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Thema: Glioblastom/Zyste

Glioblastom/Zyste
Birgit[a]
30.09.2000 20:49:34
Wie viele andere suche auch ich eine Therapiemöglichkeit für meinen Mann, nach Meinung seiner Ärzte kommt eine zweite Chemotherapie nicht in Betracht, eine weitere Bestrahlung ist auch eher unwahrscheinlich, man müsse halt abwarten. Ich weiß nicht ob ich diesen Aussagen Glauben schenken soll.
Hier nun erstmal die Krankengeschichte meines Mannes in Kurzfassung:
Mein Mann (41) wurde in den Jahren 1989 und 1994 operiert (Astrozytom WHO G III). 1995 erfolgte eine Bestrahlung (54 Gy). Im April 2000 leidete er an einer Halbseitenlähmung durch neues Tumorwachstum und Ödem, im Mai OP (Diagnose-> Gewebeverschlechterung WHO G IV), danach wurde mit der Chemotherapie mit Temodal begonnen. Die Lähmung konnte durch die OP beseitigt werden. Seit August ist er nun wieder gelähmt. CT und MRT ergaben - Tumorwachstum - Zyste - Ödem. Da der Tumor um mehr als 50% vergrößert war wurde die Chemotherapie abgebrochen. Eine OP aufgrund der Zyste (besteht aus mehreren Kammern) wurde durchgeführt, die Lähmung ist nicht zurückgegangen.
Birgit[a]
Marco Wolf
01.10.2000 11:23:28
Liebe Birgit, nachfolgend einige Fragen zu dem Fall Deines Mannes:
Warum kommt eine andere (Chemo)Therapie nicht in Betracht (Blutwerte?, Allgemeinbefinden?)? Auf was wollen die behandelnden Ärzte warten (Tumorprogression?)? Und was dann? Ich glaube, die Primärbehandlung des Glioblastoms mit Temodal war ein (Kunst)Fehler. Warum hat man nicht standardmässig mit BCNU therapiert? Führt man keine klinischen Studien an Euerer Klinik durch (Thalidomid?, Gentherapie?, etc.)? Eine zweite Meinung von anderen Spezialisten würde bestimmt nichts schaden!
Mit freundlichen Grüssen
Marco Wolf
Marco Wolf
Birgit[a]
01.10.2000 11:40:36
Vielen Dank für deine Antwort Marco. Uns wurde eigentlicht nichts genau erklärt, auch nicht warum eine 2. Chemo nicht gemacht wird. Die Blutwerte meines Mannes sind soweit in Ordnung, allerdings sind die Leberwerte sehr schlecht.
Ich habe schon oft gefragt was nun weiter vorgenommen wird und das ich Angst habe kostbare Zeit zu verlieren. Mir wurde jeweils mitgeteilt, daß erst nach Beratung aller Neurochirogen der Klinik eine weitere Vorgehensweise entschieden wird.
Uns wurden immer nur "Informations-Brocken" hingeworfen. Alles was ich über die Krankheit, den Verlauf und die schlechten Prognosen weiß, mußte ich mir anlesen.
Ob in der Klinik andere Studien durchgeführt werden weiß ich natürlich auch nicht.
Eine Zweite Meinung werde ich mit Sicherheit noch einholen. Ich weiß nur nicht so recht von wem? Hast jemand eine Idee?
Birgit[a]
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