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Dianas Egon

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Hallo ihr Lieben,

es darf sich gern jeder betroffene angesprochen fühlen, denn während der Operation war bestimmt fast jeder über einen bestimmten Zeitraum auch entsprechend am Kopf fixiert.

Mein Meningeom, ich nenne den Untermieter Egon, Grad 1, hinter dem rechten Ohr, war 4,5 cm groß und weiß der Geier wie alt, aber wohl langsam wachsend, und wurde am 26.05.26 per Zufall entdeckt, da ich wegen Wesensveränderungen sowohl Demenz als auch Alzheimer und andere Unwesen in meinem Kopf ausschließen wollte.

Am 22.06.26 wurde er entfernt, die Mietnomade flog quasi im hohen Bogen raus, direkt in die Pathologie, und ich nach 5 Tagen von der Station, laut Neurologen als „gesund und geheilt“. Ich finde ja, der eigentliche Heilungsprozess fängt da gerade mal an, und wie.

Es war eine Herausforderung, allein meine verordneten Tabletten im Dosierer einzuordnen, nur um nichts zu vergessen oder zu verwechseln bei 20 Tabletten am Tag. Zu meinem Glück unter dem wachsamen Auge meines Mannes. Noch herausfordernder waren WhatsApp & Co, Nachrichten richtig und bis zu Ende schreiben, ohne einzuschlafen, geschweige dann, das Smartphone wie gewohnt mit links zu bedienen. Kurz um – stünde man allein zuhaus, wäre das Dilemma ohne Haushaltshilfe groß; aber ich will nicht jammern, ich bin ja schließlich „geheilt“.

Nun zum eigentlichen Problem. Ende Juli, einen Monat nach der OP, begannen meine Hände besonders in den Morgenstunden zu kribbeln, einzuschlafen, und mit der Zeit sogar wahnsinnig zu schmerzen, und das ganze links ausgeprägter als rechts. Ende August schmerzten die Hände sogar in immer kürzeren Abständen auch tagsüber, dass ich sie kurzerhand auf das Karpaltunnelsyndrom untersuchen ließ, und siehe da – links zeigte die Kurve schon gar keine Ausschläge mehr an Daumen, Zeige- und Mittelfinger, was mit einem mäßig ausgeprägten KTS begründet wurde, während der Arzt rechts von einem nur leichten KTS sprach.

Ein Karpaltunnelsyndrom entsteht aber nicht in 4 Wochen in solch einer Intensivität, was mich zu zwei Schlussfolgerungen kommen lässt, und dann bin ich auf eure Meinungen gespannt, ob ihr dazu mehr sagen könnt, bevor ich meinen OP-Termin hab.

1. Während wir einige Stunden fixiert und der ein oder andere dabei auch ziemlich verdreht auf dem OP-Tisch liegen, könnten Nerven, Muskeln, Sehnen, Faszien zu lang überdehnt werden, dass sie im Anschluss besondere Aufmerksamkeit benötigen, die ich nicht hatte.
2. Anfang Mai habe ich austherapiert meine Antidepressiva Citalopram 40 mg ausgeschlichen. Seit neuestem weiß ich, dass Nervenschmerzen auch mit bestimmten Antidepressiva behandelt und ausgeschaltet werden, während der Bretterknaller Tilidin oder aber auch Ibu 1000 beim KTS nichts bewirken.
Und nun meine Fragen…

Kann jemand dazu berichten, dass wenige Wochen nach der OP sich ein vorher nicht da gewesenes Karpaltunnelsyndrom einstellte, ähnlich wie das auch bei Schwangeren und Stillenden passieren und danach wieder weg geht?
Oder aber, dass sich ein nachgewiesenes Karpaltunnelsyndrom nach einer beendeten Depression, wenn die Medikamente den Körper komplett verlassen haben, plötzlich akut zeigte, das während der Depression nicht beachtenswert war?

Der OP-Termin steht noch nicht, aber das Vorgespräch am 02.11.26
Sollte dieses Phänomen jedoch gar nicht so selten sein, dass man es auf die Positionierung während der OP beziehen kann, würde ich über einen operativen Eingriff noch einmal erneut nachdenken. Verzwickt und zugenäht aber auch – es wird einfach nicht langweilig.

Ich grüße euch ganz lieb und sagt schon mal danke, Diana

SonjaB

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Hallo Diana.
Was war das für ein Arzt, der die Testungen gemacht hat, ein Neurologe? Sind die sich mit der Diagnose wirklich sicher?

Ein KTS wird durch direkten Druck eines Nervs am Handgelenk ausgelöst. Das hat nichts mit einem Hirntumor zu tun. Es mag sein, dass das KTS unabhängig vom Tumor entstanden ist, aber das würde ich nochmal ganz genau prüfen lassen und auf keinen Fall vorschnell operieren lassen!

Postoperativ treten Schmerzen auf durch das geschädigte Nervensystem/Gehirngewebe, die Depressionen wurden durch den Tumor ausgelöst.

"Geheilt" bist du, weil der Tumor lt Ärzteschaft vollständig entfernt werden konnte oder zufriedenstellend behandelt wurde.

Das darf der Patient selber ganz anders sehen, weil die Symptome erstmal nicht wegfallen. Es ist vielmehr eine Überraschung, was sich im 1. Jahr nach OP noch alles verändern wird und was besser wird. Erstmal ein Jahr "tapfer durchhalten", dann weiter gucken. Leider ist das so... LG

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