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Thema: Ich gehe komplett den alternativen Weg

Ich gehe komplett den alternativen Weg
mhoefy
28.04.2021 16:11:45Neu
Hallo, ich möchte mich nicht auf ein Verfahren mit Chemo und Bestrahlung einlassen und gehe den komplett Alternativen weg. Mit Vitamin B17 und mit Medzinischem Cannabis. Dazu jeden Tag meditieren mindestens 1 Stunde. Und Atmenübungen mit kraftvollen und sehr tiefen Atemzügen. Hat hierzu auch jemand Erfahrungen? Da die Diagnose für mich leider ansonsten wirklich schlecht aussieht, kommt für mich der andere Weg nicht infrage!
mhoefy
Toffifee
28.04.2021 17:40:58Neu
Lieber mhoefy,

das finde ich mutig alternative Wege zu beschreiten und ich wünsche Dir gutes Gelingen.
Du fragst ob hierzu jemand Erfahrung hat. Gibt es eigentlich schon Pioniere die diesen Weg erfolgreich beschritten haben? Das dürfte für manche auch eine Überlegung wert sein / Fragen aufwerfen.
Auch mit der klassischen / herkömmlichen Methode behandelte gibt es einige Langzeitüberlebende.

Alles, alles Gute
Willi
Toffifee
Swissuser05
28.04.2021 17:52:11Neu
Lieber Mhoefy

Schau Dir doch mal den Film „Surviving Terminal Cancer“ an. Kann man bei Youtube sehen. Es ist die Geschichte von Ben Williams, der seit 25 Jahren mit einem Glioblastom lebt. Er hat OP und Chemo gemacht und später mit einem Cocktail an Medikamenten und Nahrungsergänzungsmitteln ergänzt. Diese metabolische Behandlung mit repurposed drugs und NEMS wird in letzter Zeit mehr erforscht und ist vielversprechend. Vielleicht auch etwas für Dich. Persönlich glaube ich, dass man die besten Chancen hat, wenn man sich sehr gesund ernährt (ohne Zucker und keine industriell verarbeiteten Produkte), sich viel bewegt, genug schläft, Stress reduziert und mit einem Cocktail an repurposed drugs und NEMS ergänzt. Es gibt inzwischen sehr gute Bücher zum Thema. Dir alles Gute!
Swissuser05
Mirli
28.04.2021 18:19:00Neu
Hallo mhoefy,
von deiner Alternative möchte ich dir dringend abraten.

Wenn ich das richtig verstanden habe, gibt es ein "Vitamin B17" gar nicht. Es handelt sich um Aprikosenkerne die enthalten Amygdalin. Im Körper setzt es Blausäure frei, was zu Vergiftungen führen kann.
Das BfR als auch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte warnen vor dem Konsum des angeblichen Heilmittels, zumal keine positiven Wirkungen der Kerne bekannt sind. Die Deutsche Krebsgesellschaft weist darauf hin, dass in einer klinischen Studie zu Amygdalin bei Patienten sehr hohe Blausäurespiegel bis hin zur tödlichen Dosis beobachtet worden sind. Zudem verstärkt Vitamin C die Giftwirkung des Amygdalins.

Medizinisches Cannabis ist hilfreich aber heilt keine Glioblastome! Das wäre ja zu schön um wahr zu sein. Und was zu schön ist um wahr zu sein, ist nicht wahr!
Atemübungen sind oft nützlich. Noch besser, durch körperliche Ertüchtigung einmal am Tag seinen Puls kurz nach oben zu treiben, schützt prompt vor Panikattacken (bei mir zumindest).
Denke auch an Frau und Kind und greife zur reellen Chance der evidenzbasierten Medizin. Mir hat die Strahlen/Chemotherapie sehr geholfen und sogar aus der anvisierten Zeit von einem Jahr jetzt schon sechs Jahre Lebenszeit gebracht. Natürlich war das kein leichter Weg.
Es gibt keine "Wundervitamine".
Die Studienlage ist doch eindeutig: Verzichten Krebspatienten auf etablierte und wissenschaftlich fundierte Behandlungsverfahren wie Operationen, Chemotherapie oder Bestrahlung, steigt das Risiko zu sterben deutlich an.
Das wird dir jeder Arzt bestätigen.
Gruß Mirli

Nachtrag:
BfR = Bundesinstitut für Risikobewertung
Mirli
GMT
29.04.2021 09:36:13Neu
Hallo @mhoefy

Der Weg, den Du gehst, ist heutzutage sehr mutig - aus meiner persönlichen Sicht & der Erfahrung besonders beim Glioblastom mit der Schulmedizin - halte ich es so gar für absolut gesunden Menschenverstand.
Leider ist eben auch die Toleranz auf "wissenschaftlicher Ebene' nicht besonders ausgeprägt & es wird gerne solch ein mutiger Weg verteufelt, obwohl die Fakten & Datenlage bei dieser Erkrankung eindeutig zeigt, dass die Schulmedizin wenig Erfolge vorweisen kann.
Dazu gehört auch die Tatsache, dass weniger als 10% der Betroffenen beim Weg der Schulmedizin die 5 -Jahre schafft & das sehr oft mit erheblichen Beeinträchtigungen, die durch die Therapien erst hervorgerufen werden.

Die Ursachen der Erkrankung sind nicht bekannt, die Untersuchungen & Therapien beziehen sich auf die Symptome & nehmen die Schäden, die dadurch entstehen & auch nicht unerheblich sind, in Kauf.

So gesehen kannst du wenig falsch machen mit deinem Ansatz. Vorteilhaft wäre natürlich wenn die Schulmedizin hier begleiten würde & akribisch protokollieren & durch umfangreiche Untersuchungen unterstützen würde.

Eine Betroffene - sie war auch hier im Forum aktiv- hat z.B. auch nach der OP NUR dieses "Vitamin B17" genommen, dazu dann später noch CBD-Öl von ihrem Neurologen verschrieben bekommen, dazu hat sie Vitamin-C-Infusionen genutzt. Sie hat mehr als 7 Jahre mit relativ wenig Einschränkungen überlebt & zumindest das von ihr selbst gesetzte Ziel - ihren Sohn bis in die Volljährigkeit begleiten zu können - erreicht.

Natürlich sind auch hier Einzelfälle nie als Allgemeingültigkeit zu betrachten.
Wer allerdings vor "B17" als Gift warnt, hat sich mit den hochgiftigen Medikamenten, die schulmedizinisch verschrieben werden, nicht auseinandergesetzt. Auch die Aussage, "evidenzbasierte Medizin" bezieht sich leider nicht auf Nachweise/Beweise, wie das Wort "Evidenz" vermuten lässt, sondern auch da wird nur mit Annahmen/Vermutungen & Modellrechnungen gearbeitet.

Ich wünsche Dir von ganzem Herzen, dass Du deinen Weg - & den muss jeder Betroffene für ich selber gehen - erfolgreich & mit so wenig Leiden wie möglich gehen kannst!
GMT
Gan64
29.04.2021 09:38:32Neu
Hallo mhoefy,

zuerst möchte ich dir schreiben, dass ich deine Entscheidung sehr mutig finde und dir für diesen Weg von Herzen alles nur Gute wünsche.

Eigene Erfahrung kann ich nicht beisteuern.
Aber ich habe mich intensiv mit dem Thema Chemotherapie beschäftigt. Hintergrund dafür ist meine ehrenamtliche Tätigkeit in einem Hospiz, wo ich von dem ganz überwiegenden Teil der Betroffenen höre, dass sie eine Chemo niemals nochmal machen würden, da die Lebensqualität derart runterginge, dass man sich an der dadurch gewonnenen Lebenszeit nicht hätte erfreuen können.
Nun ist es natürlich so, dass im Hospiz ja nicht die Patienten sind, bei denen die Chemo gut geholfen hätte, also, das muss man dabei schon bedenken.

Zu deinem Weg möchte ich dir das Buch "Paradigmenwandel: Das neue Verständnis von Krebs nach 100 Jahren Forschung" empfehlen.
Ich habe für mich die Quintessenz daraus gezogen, dass man auf eine absolut 100% zuckerfreie Ernährung gehen muss, wenn man denn den alternativen Weg wählt.
Zuckerfrei, ohne Ausnahme, bei allem darauf achten, keine Toleranz.

Wie gesagt, ich wünsche dir alles nur Gute und würde mich freuen, weiter von dir zu lesen.
Gan64
mhoefy
29.04.2021 09:45:06Neu
Hallo Gan64, Ja ich habe den Zucker durch Xylit ersetzt und benutze ihn ach da nur sehr sehr vorsichtig. Wurde mir geraten, da dies ein Zucker wäre den ich benutzen dürfte. (Immer noch vorsichtig) Ich bin ja noch sehr neu im Geschäft. Diagnose war am 24.03.2021 Also muss ich mich an alles rantasten. Und natürlich werde ich alles machen, was ich kann und keine Chemo oder Bestrahlung ist.
mhoefy
mhoefy
29.04.2021 09:48:47Neu
Hallo GMT, ja solche Nachrichten, sind für mich auch sehr wichtig. Weil ich mir sicher bin, daß ich den anderen Weg nicht gehen kann. Ich bin mir allerdings auch sicher, daß meine Selbstheilung sehr viel bewegen kann, wenn ich meine Hausaufgaben gut gemacht habe. Ernährung umstellen; Bewegen; Und natürlich Meditieren.
Ich danke Dir dafür!! Sehr!!
mhoefy
GMT
29.04.2021 10:19:53Neu
@mhoefy

Auch bei deinem alternativen Weg solltest Du eventuell wenn die Möglichkeit für dich besteht - Werte von Vitaminen & Mineralien im Körper ermitteln lassen. Leider muss man das selber bezahlen, ist allerdings nicht so exorbitant teuer. Da kann man dann auch in Begleitung der Schulmedizin besprechen, ob & wie man da ausgleichen kann, möglichst mit natürlichen Lebensmitteln. Vielleicht nicht nur auf den Zucker konzentrieren. Auch 'Selbstheilungskräfte' brauchen ja eine Grundlage (ein Fundament), auf das sie aufbauen können.

Ich weiß nicht ob es hier möglich ist, würde mich aber sehr freuen wenn du von Zeit zu Zeit hier schreiben könntest, wie Du deinen Weg gehst & welche Erfahrungen du damit machst. positiv wie negativ....
GMT
EU16
29.04.2021 15:04:36Neu
Hallo mhoefy,
dein Ehrgeiz, Mut und Wille ist so viel Wert.
Selbstheilung wird absolut unterschätzt in unserer westlichen Medizin.
Auch wenn es bei dieser bitteren Diagnose nicht um Heilung geht, so sollte man seinen Lebensinhalt doch noch so gut es eben geht selbst bestimmen und gestalten. Der eigene Wille und die eigene Meinung sollten immer respektiert werden und es ist so wichtig, dass man Ärzte hat, die diesen Weg mittragen.
Ich habe erst gestern in einem Arztgespräch schmerzlich erlebt, wie entmündigend mit einem umgegangen wird, wenn man das Standardprogramm ablehnt. Aus Trotz wird einem alles andere „Alternative“ oder Komplementäre verwehrt. Auch nach medizinischem Cannabis habe ich gefragt und keine Unterstützung oder überhaupt Aussicht darauf bekommen.

Darf ich fragen, wie es der Arzt bei dir verordnet hat, war das schwierig zu rechtfertigen bspw. bei der Krankenkasse?

Alles alles Gute!
Ellen
EU16
dielila
29.04.2021 19:46:57Neu
Hey mhoefy,

ich wünsche dir viel Kraft und Glück für deinen Weg.

Bei mir wurde im Januar 2012 (mit 21) ein Gehirntumor diagnostiziert - die OP erfolgte eine Woche später. Es stellte sich raus, dass es um ein WHO II Tumor handelte.

Der Tumor lag direkt am Sprachzentrum, deshalb habe ich ein Jahr gebraucht, wieder normal Sprechen zu können.
Durch dieses Trauma und die einher gehende Enttäuschung habe ich mich damals gegen eine Chemo & Bestrahlung entschieden.

Alles Gute!
Lila
dielila
buttkeis
01.05.2021 20:27:40Neu
Anstatt B17 lieber:
Vitamin D 2000 bis 500ie
Vitamin K 200
Berberine 500mg bis 1500mg
Thc öl ab 65 bis 80% indica
Wenn CBD dann immer 2 Std zuvor
Melatonin 60mg
Synergie mit Curcumin und Weihrauch

Wenn Chemo nicht in Frage kommt:
Mebendazole
Fenbendazole
Albendazole


Meditation:
Simonton
DiSpenza

Viel visualisieren
buttkeis
Blubbblubb
02.05.2021 00:05:19Neu
Finde ich toll, dass du diesen Weg gehst.
Wir haben auch das Immunsystem gestärkt mit Ernährung, Meditation etc- kein Wachstum.
Mit Chemo angefangen und der Tumor fing an zu wachsen.

Nie mehr aggressive Methoden der Schulmedizin!
Blubbblubb
Lichtgeist2
02.05.2021 19:01:26Neu
Hey mhoefy,
ich finde es auch toll, dass du diesen Weg gehst.
Ich sehe es wie GMT. Die Schulmedizin hat bei dieser Diagnose so wenig zu bieten, dass man überhaupt nichts zu verlieren hat wenn man ein andern weg geht. Im Gegenteil.
Es gibt ein dokumentierten Fall zu der Behandlung mit B17 und CBD Öl. Eine Frau mit Eierstockkrebs mit Metastasen erlebte eine volle remission mit diesen beiden Wirkstoffen. Vielleicht kennst du den Fall. Ich schicke dir den Link falls nicht.
Hast du schon Kolloidalem Silber überlegt? Da gibt es auch inzwischen ein dokumentieren Fall. Ein Mann hatte Krebs im Kopf und Hals mit metastasen in der Lunge und konnte durch kollodialem Silber heilen.
Natürlich sind es Einzelbereichte, aber sie geben Mut?
Alles gut für dich. Ich würde mir auch freuen ab und zu von Dir zu hören. Vielleicht kannst du ab und zu in diesem Thread schreiben?
Liebe Grüße Lichtgeist
Lichtgeist2
Prof. Mursch
02.05.2021 21:55:46Neu
"Ich sehe es wie GMT. Die Schulmedizin hat bei dieser Diagnose so wenig zu bieten, dass man überhaupt nichts zu verlieren hat wenn man ein andern weg geht. Im Gegenteil."

Sachlich nicht richtig.
Die Schulmedizin bietet durch solide Studien belegte Lebensverlängerung.
Keine Heilung.
Sie sind eigeladen, zu beweisen, das ein eigener Weg Vorteile bietet und Sie länger leben.

Prof. Dr. med. Kay Mursch
Neurochirurg
Zentralklinik Bad Berka
Prof. Mursch
GMT
03.05.2021 07:47:19Neu
Bei allem Respekt, es gibt eben keine "soliden Studien", die "belegbare Lebensverlängerungen" vorweisen! Vor allem signifikante Lebensverlängerungen bei gleichzeitiger Verbesserung/Beibehaltung von Lebensqualität!
Es gibt eine Inflation von "Studien", die sich teilweise widersprechen, die einseitig sind & vor allem bekannt werden bevor sie allseitig & umfassend untersucht wurden.

Es gibt nicht mal saubere Statistiken - so zumindest meine jahrelange Suche danach - die man verwenden könnte um saubere Ergebnisse zu sehen. Besonders die Sterbefallstatistiken werden seit Jahren - trotz Meldepflicht- nicht sauber geführt oder gar veröffentlicht.
Gerade beim Glioblastom hat sich seit Jahren nicht viel verändert.
Die Prognose liegt seit zig Jahren nach wie vor bei 12 - 15 Monaten für über 90 % der Betroffenen.

Leider ist die Schulmedizin gar nicht bereit, alternative Wege mit einzubeziehen / zu begleiten um tatsächlich "Beweise/Nachweise" für bessere Chancen zu betrachten/ zu untersuchen oder gar um gemeinsam neue Wege zu finden.

"Die relativen 5-Jahres-Überlebensraten für bösartige ZNS-Tumoren liegen insgesamt für Männer bei 20% und für Frauen bei 23%,
wobei Glioblastome des Gehirns mit Werten unter 10% deutlich schlechtere Prognosen aufweisen."
https://www.krebsdaten.de/Krebs/DE/Content/Publikationen/Krebs_in_Deutschland/kid_2017/kid_2017_c70_c72_zns.pdf?__blob=publicationFile
GMT
Swissuser05
03.05.2021 08:04:42Neu
Ich sehe es wie GMT: Wer sich mit 12-15 Monaten zufrieden geben will, der soll sich auf die Standardtherapie beschränken. Wer länger leben will, muss Zusätzliches tun. Und zwar gut informiert. Zum Glück gibt es inzwischen tolle Bücher und Blogs, wo man sich sehr gut informieren kann.
Swissuser05
GMT
03.05.2021 08:14:43Neu
@ swissuser05

Ich gehe nicht nur davon aus, dass man bei der Prognose von 12 - 15 Monaten "mehr tun kann/sollte" - sondern wenn es schon so wenig Hoffnung bei dieser Erkrankung gibt - wenigstens die "Lebensqualität" nicht noch durch die Standardtherapie derart beschädigt wird, dass von dieser Zeit gar nichts mehr übrig bleibt.
Es ist eben nicht nur : "etwas Übelkeit", was die Therapien ausmacht.
Wer die rasante Verschlechterung des Zustandes eines Betroffenen miterlebt hat, kommt gar nicht umhin, nach Alternativen zu suchen.....
GMT
Mego13
03.05.2021 08:56:58Neu
Liebe Lichgeist,

mich würde interessieren, wie Du zu den Dosierungen des kolliadalen Silbers kommst.
Bei längerer Einnahme und zu hoher Einnahne verursacht es Agyrie, daneben aber möglicherweise auch Nierenschädigungen und epileptische Anfälle.
Theoretisch bräuchte man dann einen Arzt, der regelmäßig die Nierenfunktion und -werte überwacht.

LG
Mego
Mego13
Blubbblubb
03.05.2021 09:03:02Neu
Danke GMT.
Die Schulmedizin preist ihre Lebensverlängerung an, aber auf Kosten der Gesundheit des Patienten.
Ich kann das nicht ernst nehmen.
Blubbblubb
GMT
03.05.2021 10:57:34Neu
Liebe @Mego13

Zitat: "Theoretisch bräuchte man dann einen Arzt, der regelmäßig die Nierenfunktion und -werte überwacht."

Zu dem "kolliadalen Silber" kann ich selber nichts sagen - weiß aber aus deinen Behandlungsberichten, dass bei den schulmedizinischen Therapien ja auch inzwischen Schäden vorhanden sind, die Du vorher nicht hattest.
Du hast sehr großes Glück mit deinen Ärzten - zumindest was Du bisher berichtet hast - dass immer untersucht & gefunden wurde.
Leider kann ich das von "normalen" onkologischen Behandlungen nicht behaupten. Da werden max. die 4-5 Blutwerte abgefragt & der Betroffene ist sonst generell auf sich allein gestellt & muss um Untersuchungen fast betteln & alles, was über 0815 hinausgeht, selber bezahlen.

Verstehe mich bitte nicht falsch - die Schulmedizin hat ihre Berechtigung & ist vielfach hilfreich aber eben auch nicht über jeden Zweifel erhaben.
Man kann gerade beim Glioblastom nicht mehr Schaden anrichten wenn man jenseits der Schulmedizin versucht etwas zu tun.... Ob es nur ein Mittel ist oder mehrere - die Ergebnisse können nicht schlimmer sein....
GMT
Mego13
03.05.2021 11:31:26Neu
Liebe GMT,

mir ging es nicht um das Thema Schulmedizin vs. Alternativtherapie. Sondern tatsächlich rein um das kolliadale Silber, das ähnlich wirken soll wie eine Chemotherapie, allerdings auch in den Nebenwirkungen. Und Nierenversagen zu bekommen, schlägt immens auf die Lebensqualität. Das weiß ich leider durch einen guten Bekannten.
Wenn zudem kollodiales Silber epileptische Anfälle auslöst, ist das bei Hirntumorpatienten nicht ganz so harmlos. Ist aber vielleicht nur meine Sichtweise, weil ich bei meinem 1. Grand Mals von meinem Mann wiederbelebt werden musste und bei meinem 3. "nur" die Atemmuskulatur kurz aussetzte.

Ja, ich habe sehr großes Glück mit meinen Ärzten: Neurochirurginnen, Neurologe, Hausarzt, Endokrinologin und Psychoonkologin. Auch menschlich ganz toll. Mit ihnen kann ich mich auch tatsächlich über Nahrungsergänzungen und komplementäre Methode unterhalten.

Aber nein, auch ich habe nicht immer Glück. Mein Onkologenteam war derartig schlecht, dass ich fast im Koma gelandet bin, wenn mein Mann nicht da gewesen wäre. Daher kann ich übrigens auch nicht sagen, ob die Schäden durch die Therapien kommen oder durch das Fehlverhalten der beiden Onkologen.

Ansonsten bin ich sehr an allen Therapiemöglichkeiten interessiert und bin bei beiden Wegen erstmal völlig offen.

LG
Mego
Mego13
GMT
03.05.2021 11:54:38Neu
Liebe Mego13,

Es sollte generell nicht um Schulmedizin GEGEN Alternative Medizin gehen sondern es sollte im Idealfall IMMER NUR um die bestmögliche Behandlung für die Betroffenen gehen. Doch leider ist das wohl ein zeitgenössisches Grundproblem ;o))

Bei den Standardtherapien nimmt man die vielen - teilweise auch gefährlichen- Nebenwirkungen gerne in Kauf & es wird dann argumentiert, dass "wirksame" Medikationen Nebenwirkungen auslösen müssten - angeblich würde damit die Wirkung bewiesen - so die Schulmedizin heutzutage. Das ist z.B. ein aus meiner Sicht merkwürdiges "Argument" - beim Glioblastom ist das ziemlich irreführend wenn man sieht, dass die "Wirkung" zu über 90 % nicht vorhanden ist.
Traurig ist zudem, dass eben alternative Varianten sofort mit der "ist nicht bewiesen" - OHNE das zu untersuchen/ermitteln - aus dem "Rennen" geworfen werden.
Wissenschaft sollte immer offen geführt werden- auch bei den Nebenwirkungen kommt man gar nicht dran vorbei, Vergleiche (die sicher immer mehr o. weniger hinken) zu betrachten.
GMT
Mego13
03.05.2021 12:18:43Neu
Liebe GMT,

ja, es wäre schön, wenn es eine bestmögliche Behandlung geben würde, mit Unterstützung von Angehörigen und Betroffenen. Und nicht, dass man je schlechter der eigene Zustand ist, desto engagierter man sein muss. Angefangen bei der eigenen Recherche bis hin zu (immensen) finanziellen Belastungen.

LG
Mego
Mego13
Mirli
03.05.2021 12:53:55Neu
@GMT
Vieles, was du schreibst ist mir verständlich und manches sicher auch richtig. Aber kann es sein, dass ein Erkrankter zur Selbsttherapie neuerdings greifen sollte um bessere? Chancen zu haben. Wer will denn belegen, dass ein Glioblastompatient mit irgendwelchen Alternativ-/Zusatztherapien erfolgreicher dran ist?

Wie viel länger ist denn dann seine Überlebenszeit mit zusätzlicher alternativen bzw. komplementären Unterstützungen? "Lohnt" sich das überhaupt, sich mit Therapien zu quälen oder wäre der Betroffene nicht besser dran, sein momentanes Leben ausreichend zu genießen, Lebensquälität zu erhalten und weiter nichts zu machen?

Wissenschaft, sagt der Name, schafft Wissen. Ich könnte mir vorstellen, dass in Zukunft, gerade Glioblastome betreffend, nur eine Schutz-Impfung (schon im Kindesalter- analog HPV-Impfung) überhaupt einen wirklichen effektiven Nutzen bringt. Mir fehlt in der Medizin oft der innovative Ansatz. Exorbitant viel Geld wird zur Planetenforschung verschleudert, obwohl das Universum noch nicht mal einen Mittelpunkt hat ;-)

In meinem Fall war die schulmedizinische Behandlung (trotz ungünstiger allgemeiner Prognose) aber die entscheidend hilfreiche Therapie. Ich habe im Gegensatz zu Mego keine krankhaften Nachwirkungen (nehme keinerlei Medikamente ein), obwohl ich eine ganz harte systemische Chemotherapie mit notwendiger Bluttransfusion und später eine Sepsis hatte. Ich war tatsächlich lange Zeit ein Zombie, aber zurückgeblieben sind nur taube Zehen, vermutlich durch Vincristin. Damit kann ich leben. Alle anderen Schäden hatte ich bereits vor bzw. nach OP.
Gruß Mirli
Mirli
Mirli
03.05.2021 12:55:57Neu
Liebe Mego,

Silberkolloid soll antibakteriell wirken und wurde zu medizinischen und hygienischen Zwecken benutzt vor tausenden Jahren. "Jetzt" wiederentdeckt von Heilpraktikern als "Heilmittel" für alles Mögliche.
Ich habe mal gelesen, dass man von der Einnahme des Silberwassers abrät, da Hautverfärbungen entstehen können, es überhaupt noch nicht erforscht ist und als Wundermittel durch Heilpraktiker angepriesen wird. Vor vielen Jahren war Silberkolloid schon mal in aller Munde. Also in meinem zumindest zur Mundspülung. Hat mir aber bei meinem damaligen Problem auch nicht geholfen. Zurzeit wird es von "Spinnern" zur Coronabekämpfung beworben.
Gruß Mirli
Mirli
Mego13
03.05.2021 13:32:33Neu
Liebe Mirli,

als Creme für Wunden oder Mundspülung kenne ich es auch. Da habe ich es auch schon genommen. So wurde es auch bereits im alten Ägypten verwendet. Da teils auch gegen Warzen. Im Mittelalter wurden es dann auch vermehrt getrunken, wenn man es sich leisten konnte. Genauso wie Quecksilber auch. Wenn man es in zu hoher Dosierung und länger als 1,5 Monate trinkt, kann es halt zu Nierenschädigungen führen.

Aber spannend, dass es auch zur Coronabekämpfung empfohlen wird.

LG
Mego
Mego13
mhoefy
03.05.2021 14:27:48Neu
@Mirli, wenn irgend was davon mich quälen würde, dann würde ich das nicht machen. Ich habe mein Leben in dem Bewußtsein umgestellt, daß es mir ein besseres Leben ermöglich wird, egal wie lange. Für mich passt das alles zusammen und sollte auch nur zusammen erfahren werden. Ich hatte vor der Diagnose nur die Kraft und die Energie nicht das so schon umzusetzen. Ich sehe das alles als große Change mein Leben neu zu erschaffen!!
mhoefy
Mirli
03.05.2021 16:46:47Neu
@mhoefy,
ich will dir auch nix ausreden, sondern wollte nur meine Ansicht dazu mitteilen.
Ich habe so ein Motto: "Was man nicht bespricht, bedenkt man nicht richtig." Nur deswegen habe ich mein Bedenken geäußert.
Wenn du deinen Weg bereits gefunden hast, von dem du fest glaubst, dass er dir Chancen eröffnet und der richtige für dich ist, dann ist das völlig in Ordnung!
Wünsche dir wirklich viel Glück und Erfolg!
Gruß Mirli
Mirli
GMT
03.05.2021 19:46:46Neu
Liebe @Mirli,
vielen Dank für deine Anregungen.
Zitat:
"Aber kann es sein, dass ein Erkrankter zur Selbsttherapie neuerdings greifen sollte um bessere? Chancen zu haben. Wer will denn belegen, dass ein Glioblastompatient mit irgendwelchen Alternativ-/Zusatztherapien erfolgreicher dran ist?"
Eine sehr gute Frage! Eigentlich - wenn tatsächlich der Mensch im Mittelpunkt stehen würde, sollte es nicht so sein. So die Theorie, die Praxis sieht leider ganz anders aus.
Wie soll man eine "erfolgreichere Therapie belegen"? Dazu müsste man tatsächlich offen sein & wissen, dass man nicht die "Wahrheit" gefunden hat sondern nach wie vor auf der Suche ist! Denn die vorhandenen Therapien sind eindeutig NICHT erfolgreich. Wenn man die Ursache nicht kennt, ist jede Therapie ein Glücksspiel.
Bei einer Prognose von 12 - 15 Monaten & das bei rasant abnehmender Lebensqualität (wenn man das überhaupt so nennen kann) wäre es schon erfolgreich wenn der Betroffene weniger Leiden hätte.

Zitat:
"Wie viel länger ist denn dann seine Überlebenszeit mit zusätzlicher alternativen bzw. komplementären Unterstützungen? "Lohnt" sich das überhaupt, sich mit Therapien zu quälen oder wäre der Betroffene nicht besser dran, sein momentanes Leben ausreichend zu genießen, Lebensquälität zu erhalten und weiter nichts zu machen?"

Auch das ist eine gute Frage! Leider ist die Schulmedizin nicht bereit, parallel Studien zu machen/fördern, die solche Erfahrungen begleiten.
Ein Glioblastompatient kann wenig "genießen". Es kommt sicher auf die "Alternative" an. Fakt ist aber, dass ALLE Chemotherapien hochtoxisch sind & JEDES Organ im Körper angreifen. Dazu kommen dann noch die anderen Medikamente (z.B. Dexamethason)....
Nur mal als Alternativ-Beispiel: Manfred von Ardenne hatte eine mehrstufige Sauerstofftherapie entwickelt (Anfang der 70er) - mit vorhergehender Vitaminkur.
War das vielversprechend? Es wurde von Anfang an bekämpft, man war nicht bereit, da zu unterstützen - weder national noch international...obwohl erste eigene Studien 2/3 der Teilnehmer geholfen hatte....
Selbst bei Vitaminkuren sollte man ärztliche Beratung/Aufsicht haben. Ob solche Art von alternativer Therapien Leiden verursacht, würde ich angesichts des Giftes, mit dem Körper bei der Chemotherapie überschwemmt wird, bezweifeln. Überdosierungen können ja vermieden werden aber Gift bleibt Gift.
Ob es heilen könnte, weiß man leider auch hier nicht.....aber zusehen zu müssen, wie ein Organ nach dem anderen seine "Arbeit einstellt" & der Körper damit zu kämpfen hat, ist hart aber für den Betroffenen umso schlimmer.

Zitat:
"Wissenschaft, sagt der Name, schafft Wissen. Ich könnte mir vorstellen, dass in Zukunft, gerade Glioblastome betreffend, nur eine Schutz-Impfung (schon im Kindesalter- analog HPV-Impfung) überhaupt einen wirklichen effektiven Nutzen bringt. Mir fehlt in der Medizin oft der innovative Ansatz. Exorbitant viel Geld wird zur Planetenforschung verschleudert, obwohl das Universum noch nicht mal einen Mittelpunkt hat ;-)"
Hm...Wissenschaft sollte Wissen schaffen! Dazu muss sie aber offen sein & darf nicht zur Esoterik verkommen & mit "Geheimwissen" oder -unwissen strahlen.
Um Impfungen nutzen zu können & wollen, muss erst einmal die Ursache für die Entstehung der Erkrankung bekannt sein.
Die Natur ist das Genie überhaupt! Der Mensch ist ein kleiner Teil von ihr. Das Immunsystem ist die genialste Erfindung der Natur überhaupt. Ob wir Menschen tatsächlich die Natur überlisten können/sollten, wage ich eher zu bezweifeln. Es gibt sicher eine Lösung in der Natur - so wie es seit mrd. von Jahren war, wird es weiter so bleiben.....Der Mensch sollte sich danach richten & eventuell wird man dann auch etwas zur Lösung finden oder die Lösung liegt eventuell im Leben der Menschen, was bei 90 % ganz sicher weit weg von natürlich & gesund ist. Dass es irgendwann "zur Rechnung" kommt bei dem, was unsere Körper tagtäglich mitmachen & aushalten, ist es kein Wunder.
Was die Mittel angeht, die für "alles was die Welt nicht braucht" ausgegeben werden, bin ich absolut bei dir!

Sollte deine Gesundung tatsächlich mit der Chemo zu tun haben, freut es mich für Dich & auch wenn Du tatsächlich keine weiteren Schäden davon getragen hast. Das können leider nur die aller wenigsten von sich behaupten.
Einige, die ich kenne, die zumindest einige Jahre den Krebs "besiegt" hatten, haben alle noch zusätzliche Mittel - meist natürlichen "Ursprungs" zu sich genommen.....so, dass mir keiner sagen konnte, es wäre die Chemotherapie gewesen.....Fast durchweg haben mir alle gesagt, dass sie das nie wieder tun würden....
GMT
Prof. Mursch
03.05.2021 20:55:29Neu
wenn Sie alle so meinen.....


Prof. Dr. med. Kay Mursch
Neurochirurg
Zentralklinik Bad Berka
Prof. Mursch
Diff
04.05.2021 08:37:07Neu
Sehr geehrter Herr Prof. Mursch
"Sie sind eingeladen, zu beweisen, das ein eigener Weg Vorteile bietet und Sie länger leben."
Das ist nicht sachlich, wenn ein einziger diesen Weg geht und länger lebt, was heisst es dann? Einzelfall,...

Dank der Schulmedizin, Forschung, wurde unser Sohn von einem agressiven Krebs (APL) geheilt. Ich kann nicht gegen die Schulmedizin sein. Ich verstehe, dass man bei einer Krebsdiagnose von einer Lebenserwartung von ca. 2 Jahren, sich Gedanken macht welchen Weg will ich gehen. Ich habe gesehen und lese hier im Forum, welche Nebenwirkungen Bestrahlung und Chemo haben können. Es ist wünschenswert, dass Schul- und Komplementäre-Medizin mehr zusammen arbeiten. Für mich hat beides seine Berechtigung.

@mhoefy Dein Zitat im Profil "Ich bin sehr klar und sehr optimistisch, das in den Griff zu bekommen", finde ich super und wie Du schreibst schaust Du auch auf die Ernährung. Da gibt es halt auch sehr viele verschiedene Therorien. Gibt es bei Dir keine Mediziner die auch komplementär ausgerichtet sind? Ich wünsche Dir viel Erfolg und für Deine Familie Sonnenschein.
Diff
Berberine
04.05.2021 08:41:56Neu
Lieber mhoefy

Ich kann Dich verstehen. Mein Mann hat die ersten Monate - wo wir die Standardtherapie hatten - als furchtbar empfunden. Die Bestrahlung war eine grosse Belastung und Temodal hat er überhaupt nicht vertragen. Die Bestrahlung hat auch gewisse Schäden hinterlassen. Wir haben für uns entschieden, keine Bestrahlung mehr zu machen. Chemo würden wir - falls es nötig sein sollte - in reduzierter Menge nehmen. Wir hoffen aber, dass dies gar nicht erst nötig werden wird und machen mit unserem COC Cocktail und den NEMS weiter. Wir wünsche Dir von Herzen alles Gute!
Berberine
Dresdner
04.05.2021 10:28:32Neu
-
Dresdner
Logossos
04.05.2021 10:35:38Neu
@Dresdner
methyliert; warum kein CCNU (CeTeG) ?
Logossos
Dresdner
04.05.2021 10:57:40Neu
@Lagossos:
Ich möchte hier nicht über „warum nicht COC, warum nicht dies, warum nicht das“ diskutieren, ist mir meine LebensZeit zu schade. Ich bin kein Arzt.
Meine Onkologin hat in der Behandlungspause nichts gegen ein kleines Bier zur Bratwurst, Rotwein zu Spagghetti/Steak oder ein Glas Weißwein zum Spargelgericht, noch mehr Gift muss sicher nicht sein ;).
Dresdner
Mirli
04.05.2021 11:00:16Neu
@Dresdner
deiner an @mhoefy gerichteten Aussage:

"Also ich würde jederzeit wieder dieses schulmedizinische Verfahren an mir durchführen lassen. Meditieren mit tiefen Atemzügen kann man immer noch im Wartezimmer vorm Bestrahlungsgerät ;). Und was am wichtigsten ist, den Humor nicht verlieren - auch wenn einen die Wahrscheinlichkeitsrechnung und im Internet veröffentlichte Statistiken ab und zu "anspringen", das kann man nicht verhindern."

schließe ich mich ganz und gar an!

Ich vertraue grundsätzlich auf die "Schulmedizin" die nach wissenschaftlich anerkannten Methoden arbeitet. Allerdings kann ich auch die Hoffnungslosigkeit derjenigen verstehen, die sich unverstanden und von "allen guten Geister" verlassen fühlen. Es gibt auch in unserem Gesundheitswesen viel Kritikwürdiges.
Gruß Mirli
Mirli
Mirli
04.05.2021 11:07:30Neu
@Prof. Mursch,

manchmal verstehe ich gar nicht, was Sie schreiben und vor allem, wem Sie es schreiben.

Zitat: "wenn Sie alle so meinen....."
Mirli
Dresdner
04.05.2021 11:08:38Neu
-
Dresdner
Mirli
04.05.2021 12:01:25Neu
@GMT
Danke für deine Antwort.
Zitat:
"Sollte deine Gesundung tatsächlich mit der Chemo zu tun haben, freut es mich für Dich & auch wenn Du tatsächlich keine weiteren Schäden davon getragen hast. Das können leider nur die aller wenigsten von sich behaupten.
Einige, die ich kenne, die zumindest einige Jahre den Krebs "besiegt" hatten, haben alle noch zusätzliche Mittel - meist natürlichen "Ursprungs" zu sich genommen.....so, dass mir keiner sagen konnte, es wäre die Chemotherapie gewesen.....Fast durchweg haben mir alle gesagt, dass sie das nie wieder tun würden...."

Ich versichere dir, dass es "tatsächlich" so war. Allerdings hatte ich eine andere Chemotherapie als viele andere Betroffene hier.

Meine Chemotherapie ist nicht standardmäßig, sondern individuell, auf meinen Tumor zugeschnitten, erfolgt. (Oktober 2015 - März 2016)
Es war eine systemische intravenöse Chemotherapie per Port mit Verabreichung mehrerer Zytostatika gleichzeitig (bei mir vier Z) die in zwei Zyklen in jeweils vier Blöcken (immer eine Woche im KH) stattfand.

Parallel zum zweiten Zyklus verlief die Strahlentherapie mit 30x1,8 Gray. Davor ergab das MRT, dass die Chemo schon angeschlagen hatte. Die letzte
Chemo-Woche empfand ich als die härteste. Während der ganzen acht Chemo-Blöcke, mit zwischenliegenden Pausen von etwa zwei Wochen, habe ich einige zusätzliche Mittel einnehmen/anwenden müssen, wie
Anti-Übelkeitsmittel oder Schmerzmittel für die Mundschleimhaut. Ich hatte sehr schlechte Blutwerte und eine Sepsis.

NEM oder sonstige Wundermittelchen habe ich weder vorher noch während noch danach genommen. Auch keine Ernährungsumstellung. Das Einzige, was mich wirklich interessierte, war 1.) die Notfallpille für mein Ende und 2.) medizinisches Cannabis für danach. Beides fand bisher noch keine Anwendung.

An meinem Körper war nicht ein einziges Haar mehr und meine physische Kraft war dahin. Die Hornhaut an den Fingerkuppen löste sich von selbst und meine Zehen wurden taub.

Meine Psyche war nur einmal am Boden, da hätte ich am liebsten geschrien, deswegen, weil ich achtmal das Krankenhaus-Check-in durchlaufen musste. Bleibende Chemo-Schäden habe ich nicht, außer vielleicht eine Spätfolge, weil ich eindreiviertel Jahr später eine mächtige Gürtelrose an Schulter, Hals, Gesicht bekam - ausgerechnet zu Weihnachten. (vermutlich schwache Immunabwehr)
Gruß Mirli

PS: Ich habe kein Glioblastom, sondern ein strahleninduziertes Sarkom, einen malignen Nervenscheidentumor mit Rest im Felsenbein.
Mirli
Mirli
04.05.2021 16:40:11Neu
Da sich @Dresdner hier abgemeldet und gelöscht hat (ich vermute aus welchen Gründen), lösche ich hier auch meine Antwort an ihn.
Mirli
GMT
04.05.2021 19:20:48Neu
Liebe @ Mirli,

vielen Dank für deine Antwort. Mit dieser Art Tumor& seinen Ursachen habe ich mich bisher gar nicht beschäftigt. Es bleibt dabei, dass ich es dir natürlich von ganzem Herzen gönne & mich für ich freue.
Beim Glioblastom ist der Ausgangspunkt eventuell ein ganz anderer & evt. die Prognose zu deiner Art Tumor auch.
Deshalb finde ich einen alternativen Weg eine mindestens genau so große Chance für den Betroffenen. Die Daten & Fakten des schulmedizinischen Weges haben sich seit zig Jahren nicht verbessert für die Betroffenen & da kann ein andere Weg nicht schlechter sein. Wobei die OP - so sie möglich ist - trotzdem dazu gehören.
GMT
Lissie38
04.05.2021 19:33:14Neu
Wie kann man nur so naiv sein :( traurig nur traurig
Lissie38
GMT
04.05.2021 20:09:55Neu
@ Dresdner

Welche positive Wirkung sollte man nicht erleben dürfen?
Die Standard-Behandlung erhöht eben nicht nachweislich das Gesamtüberleben oder die rezidivfreie Zeit - zumindest gibt es bisher keine Nachweise dafür.
Die Nebenwirkungen sind allerdings so gravierend, dass der Betroffene weitere "Baustellen" erheblichen Ausmaßes hat . So zumindest der Normalverlauf.
Natürlich gibt es Unterschiede bei jedem betroffenen, Alter, Vorerkrankungen, Verlauf der OP, Resttumoranteile usw.

3 Monate länger hier zu bleiben - jeder Tag wäre schön, den der Betroffene länger bei seinen Lieben sein kann....Wer als Angehöriger dabei war, wird leider bezeugen können, dass gerade die letzten Monate für den Betroffenen zur Qual werden - vor allem wenn er bei vollem Bewußtsein erleben muss, wie die Organe nacheinander ihre Aufgabe "einstellen", wenn er bei vollem Bewußtsein erlebt, wie er von Tag zu Tag zu einer hilflosen Person wird & er überhaupt nichts dagegen tun kann.

Es gibt immer zwei Seiten einer Medaille & man wünscht sich natürlich die schönere.....
GMT
Mirli
05.05.2021 18:43:26Neu
Liebe @GMT,
auch wenn deine Antwort an @Dresdner gerichtet war möchte ich dir gerne antworten.
Ich erinnere mich, dass du deinen Mann damals, der an diesem Mistding erkrankte, verloren hast und verstehe deine Ansicht und Intention gut.
Deswegen siehst du vermutlich die Schulmedizin pessimistisch. Es gibt aber doch auch einige Glioblastom-Betroffen, denen die Standardtherapie nützte, sogar ihr Leben verlängernd rettete.

Zitat: "Die Standard-Behandlung erhöht eben nicht nachweislich das Gesamtüberleben oder die rezidivfreie Zeit - zumindest gibt es bisher keine Nachweise dafür."

Doch, du hast selbst geschrieben, dass 90% prognostizierte 12-15 Monate haben. Andernfalls hieße das, man braucht sowieso gar nichts mehr machen (schulmedizinisch). Dass diese Monate viel zu wenig sind, ja klar. Es reicht gerade noch, um seine Dinge zu regeln. 90% sind aber nicht 100%, da bleiben noch 10% die von der "Norm" abweichen und länger leben. Auch hier im Forum lese ich von Langzeitüberlebenden (wirklich nur durch Eigeninitiative?).

Es ist also nicht so, dass die Medaille immer zwei Seiten hat. Nein, sie hat drei Seiten - Avers, Revers und den umlaufenden Rand. Alles im Leben hat drei Seiten. Nicht nur Anfang und Ende, es gibt auch ein Dazwischen.

Ja, und ich stimme dir zu, dass sich die Schulmedizin mit Alternativen/Komplementären anfreunden muss. Leben ist das höchste Gut, nicht Konsum! Und es muss unaufhörlich geforscht werden!
Sie sollten das Feld nicht obskuren Heilern, Scharlatanen überlassen, die oft gar keine medizinische Bildung geschweige denn Ausbildung haben. Sonst weiß man bald nicht mehr, was man noch glauben darf, in dieser total verrückten, entarteten Welt. Und der Mensch muss zu einer natürlicheren Lebensweise zurückkehren! Aber da müsste sich erstmal das gesamte Gesellschaftssystem ändern. Und, und, und.
Gruß Mirli
Mirli
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