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Thema: Keilbeinflügelmeningiom 2017 und jetzt 2019 Prolaktinom?

Keilbeinflügelmeningiom 2017 und jetzt 2019 Prolaktinom?
AlmostHeaven
12.06.2019 21:58:42Neu
Hallo liebes Forum!

Im Dez. 2017 wurde ich erfolgreich an einer Raumforderung im Bereich des re.
Keilbeinflügels mit Verbindung zum Processus clinoideus operiert.

Es verblieb ein Tumorrest im Sinus cavernosus re.

Regelmäßige MRT-Verlaufskontrollen in der Neurologischen Ambulanz erfolgten, eine Oculomotorispares rechts war spätestens August 2018 rückläufig, keine Doppelbilder mehr, keine Visusbeeinträchtigungen.

Seit Dezember 2018 beginnender Exophthalmus rechts, zunehmende Visusverschlechterung re. und teilweise Doppelbilder.

Im April 2019 wieder übliches MRT und MRT Augenhintergrund. Keine Besonderheiten, lt. Befund alles gut, der noch leichte Exophthalmus kann radiologisch nicht erklärt werden.

Aufgrund Zustandsverschlechtung re. Auge (größer werdender Exophthalmus re. , Zunahme Doppelbilder, weiterer Visusminderung) zzgl. anderer noch hinzukommend beeinträchtigender Symptome und zahlreich ratlosen Ärzten ohne Budget Anfang Juni 2019 einen zeitnahnen Termin beim Endokrinologen ergattert.

14 Röhrchen Blut und Urinstatus.

Befund: Hyperprolaktinämie

Therapie: MRT zum Ausschluss Prolaktinom Hypophyse

Lt. Endokrinologier "könnte es sich aber auch eine Enthemmung Hyperprolaktinämie nach Meningiom OP mit Restmeningiom handeln".

Da ich ja nun Anfang April 2019 grad beim MRT war, ergeht die Frage, ob auf den Bildern ein Mikro-oder Makroadenom/Prolakton bereits hätte gesehen werden müssen? Oder kann die Ursache der Hyperprolaktinämie auch vom Restmengiom im Sinus cavernos herrühren? (Sinus cavernosus-Syndrom)

Schilddrüse, Niere usw. alles endokrinologisch geprüft und i.O.

Das wäre ja Wahnsinn, wenn sich innerhalb von 2 Monaten ein neuer Tumor an der Hypophyse gebildet hätte!!

Hat hier jemand Erfahrungen dazu?

LG sendet Almostheaven
AlmostHeaven
Prof. Mursch
12.06.2019 22:10:50Neu
Da gibt es einige Möglichkeiten. Man kann das im Internet nicht beurteilen.
Man braucht Bilder, Werte, Symptome etc.
Wichtig ist, zu wissen, dass ein echtes Prolactinom den Wert nicht nur auf das 3 fache erhöht, sondern meist viel höher.


Prof. Dr. med. Kay Mursch
Neurochirurg
Zentralklinik Bad Berka
Prof. Mursch
AlmostHeaven
12.06.2019 22:30:03Neu
Vielen Dank für die Antwort.

Die MRT-Bilder vom April 2019 wurden vom Radiologen und von der neurochirurgischen Hochschulambulanz begutachtet. Es war (auch mit dem Restmeningiom) alles unauffällig.

Kann sich da tatsächlich jetzt innerhalb von 2 Monaten ein Prolaktinom gebildet haben?

Mein Prolaktinwert beträgt 55,54 ng/ml
AlmostHeaven
milka135
15.06.2019 01:56:45Neu
Hallo AlmostHeaven,
ein Prolaktinwert von 55,54ng/ml wäre selbst für ein Mikroprolaktinom viel zuniedrig.

Erhöhte Prolaktinwerte können auch von Medikamente kommen. Nehme auch Beipackzettel und Medikamentenplan im Rahmen der Abklärung immer mit zum Arzt.
Es soll auch Antibabypillen mit Antidrogenerwirkung schon zur Prolaktinerhöhung geführt haben. Gut ich persönlich haben immer höhere Prolaktinwerte und mehr Milch wenn ich keine Pille nahm. Soll aber lt. Ärzte unlogisch sein.

Ich persönl. habe die Enthemmungshyperprolaktinämie.

Liebe Grüße,
Milka
milka135
AlmostHeaven
15.06.2019 07:36:59Neu
Hallo liebe Milka, ja ich weiß mit den Medikamenten Bescheid.

Habe seit dem 16.05. von der Gynäkologie eine Hormonersatztherapie mit Östrogen und Progesteron verschrieben bekommen, die der Gyn jetzt erst einmal abgesetzt hat. ....

Östrogen kann den Prolaktinwert z.B.auch erhöhen und gelesen habe ich ebenso, dass alle entarteten Körperzellen Progesteronrezeptoren besitzen, die das Wachstum der entarteten Zellen sogar anregen. ....

Andere Medikamente nehme ich nicht.

Unter Zufuhr der Hormone seit Mai 2019 hat sich mein re. Auge verschlimmert.

Ohne Zufuhr war mein re. Auge seit Dezember 2018 zwar auch schon auffällig, aber eben nicht so extrem wie nach der Hormonersatztherapie ab Mai 2019.

Möglicherweise hat die Hormontherapie ab Mai 2019 mit dem Restmeningiom am Sinus cavernosum getriggert und ich habe derzeit deshalb die Beschwerden? Der Endokrinologe hat in seinem Befund auch eine Enthemmungsprolaktinämie vermutet…..

Ich warte auf einen MRT-Termin in der Klinik, wo ich auch immer zur Nachsorge wegen der Menongiom-OP war. Dort weiß man Bescheid, aber da ich kein Notfall bin, hat man mich wieder weggeschickt…

Zuletzt war ich ja mit den aktuellen MRT-Bildern vom. April 2019 dort. Da war mit dem Restmeningiom ja auch noch alles i.O., nicht gewachsen usw. und ich brauchte eigentlich erst in 2 Jahren wieder zur Kontrolle.

Da ich aber in den Wechseljahren bin und die Hormone brauche, muss etwas passieren, denn bei mir ist inzwischen eine Androgenisierung eingetreten und das re. Auge bereitet eben auch immer größere Probleme.

Das jetzt neurologisch und gynäkologisch erst einmal nix passiert, sind ganz schlimme Zustände für mich.

Auf welcher Basis findet bei dir die Enthemmung statt?

LG sendet AlmostHeaven
AlmostHeaven
milka135
16.06.2019 00:58:39Neu
Hallo AlmostHeaven,
naja, ganz einfach ist es bei mir auch nicht. Ich bin ein Wasserkopf (Zustand nach Neugeborenhirnhautentzündung u. Hirnblutung) u. Hypophysenstiel ist verdickt (evl. Narbengewebe). Aber ich habe auch ein hormoninaktives Makrohypophysenadenom.

Warum musst du im Rahmen deiner Wechseljahre Hormone nehmen? Bist du evl. zujung für die Wechseljahre?

Deine Prolaktinerhöhung könnte von den Östrogen kommen.

Wenn du solche Hormonbeschwerden hast - warst du da schon mal zur Knochendichtemessung? Wurde dein Vit.-D-Spiegel bestimmt?

Könnte dich deine Endokrinologin zum Neurologen überweisen. So könnte zumind. abgeklärt werden. Ob in Sachen neurol. Beschwerden bei dir wirklich eine Dringlichkeit oder ggf. Weiterabklärung besteht.

Liebe Grüße
Milka
milka135
AlmostHeaven
16.06.2019 08:03:47Neu
Liebe Milka,

in neurologischer Behandlung bin ich schon seit meiner Meningiom-OP im Dezember 2017.

Da es mir ja seit Februar schon schlecht geht, bin ich bereits von Arzt zu Arzt gerannt.
Ganz extrem beklage ich Schlaflosigkeit, Akne, Kollagenabbau, Haarausfall und die Probleme mit meinem rechten Auge.

Der Internist im März hat die Schilddrüsenwerte überprüft und für mehr Untersuchungen fehlte ihm das Budget, wie er sagte. Schilddrüse ist alles iO.

Der Hautarzt im März/April meinte, ich hätte eine Rosazea und hat mir Salben verschrieben, die meinen Hautzustand und den Kollagenabbau extrem verschlimmerten. 4 x war ich da und dann hieß es, ich soll mir kosmetische Salbe kaufen.

Der Augenarzt - bei dem ich regelmäßig in Behandlung bin - hat mir gegen den Exophthalmus Augentropfen gegen trockene Augen empfohlen, gleichzeitig aber auch eine Überweisung Augenhintergrund MRT ausgestellt.

Da die Nachkontrolle MRT Meningiom im April sowieso wieder fällig war, konnte der Augenhintergrund im April gleich mitgemacht werden. Der Befund war unauffällig, die Ursache für den Exophthalmus ungeklärt. Mit diesem Befund bin ich im April in die Klinik wo ich operiert wurde und es hieß, ich brauch erst in 2 Jahren wieder kommen.

Da sich meine Symptome (Auge, Akne, Haarausfall, Schlafprobleme) allesamt verschlimmerten, bin ich Mitte Mai zum Gyn. Der hat nach Symptombeschreibung gemeint, es seien Wechseljahresbeschwerden und verschrieb mir Hormone (ohne den Hormonstatus zu bestimmen). Ich bin 50 Jahre alt.

Unter der Hormontherapie ging es mir nicht besser - ja sogar fast schlechter - aber der Gyn meinte, die Hormontherapie muss erst anschlagen und das kann bis zu 3 Monate dauern.

Anfang Juni dann zum Endokrinologen. Dort dann nach 14 Röhrchen Blutentnahme und Urinstatus der Befund Hyperprolaktinämie . Wiedervorstellung mit aktuellem MRT-Bild mit anschl. Blutkontrolle zur weiteren Therapie.

Da sich vor allem mein re. Auge und meine bereits seit Februar vorhandenen Beschwerden immer mehr verschlimmerten und neue hinzugetreten sind, hat die Internistin eine Krankenhausverordnung ausgestellt. Zuvor hat sie sich erst einmal aufgeregt, dass das der Endokrinologe nicht macht, da sie genug Akutpatienten hat… .

Mit der Verordnung bin ich sofoert zur Rettungsstelle in die Klinik, wo ich 2017 operiert wurde. Vorstellung Internist und Neuro mit dem enokrinologischem Befund.
Es hieß, kein Notfall und kein Anlass für ein MRT.
Wurde nach Hause geschickt.
Die Patientenbetreuung würde mich aber für ein zeitnahes MRT demnächst anrufen, versprach man mir (ausserhalb der Klinik habe ich die zeitigsten Termine erst Anfang September bekommen).

Nächsten Tag also wieder zum Gyn und der hat dann die Hormontherapie abgesetzt. Blutentnahme Hormonstatus VD Androgenisierung.

Jetzt warte ich also in meinem AZ auf diesen Hormon- Befund und gleichzeitig auf den MRT-Termin.

Liebe Milka, gehst du zur Bestrahlung bei deinem hormoninaktivem Makrohypophysenadenom? Nimmst du Medikamente?

LG AlmostHeaven
AlmostHeaven
milka135
16.06.2019 15:22:12Neu
Hallo AlmostHeaven,
ganz ehrlich also wenn du mit 50 Lj. in die Wechseljahre gefallen bist/währst und das Wechseljahrebeschwerden wären. Würde ich an deiner Stellen bei deiner Vorerkrankung versuchen die Beschwerden anzunehmen. Ich weis auch, als eigener Erfahrung, dass äußerliche Veränderungen wzb.: Haarausfall, ungünstige Fettverteilung (trotz Normalgwicht bis Untergewicht), übermässige Körperbehaarung,... nerven können.

Denn bei der Behandlung mit Östrogene in Wechseljahren heißt es mal so, mal so in der Medizin. Lass ggf. mal deine Knochendichte (Messung) und Vit.-D-Spiegel bestimmen?

Ja, Hormontherapien brauchen 3 Monate bis sie Anschlagen, da hat deine Frauenärztin recht.

Die Einweisung hätte deine Hausärztin machen müssen. Ggf. Endokrinologin oder besser Neurologe. Ich persönlich sehe es zwar nicht so akut. Bis auf die Augenproblematik, aber wird ja auch zumind. kontrolliert. Ggf. stellste dich zwecks Zweitmeinung bei einem anderen NC vor.

So einen durchgreifend schlechten endokrinologischen Befund haste ja, nun auch nicht. Achso, Prolaktin kann auch bei Streß steigen.

Ich nehme in Sachen Hormone nur: Schilddrüsentabletten, Cabergolin (Prolaktinsenker) und Antibabypille mit Androgenerwirkung.

Lass den MRT-Termin für Sep. 2019 stehen.

Versuchs mal mit einer sojareichen Ernährung oder ggf. pflanzlichen Medikamenten wzb.: Mönschpfeffer. Aber bitte nur in Rücksprache mit der Frauenärztin und Endokrinologin. Sport kann auch gegen Wechseljahrebeschwerden helfen.

Ich habe auch Akne mit 35Lj. (trotz teilw. trockener Haut) noch und ich nehme Feuchtigkeitcreme von AOK und die Hausmarke der Dorgerie Müller (solche Pads mit Zink und Saliylsäure).

Liebe Grüße
Milka
milka135
AlmostHeaven
16.06.2019 16:15:40Neu
Liebe Milka, vielen Dank für deine Zeilen.

Die Hormontherapie (HT) habe ich für mich als letzten Strohhalm betrachtet, da mich der Haarverlust und die anderen Symptome seit Februar ja schon sehr belasten. OPC, MSM, Vitamin B-Komplex und Zink haben keine Abhilfe verschafft.
Hast recht, ich hatte kein wirklich gutes Gefühl bei der HT, da extern zugeführte Hormone Säure bilden und eine HT ja auch nicht ohne Risiken ist.

Von dem Beipackzettel und den Nebenwirkungen des mir verschriebenen transdermalen Östrogens wurde mir schon bei der Ertbenutzung Angst und Bange…. so einen großen Beipackzettel hab ich außerdem noch nie gesehen (63 cm x 34 cm)… .und nahezu alle dort beschriebeben Nebenwirkungen hatte ich auch in der Zeit, als ich das Spray nutzte….

Naja, die metabolischen Parameter aus dem Endokrinologiebefund sind auch nicht gerade prickelnd, möglicherweise hängt das alles mit der Hyperprolaktinämie zusammen….

Seidem die Gyn nun die HT abgesetzt hat, gehts mir eigentlich auch ein bisschen besser find ich. Ich warte jetzt auf den gyn. Befund der Hormonstatusbestimmung und den MRT-Termin aus der Klinik.

Ja so eine Antibabypille mit antiandrogner Wirkung bräuchte ich vielleicht auch und das Mönchspfeffer den Prolkatinspiege senkt und bei Zyklusstörungen recht hikfreich sein kann, ist mir inzwischen auch bekannt.

Warscheinlich ist bei mir in den letzten Monaten viel zusammen gekommen und ja, hatte auch unheimlichen Stress…. na mal sehen, wie es weitergeht….

LG sendet dir AlmostHeaven
AlmostHeaven
milka135
18.06.2019 00:28:50Neu
Hallo AlmostHeaven,
bloß mit 50 Lj. wird dir kein Gyn. oder Endokrinol. eine Antibabypille (Abk.: AB) verschreiben. Mit 46-48 Lj. hören die meisten Frauen mit der AB auf. Gyn. sehen die AB schon ab dem 35. Lj. (als Nichtraucherin das ganze Leben, gesunde Ernährung,...) kritisch. Wegen dem steigen Thromboserisiko.

Wären meine Indikation (zuviel männliche Hormone - aber nicht so hohe Werte, dass eine richtige risikoreiche Therapie richtig wäre) nicht, hätte mir meine Frauenärztin eine AB mit einem nied. Östrogengehalt verschrieben.

Wenn ich kein Cabergolin (Prolaktinsenker) nehme habe ich beidseits Milch aus den Brüsten. Hast du auch Milch aus den Brüsten?

Oder zumind. Spannungen in den Brüsten?

Ich könnte mir vorstellen, dass deine Endokrinologin dir eher einen Prolaktinsenker verschreibt, als eine Antibabypille mit 50 Lj.
Evl. macht deine Endokrinologin einen Prolaktinsteigerungstest. Denn Nachts kann das Prolaktin höher sein, als am Tage.

Versteh mich bitte, nicht falsch. Ich kenne dein äußeres Erscheinungsbild nicht. Aber ich weis schon aus eigener Erfahrung wie belastend die äußeren Veränderungen sein können. Ich habe sogar Brustbehaarung. Aber ich wollte dir trotzdem erklären. Warum eigentlich für die die Antibabypille fast als Therapie nicht in Frage kommt. Ich möchte also deine Lage NICHT verhamlosen.

Liebe Grüße
Milka
milka135
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