch Schwierigkeiten

aachenjuli

Hallo Christian,

zunächst mein volles Beileid das diese scheiß Erkrankung auch dich erwischt hat!

Ich bin jetzt 39 und habe die Diagnose Glioblastom am 06.02.23 bekommen. Hatte allerdings schon ein Jahr vorher Symptome wie eine neu aufgetretene Migräne.

Nach der OP hatte ich heftige Gedächtnisprobleme die immer noch anhalten. Um die zu verbessern fahre ich einmal die Woche zu einer Neuropsychologischen Praxis zur Ergotherapie.
Marathon bin ich zwar nie gelaufen, aber zumindest öfters 10km. Das bekomme ich jetzt auch nicht mehr hin, aber auf 5km konnte ich mich mittlerweile wieder ohne epileptischen Anfall steigern.
Dann habe ich eine Selbsthilfe Gruppe für jüngere Personen mit Krebserkrankung gefunden. Wir treffen uns einmal im Monat zum Stammtisch. Der Erfahrungsausrausch dort ist sehr wertvoll für mich.
Und ich fahre zweimal die Woche zum Rehasport. Sportlich bin ich dort zwar unterfordert, aber immerhin kann ich die anderen Teilnehmer motivieren und habe Spaß. Außerdem konnte ich beim Rehasport Mitglieder für eine Wanderung aquirieren. Da steht bald die dritte an.
Bin ich nicht unterwegs, vertreibe ich mir die Zeit mit Logikspielen. Ubongo, IQ-Circuit, Schaben jagen, Dr. Grips Logikpuzzle. (Welche auch mein kaputtes Gedächtnis trainieren)
Dann hat sich mit der Zeit meine Erkrankung herum gesprochen und es haben sich Personen bei mir gemeldet mit denen ich seit 20 Jahren den Kontakt verloren hatte. Da treffe ich mich jetzt mit vielen wieder regelmäßig.
Mittlerweile kann ich über Langeweile nicht klagen.

Alles Gute dir!

Liebe Grüße
Julian

Oliver Beck

Hallo Christian,

bei mir ist es am besten mit Sport / Bewegung, aber nur im Bereich, das man danach nicht „ausgelaugt“ ist.

Und natürlich alles was das Gehirn trainiert.

Gruß Oli

Mego13

Lieber Oli,

Ich kann Dich von der Sportsehnsucht her verstehen. Einen Utramarathon bin ich leider nie gelaufen, nur einen halben Ultra, auch sehr gerne Treppenläufe. Mit meinem Mann auch gerne Hochgebirgstouren an einem Tag, die auf zwei ausgelegt waren.
Du könntest Dir mal Deine Pulsuhr schnappen und mit dem Puls für Fatiguepatienten gehen (nicht joggen!), den Du folgend errechnest: (220 - Lebebsalter) × 0,6. Das ist Dein Zielpuls, den Du zunächst nicht übersteigen solltest.
Rehakrafttraining ist neben der Chemo wichtig. Denn jede Chemo knabbert extrem die Muskeln an.
Ich habe für mich in den vergangenen Monaten das Bogenschießem entdeckt. Manchmal kann ich es trotz Fatigue ausüben.

Jede Art von Balancetraining ist für neurologische Patienten essentiell. Nach meiner ersten Chemo hatte ich es mit viel Balance- und Krafttraining zurück auf Skier geschafft. Wobei ich sagen muss, dass ich schon als kleines Mädchen Ski fahren gelernt habe und im Studium beim Skilehrertraining war. Also eine gewisse "Sicherheit auf Skiern" hatte.

Ansonsten werde ich das Laufen, wie Du, für immer furchtbar vermissen. Ich wünsche Dir, dass Du auf Dauer dorthin zurückkehren kannst.

Alles Liebe
Mego

banda

Ich bin 36 im September 23 Diagnose bekommen habe das Reisen für mich entdeckt viel geflogen kam in den USA auf da 30km Laufstrecke möchte demnächst mal Bogenschießen ausprobieren das klingt auch spannend für mich aber bin auch ganz normal Vollzeit arbeiten das begrenzt ein bisschen die Freizeit aber man hat was zu tun

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