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Thema: Haarausfall

Haarausfall
rafaela7
08.04.2021 11:13:56
hallo zusammen,
vor 4.Monaten wurde ich an einem Meningeom WHO1 Kleinhirnbrücken-
winkel operiert. Nun habe ich seit dieser Zeit extremen Haarausfall.
Nehme seit Wochen nun schon Vit.B Komplex Tbl. ein , aber irgendwie
wirds nicht besser.
wem geht es so ähnlich .
Lg
rafaela7
Efeu
08.04.2021 12:25:38
Liebe rafaela,

da kann ich hier" rufen.

Ja, bis zur Bestrahlung, die gut 4 Monate nach der OP begann, war von meiner vollen Haarpracht wirklich nicht mehr sooooo viel übrig.

Bei mir gab es aber auch einige Komplikationen und ich hab durchgehend Medikamente genommen, darauf schob ich es dann.

Naja, während der Bestrahlung fielen mir dann die verbleibenden Haare so in Scharen aus, dass ich mich mal für die Erfahrungs-Variante "2-mm-Glatze" entschieden hab. Damit konnt ich die lädierte Haut auch besser pflegen....

Es hat gedauert, aber irgendwann sind die Haare wieder voll nachgewachsen, heute habe ich einen dicken Zopf.

Gib deinem Körper Zeit, deine OP ist noch nicht lange her. Der Körper braucht lange, sich von allem zu heilen, erholen, wieder aufzubauen, regenerieren.

Vielleicht ist der Haarverlust genau diese Aussage: Ich bin noch nicht fit, ich brauche Erholen.....

LG
Efeu
Efeu
Huhn
08.04.2021 14:27:57
ja auch Haare verloren von den medis ohne chemo die kommt noch, und die ersten 2mm Haarbuechel fallen mir von der ersten Woche Radiation aus. Verzeihung mein Gehirn schafft es nicht dauernd in 2 Sprachen zu funktionieren und die 3. einiegermassen aufnehmen zu koennen.
Huhn
Mego13
08.04.2021 15:32:25
Liebe Rafaela,

bekommst Du denn eigentlich eine Bestrahlung, dann liegt das Risiko bei 80 - 90 %, dass man Haare verliert.
Ich hatte tatsächlich zu 40 Prozent Halbglatze auf der rechten Seite. Irgendwann sah es aus wie ein Undercut. Bestrahlung war Okt / Nov. 2019. Dann konnte ich letzten Sommer schon mit lockerer Häkelmütze raus. Jetzt passen die längsten nachgewachsrnen Haare schon in den normalen Resthaarzopf.

Falls es nicht an der Bestrahlung liegt:
Lass mal den B12 - Spiegel testen, selbst wenn Du substituierst.

Wie steht es um Ferritin (Langzeiteisenspeicher) und freies Eisen. Selbst ein großer Teil der gesunden Bevölkerung hat einen Eisenmangel und da ist auch bei Mischköstlern so.

Selen und Zink sind auch wichtig für Haut, Haar, Nägel. Du kannst beides durch 2 - 3 Paranüsse ergänzen.

Wie steht es um Deine Schilddrüsenwerte? Dabei ist es ganz wichtig nicht nur den TSH-Wert bestimmen zu lassen. Da der völlig in Ordnung sein kann, obwohl T3 und T4 schon schlecht sind. Das kann zu heftigem Haarausfall führen.

Ich habe durch die Behandlung eine Hypophyseninsuffizienz, die sich in der Praxis negativ auf Schilddrüse und Nebennieren auswirkt. EIne typische Folge kann Haarauafall sein.

Wie geht es Deinen Stresshormonen: Cortisol, HGH, Prolaktin?

Ich nahm und nehme für die Kopfhaut einen HAUCH Haaröl, was man möglichst nicht auswaschen sollte. Also nur 1 bis 2 Tropfen, die man auf die prekären Stellen tupft. Ich nutze am liebsten welches von der Firma khadi, weil Amla enthalten und das Produkt biozertifiziert ist.

Also, mehr fällt mir gerade nicht ein.

LG
Mego
Mego13
rafaela7
08.04.2021 18:24:53
hallo Ihr lieben,
danke für die durchaus wertvollen Tipps, werde beim nächsten Blutbild
mal alles checken lassen.
Bekomme keine Chemo und ich denke es könnte auch mit dem
ganzen psychischen Stress durch diese OP zusammenhängen und da werde ich deinen Tipp (v.Mego) mit Cortisol ,HGH... mal aufgreifen.
LG Rafaela
rafaela7
Heidi58
08.04.2021 19:27:14
Liebe Rafaela,
Auch ich kann hier mitreden. Mein Tumor wurde im September 2020 entfernt. Nach ca 6 bis 7 Wochen begann der Haarausfall. Am Anfang wenig. Habe mich kaum getraut zu kämmen, dann recht heftig, hatte Haarbüschel nach Haare waschen in den Händen. Ich war entsetzt und traurig. Im Prinzip habe ich nicht an Mittelchen für Haarwuchs geglaubt, dennoch wollte ich es versuchen. Habe mir also ein spezielles Shampoo gekauft und zusätzlich noch sogenannte Haarvitamine bestellt. Ob dies mir nun geholfen hat, oder auch nicht, aber meine Haare wachsen und die große Narbe am Hinterkopf ist nicht mehr zu sehen. Auch ich denke, dass die Medikamente, Narkose Intel und auch der Stress hierfür der Grund sein könnte.
Alles Gute für dich.
LG Heidi
Heidi58
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