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Thema: Glioblastom

Glioblastom
Kjell[a]
08.11.2000 22:29:57
Am 2.September wurde ein sehr großer Tumor bei meiner Mutter(55) diagnostiziert.Sie wurde nach Berlin-Buch verlegt um dort behandelt zu werden.Am 13.September wurde der Tumor entfernt.14 Tage nach der Operation bekam meine Mutter hohes Fieber.Mit Antibiotika ging das Fieber nicht weg.Sie bekam insgesamt 3 verschiedene Antibiotika.Keines davon schlug an.Eine zweite OP wurde durchgeführt.Die Schädelöffnung von der ersten OP war zwischen Haut und Knochen total vereitert.Der Knochendeckel wurde entfernt.Dieser sollte später durch eine Plastik ersetzt werden.Die Tumorhöle wurde nochmals gesäubert und eine Drenage gelegt.Das Antibiotika wurde direkt in die Tumorhöle geleitet.Dann bekam meine Mutter eine Hirnentzündung.Etwa eine Woche nach der OP ging es Ihr besser.Dann wurde Sie in eine Hautklinik verlegt weil Sie die ganzen Antibiotika nicht vertragen hatte.Nach Abheilung der Haut und der Kopfwunde sollte mit der Bestrahlung angefangen werden.Am 28.Oktober wurde mein Vater benachrichtigt,meine Mutter werde am 28.10.00 entlassen.Die Bestrahlung würde vielleicht am 6.Dezember beginnen.Jetzt ist Sie zu Hause und es geht ihr immer schlechter.Sie ist innerhalb von 2 Monaten zu einem Pflegefall geworden.Sie ist völlig desorientiert.Das Kurzzeitgedächtnis hat sich völlig verabschiedet und sie hat keine Emotionen mehr.Sie verweigert die Medikamente.
Im Krankenhaus Buch sagte man uns,wir sollten doch einen schönen Heimplatz für meine Mutter aussuchen.
Gibt es in Berlin oder Umgebung jemanden der uns helfen kann ? Wir sind für jeden Tip dankbar.
Vielleicht gibt es ja in Berlin einen Spezialisten der uns weiterhelfen könnte.
Kjell Bank
Kjell[a]
Bastian[a]
11.11.2000 09:52:07
Hi Kjell,
ich hoffe, deiner Mutter geht es wieder besser.
Bei meinem Vater, 50 Jahre alt, wurde Ende Mai diesen Jahres ein Glioblastom festgestellt.
Nach 2 Operationen sagte man ihm ähnliches, "... er solle sich noch ein paar schöne Tage machen
und man könne nichts mehr für ihn tun..." .
Das stimmt nicht! Viele Ärzte sagen das, weil diese Krankheit statistisch gesehen nicht heilbar ist.
Es gibt aber im Rahmen von klinischen Studien immer Möglichkeiten, etwaige Therapien durchzuführen,
um das Tumorwachstum zu dämpfen bzw. evtl. Tumorrückbildung zu erreichen.
Wichtig ist mehrere Ärzte zu konsultieren und aus einer Vilezahl von Studien/ Therapien eine für deine Mutter geeignete
zu finden.
Ich kann dir derzeit leider noch keine Ärzte empfehlen, da ich selber noch auf der Suche bin.
Tip: Informationen findest du im Internet, vor allem an den Universitäten. Desweiteren empfehle ich dir das Buch: "Diagnose und Therapie primärer Hirntumore: Leitfaden für Patienten und deren Angehörige", 2000.
Ein weiteres interessantes Buch ist das von Fr. Dr. Michaelis: " Ich habe nur das eine Leben"

Ich hoffe, ich konnte dir ein wenig weiterhelfen.
Den Kopf nicht hängen lassen, positiv denken und Hoffnung haben.

Ciao, Bastian.
Bastian[a]
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