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Thema: Meningeom Zufallsbefund

Meningeom Zufallsbefund
lunetta
19.07.2019 16:39:03
Hallo!

Ich möchte mich kurz vorstellen:
Bin weiblich, 53 Jahre alt, und bei mir wurde ein Menigeom mit 1,4 cm als Zufallsbefund bei einem Schädel CT festgestellt.

Ich bin ins KH gekommen, weil ich in den letzten Monaten sehr viel an Gewicht verloren habe, unter einer permanenten Übelkeit und Brechreiz leide, keinen Appetit, Ekel vorm Essen.
Da mich das sehr mitgenommen hat, stieg auch mein Blutdruck so an, dass ich dafür Medikamente nehmen muß, die ich schlecht vertrage.

Und es hat sich in den letzten Monaten eine schlimme Angststörung entwickelt, ich hatte immer häufiger Panikattacken ging kaum mehr aus dem Haus, da ich ständig fürchte mich irgendwo übergeben zu müssen.

Insgesamt ging und geht es mir sehr schlecht, ohne speziellen Auslöser, es wurde im KH auch sonst nichts gefunden, außer hohem BD und eben diesem Menigeom.
Ich bin schon leicht deprssiv wegen der ständigen Übelkeit, ich kann ja kaum was essen, und nehme auch schon mal tageweise Tavor, um die Übelkeit erträglicher zu machen und die Angststörung ertragbar zu machen.
Normale Antiemetika wirken alle nicht!!!!

Die Diagnose bekam ich bei der Visite so, dass ich ein Menigeom hätte, das völlig ungefährlich wäre, ein reiner Zufallsbefund, sehr klein, und es würde reichen das 1x jährlich mit einer MRT Untersuchung zu kontrollieren.

Ich wurde dann noch im Zuge meines KH Aufenthalts einem Neurochirurgen vorgestellt, der meinte man kann operieren, muß aber nicht, zumindest nicht schnell, sondern dass ich mir Zeit lassen kann zu überlegen ob ich das möchte oder lieber nur Kontrollen und erst OP wenn es zu groß wird.

Es liegt im der linken oberen Schädelbereich, in Verlängerung des Ohrs, und ziemlich unter der Schädeldecke.
Lt. Neurochirurg leicht zugänglich.

Sollte es Probleme bereiten, könnte es zu epileptischen Anfällen und Sprachstörungen kommen.

Es ist teilweise verkalkt.

Die ständige Übelkeit käme angeblich NICHT von diesem Meningeom, aber lt.NC gibt es nichts was unmöglich ist.

Ich bin nun natürlich sehr verunsichert - da hat man nun ein Ding im Kopf, das da nicht hingehört, möchte das am liebsten sofort weghaben, aber möchte natürlich auch die Risiken der Op abwägen.

Ich habe riesige Angst vor OP`s da ich immer sehr stark unter Übelkeit und Erbrechen nach OP`s leide, obwohl ich das immer vorher gesagt habe und entsprechende Mittel bekam, mußte ich trotzdem tagelang schwer erbrechen und als Emetophobikerin ist das der Supergau.

Bin froh zu euch gestoßen zu sein, und würde mich über zahlreiche inputs freuen!

Bin noch ganz neu in dieser Thematik und vollkommen verwirrt, und weiß gar nicht wie ich mich nun orientieren soll....

Danke und GLG!
lunetta
fcorr
19.07.2019 18:34:16
Hallo Lunetta,

schön dich hier im Forum mit dabei zu haben! Das du Orientierungsschwierigkeiten am Anfang hast ist überhaupt kein Problem und völlig normal.

Meningeome sind meist gutartige Tumore, die von den Hirnhäuten ausgehen. Daher liegen sie meist gut erreichbar, wie in deinem Falle, direkt unter der Schädeldecke. Eine Verkalkung lässt darauf schließen, dass der Tumor langsam über einen größeren Zeitraum gewachsen ist.

Wenn die Übelkeit nicht von dem Meningeom kommt, was nunmal sehr schwierig zu sagen ist, so kann man den Tumor weiter beobachten und muss nicht operieren. Sobald es jedoch zu weiteren Symptomen kommen sollte, die dein Neurochirurg dir schon beschrieben hat, sollte man ggf.an eine Operation denken.

Ich kann mir vorstellen, das dies eine sehr schierige Entscheidung für dich ist, da du ja auch immense Probleme mit deiner Übelkeit hast. Lasse dich gut über alles von deinen behandelnden Ärzten aufklären, damit du die Risiken für dich abwägen kannst. Denn so blöd es auch ist, leztendlich musst du dich entscheiden. Eventuell sprichst du darüber mit deiner Famile etc. über dieses Thema.

Ich wünsche dir alles gute und freue mich von dir zu hören!

Felix
fcorr
der Meister
19.07.2019 19:53:09
Hallo lunetta,
schön, dass Du dieses Forum gefunden hast.
Natürlich zieht eine solche Diagnose erst einmal den Boden unter den Füssen weg. Ein Meningeom kann viele unterschiedliche Probleme auslösen, evtl. auch Übelkeit.
Wäge genau ab welche Möglichkeiten es gibt, da Dein Tumor noch relativ klein ist besteht evtl. die Möglichkeit auf eine Cyberknife Behandlung (eine Bestrahlung).
Hole Dir auf jedenfalls verschiedene Meinungen zu Deinem Befund ein.
Dir alles Gute.

Gruß Klaus
der Meister
lunetta
21.07.2019 20:09:11
Hallo ihr Lieben!

Darf ich euch bitte noch ein paar Fragen stellen?

Ich werde erst in ein paar Wochen operiert, zuerst soll ich noch ein MRT machen lassen, damit dann in der Neurochirurgie aufschlagen, danach wird OP terminisiert.

Nun zu meiner Frage:
Der Neurochirurg dem ich vorgestellt wurde, nachdem mei Meningeom bei einem Schädel CT entdeckt wurde, meinte, dass man nach der OP für mind. 24 Std. auf Intensivstation kommt.

Ich nehme einiges an Medikamenten ein, darunter Blustdruckmedikamente, aber auch ein Antidepressivum und eine Schlaftablette. Besonders letztere beide merke ich schon wenn ich sie mal vergesse - wenn ich das AD vergesse habe ich sofort nach ein paar Stunden Übelkeit und Brechreiz, ohne Schlaftablette kann ich nicht schlafen.

Auf Intensiv kommt man ja ohne seine eigenen Sachen, und die Medikamente, die man auf der Normalstation eingeteilt bekommt, was ja die sein sollten, die man zuhause auch nimmt, die kommen ja nicht mit auf Intensiv....

Was ist wenn ich so benommen bin nach der Op dass ich nicht sagen kann dass ich diese Medikamente bekommen muß?

Und ich bin stark kurzsichtig, ohne Brille sehe ich gar nichts und bin dementsprechend auch orientierungslos, erkenne ja nicht einmal Gesichter des Pflegepersonals - wie könnte ich meine Brille mit auf Intensiv bekommen?

Man wird ja mit dem Stationsbett bis zum OP gebracht und dann auf Intensiv in ein anderes Bett, oder?
Da kann ich meine Medikamente und die Brille nicht mal mit ins Bett nehmen, damit ich sie dann hätte....

Ich weiß, das klingt für euch vielleicht dumm, aber ich mache mir da voll einen Kopf drum....

Schlaftablette könnte ich mir vorstellen wird nicht notwendig sein, da man sicher schauen wird, dass ich schlafen kann, aber wegen meinem Antidepressivum mache ich mir Gedanken.

In der Früh und am Abend nehme ich noch BD Tabletten und in der Früh noch meine Schilddrüsentablette...

Schickt die Station diese Medikamente mit auf Intensiv?


Wie war das bei euch auf Intensiv - habt ihr auch Medikamente die ihr immer einnehmen müßt?

Danke euch und LG
lunetta
TumorP
21.07.2019 20:19:26
Hallo Lunetta,
das klärst Du am besten bei der Aufnahme mit dem Dr. Es dürfte normalerweise kein Problem sein DEINE Medikamente zu nehmen. Das haben wir auch so gemacht, z. B. wegen der "Epilepsie Medikamente". Da sind nicht immer dieselben verfügbar. ABER!!! ob die Schlaftablette usw. direkt vor und nach der OP genommen werden darf entscheidet der Narkosearzt.
Also bloß nicht "heimlich" nehmen.
Eben auch die Schwestern daran erinnern, das Du Deine eigenen Tabletten Nach Rücksprache mit dem Dr. nimmst. Erinnern ist wichtig und dann Deine Tabletten entsprechend für jeden Tag in das Nachtschränkchen. Wenn Du dies alles ansprichst wird der Dr. ggf. für entsprechenden ERSATZ sorgen.
Viele Grüße
TumorP
der Meister
21.07.2019 20:43:25
Hallo Lunetta,
ich kann Deine Ängste verstehen und bin der Meinung, kläre das mit dem Ärzten.
Da ich lange Zeit im Koma war, kann ich mich nur an schlechte und wirre Träume erinnern, obwohl ich kurz nach meiner ersten OP ansprechbar war (sagt meine Frau). Erst als ich wieder auf der normalen Station lag kam mein Sehvermögen allmählich wieder, bis dahin war es immer schwarz und ich wollte einen Kaffee (den ich nicht bekam).
Mein Tipp, verlass Dich auf die Ärzte.
Mir ist bewusst, dass die Zeit vor der OP am schlimmsten ist.
Dir alles Gute.

Gruß Klaus
der Meister
lunetta
21.07.2019 22:16:09
Hallo!

Danke!

Ich meinte aber, wie kämen "meine" Medis auf Intensiv mit?
Auf Normalstation kann man alles ins Nachtkästchen geben, aber wie kommen die Intensivpfleger zu meinen Medis?
Kann die ja schlecht auf die Station schicken....

Die Station ist im 5. Stock, die Intensivstation im 1. Stock...

Naja, wird sich alles klären lassen.

LG
lunetta
KaSy
21.07.2019 23:54:12
Hallo, lunetta,
bei der stationären Aufnahme fragt Dich auf der Station eine Schwester nach allem Möglichen, u.a. auch nach den Medikamenten und den Hilfsmitteln (Brille).
Genau diese Medikamente werden Dir vom Krankenhaus gestellt.
Da das evtl. nicht für jedes Medikament sofort möglich ist, nimm Deine eigenen Medikamente sicherheitshalber mit ins Krankenhaus. (Bei manchen kommt es auf die Pharmafirma an.)

Du wirst am Aufnahmetag ein Gespräch mit dem Anästhesisten und dem Operateur haben. Dafür bekommst Du Formulare zum Ausfüllen, wo Du auch die Medikamente (und die Uhrzeiten und die Dosis der Einnahme) aufführst - und die Brille. Bespricht mit diesen Ärzten alles, was die Medikamenteneinnahme betrifft!

Um ganz sicher zu gehen, bereite ein nicht zu kleines Behältnis vor, wo Dein Name groß draufsteht. Dort tust Du die Brille und die Medikamente (+Dosis und Uhrzeiten) hinein, die Du nehmen musst und darfst. Es ist möglich, dass Du länger auf der ITS bleibst, also lege mehr Medikamente als nötig hinein.
Frage den Anästhesisten, ob Du auch weitere persönliche Dinge mitnehmen kannst (Buch, Handy, Zahnbürste).
Und dränge ihn darauf, Informationen, die Dir sehr wichtig sind, besonders hervorzuheben, denn es ist möglich, dass der Arzt, der mit Dir das Vorgespräch führt, nicht derselbe ist, der bei der OP dabei ist.

(Ich hatte auf der ITS zweimal mit dringend erforderlichen Augentropfen Probleme ... Da nahm das ITS-Personal sogar Kontakt zur Station auf und die kümmerten sich.
Übrigens habe ich mir für den Schrankschlüssel ein Schlüsselband mitgenommen, allerdings wird während der OP dieser Schlüssel von den Schwester sicher aufbewahrt.)
KaSy
KaSy
lunetta
22.07.2019 10:39:41
Hallo KaSy!

Vielen Dank, das werde ich genau so machen!!!
Danke für den Tipp!

Konnte deshalb heute schon gar nicht schlafen!

GLG
lunetta
lunetta
22.07.2019 21:06:25
Hallo!

Ich hoffe ich falle euch nicht auf die Nerven mit meiner Fragerei, aber darf ich euch noch was fragen?

Ich hatte in meinem Leben schon mehrere Operationen, und obwohl ich beim Anästhesie Vorgespräch immer angegeben hatte, dass ich sehr schwer unter postoperativem Erbrechen und tagelanger Übelkeit leide, konnte das nie verhindert werden.

Wie schaut das nach der Meningeom OP aus, ist man da noch gefährdeter, da eventuell Hirnhäute allgemein gereizt, etc. ?

Ich stelle mir das furchtbar vor wenn ich vor Brechreiz geschüttelt werde und eine frische Kopf Op habe...

Man hat mir zwar immer Antiemetika gegeben, aber die waren bei mir vollkommen ohne Wirkung.

Bei der letzten Op hatte ich mir geschworen, dass ich in meinem Leben keine OP mehr machen lasse.... und jetzt MUSS ich....

Hatte sonst noch jemand in der Vorgeschichte solche Probleme, und dann bei der Kopf- OP wenig Probleme?

Sorry nochmal für die vielen Fragen! GLG
lunetta
der Meister
22.07.2019 22:15:20
man muss immer bedenken, dass jeder anders reagiert und das muss man respektieren.
der Meister
KaSy
23.07.2019 01:29:47
Liebe lunetta,
sprich den Anästhesisten wieder darauf an, vielleicht gibt es bessere Mittel.

Ansonsten ist es nach einer "frischen Kopf-OP" nicht anders als bei anderen OPs. Du stehst auch nach der Narkose noch unter Schmerzmitteln, die Dir (normalerweise) über einen Zentralen Venenkatheter (ZVK) direkt gegeben werden. Sie wirken gut und sehr schnell und Du kannst, wenn Du wach bist, darum bitten. Dadurch ist das "sich übergeben" nicht schlimmer, (also leider genauso schrecklich, wie Du es bereits kennst).

Informiere auch jeden vom Personal, der Dich betreut, über dieses Problem. Das ist eben so bei Dir. Sie sind dann vorbereitet und helfen Dir.

KaSy
KaSy
Mirli
23.07.2019 18:16:53
Hallo lunetta,
Den Kommentaren von "Meister" kann ich nur voll und ganz zustimmen!

Hast du dich über Bestrahlung informiert?
So schnell würde ich mich mit heutigem Wissen, ohne Not, nicht in eine OP stürzen. Für meine Begriffe zählst du zu den Risikopatienten, so dass ich die Aussagen der NC gut verstehen kann. Wenn ich lese: Tumor ist klein, teilweise verkalkt, Symtome haben eher andere Ursache, dabei deine Beschwerden gegenüberstelle.

Meiner (Laien)-Meinung nach ist die Idee zu warten und in einem Jahr noch ein MRT zum Vergleich zu machen ein guter Rat. Vllt. wächst es gar nicht, Stillstand, evtl. lange Zeit. Eine OP kann auch alles verschlimmbessern.

Möchte dich keinesfalls verunsichern, bin in deinem Alter, und habe beim mehrmaligen Lesen deiner Geschichte nur Eines herausgelesen: ANGST
Warum hast du dich in deiner momentanen Situation so schnell für eine OP entschieden? Sorry, vllt. habe ich auch missverstanden.

Auf der ITS gab es bei mir weder Brille noch Handy oder sonst irgendwas!
War heilfroh, dass ich nach langem Betteln etwas Wasser bekam - hatte riesigen Durst nach dem Aufwachen. Erst auf der IMC bekam ich manche Dinge wieder.

Auf Normalstation war noch mein privater Rollator verschwunden, obwohl mein Name so groß draufstand, dass ich ihn auch ohne Brille aus der Ferne hätte lesen können. Hier kann ich der Aussage von "KaSy" nicht zustimmen. Wenn man in einer Klinik liegt, sind Hilfsmittel/Heilmittel knapp und Papier ist geduldig (meine Erfahrung). Und mein Schrank hatte einen innenliegenden Container, der verschlossen und ebenso sicher, wie mein Rollator, verwahrt wurde. Man wisse ja nicht, ob ich wirklich wieder in dasselbe Zimmer kommen kann! Ich könnte einen Roman schreiben...

Mein Tip: Beauftrage eine Vertrauensperson, die dich postoperativ aufsuchen kann und dich notfalls unterstützen/regeln kann. In einer Klinik ist absolut alles möglich. Meine Erfahrung!

Alles Gute und immer beste Entscheidungen
wünscht dir Mirli


„Zur Wahrscheinlichkeit gehört auch, dass das Unwahrscheinliche eintritt.“ (Aristoteles)
Mirli
Lena333
23.07.2019 19:50:48
Hallo lunetta,

bin vollkommen der gleichen Meinung wie Mirli, d.h. auch ich würde ein als Zufallsbefund detektiertes Meningeom, das NULL Beschwerden macht, und bei dem auch keine kritischen Strukturen (Sehnerv, Hörnerv etc) in der Nähe liegen, auf keinen Fall sofort behandeln lassen, weder operativ noch durch eine Bestrahlung.

Wenn dann sogar die NC`s raten, abzuwarten, kann ich eine so "übereilte" Entscheidung zu einer OP überhaupt nicht nachvollziehen.

Sehr viele Menschen haben Meningeome, die nie Beschwerden machen und viele Menschen wissen überhaupt nicht, dass sie Meningeome haben, da nie ein MRT gemacht wird.

Darüber hinaus hast Du ja genügend andere gesundheitliche Probleme/Beschwerden, ein kausaler Zusammenhang mit dem kleinen Meningeom liegt lt. Aussage Deiner Ärzte ja nicht vor.

Zudem wird eine neurochirurg. OP bei Deinen Begleiterkrankungen (Depressionen, Angststörung etc.) - vorsichtig ausgedrückt- sicherlich nicht zu deren Besserung beitragen.

Genau wie Mirli will ich Dich natürlich nicht verunsichern, aber ich würde Dir ebenfalls dringend raten: abzuwarten und -wenn Du magst und Dich das beruhigt- schon in 6 Monaten ein Kontroll- MRT machen, um zu sehen, ob und wie schnell das Meningeom überhaupt wächst. Und selbst wenn es wächst: solange es keine Beschwerden macht bzw. solange die Ärzte Dir nicht eindeutig zu einer Behandlung raten, würde ich auf keinen Fall eine Behandlung angehen.

Und: bevor ich mich zu einer solchen OP entscheiden würde, würde ich mir noch eine Zweitmeinung einholen.

Wie auch immer Du Dich entscheidest, wünsche ich Dir alles Gute, vor allem in Bezug auf Deine anderen gesundheitlichen Beschwerden und auch hinsichtlich der Entscheidung w/ dem Meningeom.

Lena
Lena333
Sunny 457
25.07.2019 11:47:44
Hallo Lunetta,

ich schließe mich Lena und Mirli an! Wieso eine OP?

Eine Bestrahlung mit Cyberknife oder Gammaknife wäre doch in deinem Fall viel sinnvoller! Sprich dort mal vor und hole dir weitere Meinungen ein!

Bei mir hat sogar die Krankenkasse gegen eine OP gesprochen! Ich wurde am 30.04.2019 mit Cyberknife bestrahlt! Mein Mengionom war auch ein Zufallsbefund und es war/ist 2,4 x 2,8 x 1,6cm groß!

Wünsche dir alles Gute!

Liebe Grüße Sandra
Sunny 457
AlmostHeaven
26.07.2019 15:26:37
Hallo liebe Sandra, es gibt KK, die zahlen kein Cyber-oder Gammaknife. Meine zählt z.B. dazu. Es wird zwar gesagt, dass man ja die KK wechseln kann, aber mein Stil wäre es nicht, nur deshalb die KK zu wechseln, um diese als neues Mitglied gleich mit derartigen Kosten zu belasten.

Also ich will damit sagen, dass man sich erst erkundigen sollte, welches Strahlenverfahren die KK bezahlen. Die Strahlenkliniken. wissen da schon gut Bescheid.
AlmostHeaven
lunetta
29.07.2019 12:24:28
Hallo!

Habe heute meinen MRT Befund bekommen:
Hochfrontale Raumforderung mit 1,8 cm Axialausdehnung, saggital 1,8 cm und craniocaudal 1,8 cm, die breitbasig der Dura aufsitzt.
Dura hier verdickt, es zeigt sich eine geringe Raumforderung auf den angrenzenden Frontallappen.
Kein Marklagerödem.

Nun stelle ich mir natürlich ein paar Fragen.

Beim CT vor 14 Tagen wurde das Meningeom mit 1,4 cm diagnostiziert - kann es sein, dass die Größenbestimmung nur durch das CT anders ausgefallen ist, oder ist das Meningeom jetzt in 14 Tagen so gewachsen?

War das bei jemandem von euch auch so, dass CT und MRT unterschiedliche Größenbestimmungen gezeigt hatten?

Und was bedeutet Raumforderung zum angrenzenden Frontalllappen?

Welche Beschwerden bzw. Symptome macht diese Position meines Menigeoms?

Ich leide seit Monaten unter unerklärlichen Angst und Panikattacken - der Neurochirurg im KH, wo das Meningeom als Zufallsbefund gefunden wurde, meinte nur, dass das nicht damit zusammenhängen könnte....

Ich kenne mich noch zuwenig aus welche Symptome mit den jeweiligen Positionen im Gehirn zusammenhängen.... kann mir da jemand weiterhelfen?

Danke und GLG!
lunetta
Prof. Mursch
29.07.2019 14:00:53
Abmessungen im CT und MRT divergieren wirklich manchmal etwas. 4mm sind da möglich. Ein Meningeom wächst nicht so schnell.

Weitere Erklärungen sind ohne die Bilder zu sehen, kaum möglich.

Prof. Dr. med. Kay Mursch
Neurochirurg
Zentralklinik Bad Berka
Prof. Mursch
lunetta
29.07.2019 14:08:45
Herr Prof. Mursch,

Ich danke Ihnen, das beruhigt schon mal dass es Divergenzen geben kann.

Kann man hier im Forum Bilder einstellen? Ich habe nur eine CD bekommen...

GLG
lunetta
lunetta
31.07.2019 11:29:25
Hallo!

Habe nun seit 3 Tage schreckliche Kopfschmerzen, zwar nicht genau dort wo der Tumor sitzt, sondern generell einen furchtbaren Druck im Kopf und auch der Nacken tut so weh.

Mein NC meinte, dass mein Tumor keine Kopfschmerzen machen würde, aber ich kriege meine Kopfschmerzen dzt, auch nicht mit Schmerzmittel weg:(

Ibuprufen hilft mir sonst immer gut, aber seit 3 Tagen krieg ich diese Schmerzen nicht weg...

Das schürt die Angst wieder noch mehr und ich komme aus dieser Spirale gar nicht mehr raus...

Morgen ist am späten Nachmittag mein Termin beim Neurochirurgen, ich hoffe ich kann da hin, denn seit gestern liege ich nur im Bett, weil mir jede Bewegung so weh im Kopf tut - nicht auszuhalten...

Die Angst ist halt auch ein sehr schlechter Berater in solchen Krisensituationen.... mein Hausarzt hat mir Tavor verschrieben, die soll ich jetzt mal eine zeitlang nehmen, damit ich mal etwas runter und zur Ruhe komme....
Nehme die jetzt in Winzbröselmenge, merke davon aber keine Beruhigung - hab aber Angst vor schneller Abhängigkeit....

Hat von euch auch jemand nach der Diagnose und vor der OP Hilfe durch Benzos erhalten?

GLG
lunetta
Lena333
31.07.2019 14:28:50
@lunetta

Von Benzodiazepinen würde ich sowohl vor, als auch nach einer OP und überhaupt GENERELL dringend abraten, da Suchtpotential.
Tavor übrigens natürlich auch! Also: auf keinen Fall länger nehmen, da Gewöhnungs- und Suchtgefahr.

Alles, was Du hier beschreibst, bestätigt meinen o.a. Tipp, Dich NICHT sofort operieren zu lassen, aber Du scheinst ja "wild entschlossen".....


Lena
Lena333
Lena333
31.07.2019 14:45:37
@lunetta,

Wenn Du seit Monaten unter "unerklärlichen Angst- und Panikstörungen" leidest und der NC KEINEN Zshang mit dem Meningeom sieht, warum WILLST Du dann diese OP?

Welchen "Vorteil" hast Du davon?
Welchen "nicht existierenden" Beschwerden sollen durch die OP besser werden?
Welchen "Nutzen" siehst Du in der OP?

Vielleicht stellst Du DIR oder Deinen Ärzten mal diese Fragen.

Lena
Lena333
lunetta
31.07.2019 15:30:36
Hallo!

Ich bin nicht wild entschlossen, und wenn der NC morgen sagt, dass zuwarten der bessere Weg ist, dann mache ich das natürlich.

Aber er hatte beim Erstgespräch schon gemeint, dass es besser wäre, ein Meningeom zu operieren, wenn es noch kleiner wäre, und nicht erst wenn schon Raumforderungen sind.

Ich stelle mich einfach darauf ein, dass es auf eine OP hinauslaufen wird.

Und ich habe mich in der Zeit seit meiner Diagnose sehr mit dem Thema beschäftigt, und es gibt einen Zusammenhang mit Meningeomen und Angst und Panik, bzw. Wesensveränderungen, gerade in dem Bereich wo meines liegt, also mit Raumforderung Richtung Frontallappen.

Und ich habe außer den Kopfschmerzen einige Symptome, die damit zusammenhängen können, aber nicht müssen - häufige lange Kopfschmerzperioden, ich bin durch diese Angstzustände depressiv geworden, usw.

Und es ist bekannt dass Menigeome durchaus diese Symptome machen können, auch Angst und Depressionen.

Der zweite Grund warum ich eher für eine OP bin, warum sollte man warten bis das Ding weiter wächst und dann Ausfälle oder Anfälle macht, und eine OP je größer dass es ist, auch schwieriger wird?

Ich als ängstlicher Mensch komme nicht gut damit zurecht, zu wissen, dass ich so ein Ding in meinem Kopf habe, und nicht zu wissen, wie es sich weiter entwickelt.

Finde es nicht nett mir hier zu unterstellen, dass ich wegen nichts unbedingt eine OP will.
Ich werde mich selbstverständlich an den Rat des NC halten - habe hier nur meine Gedanken aufgeschrieben.

Wenn das hier nicht erwünscht ist, dann unterlasse ich das natürlich!

Jeder geht anders mit so einer Diagnose um, aber man sollte niemanden verurteilen, der damit noch mehr Angst hat, als ohnehin schon - und wie gesagt, ich hatte das vorher nie, das kam wie aus dem Nichts vor ein paar Monaten.

LG
lunetta
Lena333
31.07.2019 18:09:18
@lunetta,

Du hattest in Deinen vorherigen Beiträgen geschrieben, dass

1) kein Zshang zw. Deinen diversen Beschwerden und Deinem Meningeom bestünde und
2) sogar der NC Dir zum Zuwarten geraten hätte
und
3) Du unter Angst und Panikstörungen leiden würdest, die NICHTS mit dem Meningeom zu tun hätten.

Unter DIESEN Voraussetzungen habe ich Dir nur GERATEN, nicht so schnell eine OP anzugehen, sondern abzuwarten bzw. eine Zweitmeinung einzuholen.

Wenn Du hier im Forum um Rat bittest, dann habe ich Dir einen solchen gegeben. Dies ist ein RATSCHLAG, keine "Verurteilung", das habe ich mit keinem Wort geschrieben.

Im übrigen ist jeder Rat natürlich subjektiv, so auch meiner.

MEHR schreibe ich zu diesem Thema jetzt nicht mehr.

Ich wünsche Dir alles Gute.

Lena
Lena333
lunetta
31.07.2019 18:19:22
Hallo!

Danke für deinen Rat - ich bin für alles dankbar!

Der NC meinte dass die Übelekeit wahrscheinlich nicht vom Meningeom kommt, aber dass nichts unmöglich ist.

Natürlich überlege ich da ob es sich dann nach Entfernung bessern könnte, denn das was ich dzt. habe ist keine Lebensqualität - ich kann ja seit Monaten nichts essen und habe mehr als 30 kg abgenommen, ich bin nur mehr ein Schatten meiner selbst.
Und ganz klar dass das Angst macht - ich weiß halt nicht was wovon kommt - kommt diese Angst vom Meningeom (es ist sehr wohl möglich dass Meningeome psychische Veränderungen machen) und woher kommt die Übelkeit - organisch ist bei mir alles in Ordnung, außer meinem jetzigen Untergewicht.

Wir wollen hier doch nicht streiten, sondern uns austauschen - alles wieder gut, ok?

Du meinst es nur gut, und ich bin halt so verzweifelt, dass ich alles in Erwägung ziehe.

Danke dir aber für deine Ratschläge!

Morgen nach dem NC Termin weiß ich mehr, und werde dann berichten.

GLG
lunetta
Lena333
31.07.2019 18:30:26
@lunetta,

Deine Verzweiflung spüre ich schon seit Deinem ersten Beitrag und kann diese bis zu einem bestimmten Grad auch verstehen, denn die Beschwerden, die Du hast, sind ja wirklich schlimm und das habe ich auch nie bezweifelt.

Zweifel habe ich nur an dem Zshang zw. Deinen Beschwerden und dem Meningeom, da Du dies anfänglich so geschrieben hast.
Ich habe leider die Bedenken, dass eine OP bei solchen Angst- und Panikstörungen diese nicht noch schlimmer macht.

Dass das Meningeom die Ursache für die psychischen und organischen Beschwerden ist, glaube ich nicht, aber ich bin kein Arzt.

Frage das doch den NC morgen, das wäre ja sehr wichtig für Dich, zu wissen.

Alles Gute , egal, wie Du Dich entscheidest.

Lena
Lena333
lunetta
31.07.2019 18:54:37
Das werde ich machen!

LG
lunetta
Lissie38
31.07.2019 19:09:11
Ich hatte auch die letzten 3 Tage ganz stark Kopfschmerzen - nicht mit Ibu weg zu bekommen, nach der Arbeit am schlimmsten.. kriege die sonst auch mit Ibu weg.. Ich hab ganz selten Kopfschmerzen. Mit meinem Tumor hängt es nicht zusammen.

Seit heute ist es aber wieder weg.

Das ist das Wetter, ganze viele haben das momentan.

Ein Menigeom ist immer eine Raumforderung und es ist Quatsch es zu operieren wenn es klein ist. Unnötige Gefahr der du dich durch solch eine OP ohne Grund aussetzt. Sorry - meine ehrliche Meinung.
Lissie38
lunetta
31.07.2019 19:15:10
Na, dann hoffe ich dass es morgen besser ist - ist scheußlich weil es wirklich nicht weggeht:(

Bei uns gewittert es grade ganz stark - vielleicht hängt es wirklich mit dem Wetter zusammen, dann wird es wohl irgendwann mal aufhören.

Habe das Gefühl mein Kopf ist in einer Metallkralle:(

Ich werde morgen alles ganz genau und gut mit dem NC besprechen, und werde euch dann hier erzählen.

GLG
lunetta
Lissie38
31.07.2019 19:18:22
Warte ab.. ich hab gestern 4 Ibu und eine Paracetamol genommen..heute war es weg.

Ich kenne sowas nicht, habe wirklich nur in der Pillenpause ab und an kopfschmerzen sonst eher nicht..aber die Tage lag es am Wetter...meine Arbeitskollegen jammern fast alle über Kopfschmerzen- und die sind gesund
Lissie38
lunetta
31.07.2019 19:39:21
Danke dir, dann wird es bei mir auch so sein.

Schönen Abend noch und LG
lunetta
Lissie38
31.07.2019 19:45:36
Ich drücke dir die Daumen!
Lissie38
lunetta
01.08.2019 19:55:06
Hallo!

Hatte heute um 17.30 meinen Termin beim Neurochirurgen.

Mein Meningeom ist lt. MRT Bildern sehr gut durchbutet, und er meint deshalb wird es auch weiterwachsen.

Er empfiehlt es zu operieren, denn jetzt ist es noch sehr einfach zu operieren.

Es wird seiner Meinung nach gut wachsen, da ich dzt. in der Menopause bin, und es eben so gut durchblutet ist - es hat gut Kontrastmittel aufgenomen, das würde ein verkalktes nicht machen.

Er hält wenig davon zuzuwarten, denn es wird dann nicht einfacher es zu entfernen.

Termin wird erst im Oktober sein, da es vorher schon keine freien OP Termine mehr gibt.

LG
lunetta
Lena333
01.08.2019 20:20:01
@lunetta,

hat der NC gesagt, ob Deine psychischen und/oder organischen Beschwerden ursächlich für das Meningeom sind?

Lena
Lena333
Lena333
01.08.2019 20:24:52
@lunetta,

hat der NC Dich nach der Einnahme von Hormonpräparaten (HET ) gefragt bzw. Dich auf deren Risiken hingewiesen?

Lena
Lena333
lunetta
01.08.2019 20:27:42
Er meinte, nachdem er die MRT Bilder gesehen hat, dass die Symptome davon kommen könnten, aber nicht müssen. Er meinte alles was die Gehrinhäute reizt, kann das auslösen.

Seltenes Symptom aber möglich.

Er hat nicht nach Hormonen gefragt, aber ich nehme eh keine

LG
lunetta
Lena333
01.08.2019 20:31:37
@lunetta,

OK: Wenn Du Dich entschieden hast, dann mach die OP.

Leider ist meine Meinung unverändert, d.h. ich würde die OP auf keinen Fall so schnell angehen würde auf jeden Fall abwarten, mindestens aber eine Zweitmeinung einholen.

ABER: ich will Dich nicht weiter verunsichern. Deshalb schreib ich besser nichts mehr dazu.

Alles Gute für die OP.

Lena
Lena333
Lissie38
02.08.2019 11:31:37
Ok ist viel besser dann du machst die OP als mit einer tickenden Zeitbombe im Kopf zu leben. Da hat man dann ja auch immer Angst.

Was raus ist ist raus.

Und hol blos keine vielen Meinungen ein, danach bist du noch vewirrter und weißt gar nicht was du machen sollst, weil jeder Arzt ne andere Meinung hat.
Lissie38
lunetta
02.08.2019 17:50:39
Hallo!

Ich vertraue "meinem" Neurochirurgen.

Er hat mir das sehr genau erklärt, dass Meningeome, die Verkalkungstendenzen zeigen, eher kaum mehr wachsen und nur beobachtet werden können.

Lt. CT Befund war mein Meningeom auch teilweise verkalkt, was sich bei den MRT Bildern als vollkommen falsch herausgestellt hat, im Gegenteil, es ist sehr gut durchblutet, und er meinte, dass es ganz sicher weiterwachsen wird, da die Versorgung mit Blut so gut wäre, und dass die Entscheidung zu einer Op dann halt in einem halben Jahr oder Jahr gefällt werden sollte, und man es so aber schon hinter sich hätte.

Jetzt wäre die OP noch relativ unkompliziert, und warum sollte ich darauf warten dass es wächst und dann doch erst operiert werden muß, dann aber schon größer wäre und ich müßte jetzt aber noch damit herumlaufen, immer mit dem Gefühl im Kopf, da ist was was da nicht hingehört.

LG.
lunetta
Lissie38
02.08.2019 18:21:50
Ja mit dem Gefühl im Kopf dass da was ist dass da nicht hingehört..das muss ich ein Leben lang..das ist aber nicht schlimm und man vergisst es... Mein Tumor wird ein Leben lang bleiben da ich keine OP wollte sondern nur Bestrahlung - aber das ist völlig ok

Viele Menschen haben Meningeome und merken sie nicht bis zum Tod.

Aber wenn du die OP möchtest finde ich das völlig ok, mach das so.
Lissie38
lunetta
02.08.2019 18:54:48
Hallo!

Möchten ist vielleicht das falsche Wort, ich hätte natürlich auch lieber keine OP, aber ein Ding, das nicht berechenbar ist, das möchte ich auch nicht.

Freue mich für dich, dass dein Tumor zumindest durch die Bestrahlung Ruhe gibt!

GLG
lunetta
Lissie38
03.08.2019 09:24:36
Ich wünsche dir alles Gute für die OP.
Lissie38
lunetta
03.08.2019 09:34:30
Danke vielmals!

LG
lunetta
lunetta
04.08.2019 20:41:19
Hallo!

Mich beschäftigt noch eine Frage:
Mein NC hat gesagt, dass für die OP ein Zentralvenenkatheter gelegt werden muß.
Wir der dann schon in Narkose gelegt, oder muß ich das noch im Wachzustand erleben?

Danke und GLG
lunetta
Rehsis
04.08.2019 20:43:33
Hi lunetta,
Der wird in Narkose gelegt.
LG Iris
Rehsis
lunetta
04.08.2019 21:03:41
Ich danke dir!!! GLG
lunetta
Lissie38
05.08.2019 09:34:18
Weshalb ein ZVK? Ist mir unverständlich. Wird doch gar nicht benötigt für eine OP. Ein ZVK birgt halt auch wieder grosse Risiken, klar alles kann nix muss...trotzdem..
Lissie38
lunetta
05.08.2019 09:49:23
Hallo!

Mein NC hat mir gesagt, dass bei JEDER OP an der Neurochirurgie ein ZVK gelegt wird.

Er erklärte es mir dass im Falle von Blutungen oder anderer Komplikationen ein ZVK notwendig wäre.

LG
lunetta
Efeu
05.08.2019 11:58:06
Liebe lunetta,

lass dich nicht verunsichern. Die Ärzte wissen, was sie tun.
Falls es dir hilft: Klar hatte ich auch einen. Wurde gelegt, als ich schon geträumt habe.

Kopf hoch, du schaffst das, und nachher bist du froh, es hinter dir zu haben.

Liebe Grüsse,
Efeu
Efeu
lunetta
05.08.2019 12:40:13
Liebe Lissie38,

Ich verstehe nicht warum du bei mir immer wieder etwas schreibst, obwohl du selbst gar keine OP Erfahrung hast, sondern bestrahlt wurdest.

Wie kannst du schreiben, dass kein ZVK benötigt wird, obwohl das bei Gehirnoperationen lege artis ist?
Mein NC wird mir das ja nicht zum Spaß gesagt haben, dass JEDER bei der OP einen gelegt bekommt.

Ich selbst, wenn ich mich bei etwas nicht auskenne, frage nach oder gebe gar keinen Kommentar ab, du verunsicherst mich aber immer wieder mit deinen posts....und ich finde sie teilweise nicht sehr empathisch...

Bitte nicht böse sein, aber ich versteh nicht ganz warum du bei anderen solche Sachen postest und anscheinend gar nicht weißt, wie es bei solchen OP`s so läuft.

LG
lunetta
KaSy
05.08.2019 12:41:47
Durch den ZVK werden auch Schmerzmittel gegeben, die durch die direkte Verbindung in Herznähe sehr schnell durch den Kreislauf gepumpt werden und so sehr schnell wirken. Das ist absolut notwendig.

(Übrigens ist es sehr gut, dass jetzt viel Unangenehmes getan wird, wenn man bereits in der Narkose ist. Ich habe 1995 noch bei vollem Bewusstsein erlebt, wie der ZVK gelegt wurde, das war schmerzhaft. Auch das Legen des Blasenkatheters sowie das Rasieren der Haare fanden damals im Vorfeld statt. Das ist viel patientenfreundlicher geworden.)
KaSy
KaSy
Lissie38
05.08.2019 13:32:35
ich wurde schon so oft operiert im Leben und hatte -zum Glück- nie einen ZVK.

Einmal wollten sie einen legen aber das habe ich abgelehnt, dies ist sehr riskant. Es ging dann komischwerweise sehr gut ohne ZVK.

Und ich weiß sehr wohl wie es bei OPs läuft. Habe genügend OPs hinter mir.

Lies doch mal die Risiken bei einem ZVK - google dies mal.
Lissie38
Rehsis
05.08.2019 15:14:17
Liebe lunetta,
Mach dir keine Sorgen. Es geht ja um den Nutzen des ZVK und der überwiegt die Risiken. Ein peripherer Venenzugang kann nicht so viele Medikamente und Infusionen gleichzeitig aufnehmen, wie du brauchst. Es wird ja nicht nur Flüssigkeit gegeben, sondern auch Schmerzmittel, Antibiotika, Cortison, usw. Alles was gebraucht wird gleichzeitig über mehrere Adapter. Ein ZVK ist bei sachgemäßer Anwendung (und das ist auf der Intensivstation der Fall) das geeignetste Mittel für die optimale Versorgung und absolut sicher. Auch die anschließende Mobilisation geht damit besser.
Rehsis
lunetta
05.08.2019 16:56:15
Liessie,
ich habe nicht angezweifelt, dass du schon oft operiert wurdest, sondern dass du keine Kopf-OP hattest, und bei diesen wird IMMER ein ZVK gelegt.

Meine Anfrage ging ja auch nur darum ob er vor oder nach Narkoseeinleitung gelegt wird.

Und dass er bei dieser Art von OP Vorteile bringt, steht denke ich ohne Zweifel, allein schon zu unserer Sicherheit.

Und ich werde die Risiken nicht googeln, es ändert ja nichts daran dass ich ihn bekommen werde, das werde ich auch nicht ablehnen.

Ich hatte auch schon viele OP`s und bei keiner war ein ZVK notwendig, nun ist es eben so, und ich vertraue da dem OP-Team.

Allen anderen,
danke dass ihr mir immer so geduldig und nett antwortet!

GLG
lunetta
Xelya
05.08.2019 17:00:04
Hallo Lunetta,

das OP-Thema scheint ja geklärt, daher schreibe ich dazu nichts, ausser:

Letztlich geht es darum, das zu tun, womit DU am Besten leben kannst. Mein Mantra in solchen Fällen ist immer "Niemand muss meinen Weg verstehen, niemand kann für mich meinen Weg gehen".

Der ZVK ist bei neurochirurgischen Kopf-OPs üblich, das wurde mir vor meiner OP ebenfalls mitgeteilt und ich habe davon gar nichts mitbekommen :-)

Alles Gute für Dich!
Xelya
Xelya
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