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Thema: News: Hoffnungsvolles Ergebnis in der GBM-Behandlung

News: Hoffnungsvolles Ergebnis in der GBM-Behandlung
HarveyPY
19.11.2019 21:24:53
Sensationelles Ergebnis einer Studie beim Glioblastomrezidiv

Onkolytischer Herpesvirus G47Δ gegen das Glioblastom

Genetisch veränderte Herpes-Simplex-Viren vom Typ 1 (HSV-1) sind vielversprechende Therapeutika gegen Krebs. Bei Glioblastom-Patienten wurde von 2009 bis 2014 an der Universität Tokio eine klinische Studie in der Rezidivsituation von GBM-Patienten durchgeführt.

Im Rahmen der Untersuchung erhielt jeder Patient eine stereotaktische Injektionen des Virus G47∆ in den Tumor, alle 4 Wochen, maximal 6 mal. Bei den meisten Patienten wurde G47∆ zusätzlich zur Erhaltungstherapie mit Temozolomid verabreicht. Der primäre Endpunkt war die 1-Jahres-Überlebensrate. Die wiederholten stereotaktischen Injektionen wurden gut vertragen. Die Zwischenanalyse zeigte, dass die 1-Jahres-Überlebensrate der 13 Patienten 92,3% betrug, was signifikant höher als die 15% der historischen Kontrollgruppe war, der voreingestellte Kontrollwert basierend auf der Meta-Analyse historischer Daten.

Neuro-Oncology, Volume 21, Issue Supplement_6, November 2019, Page vi4, https://doi.org/10.1093/neuonc/noz175.014
Published: 11 November 2019
HarveyPY
HarveyPY
21.11.2019 08:46:48
Warum interessiert sich hier niemand für die erste Therapie des Glioblastoms, die das Potential hat, das Glioblastom zu heilen?
HarveyPY
frida88
21.11.2019 10:28:42
Hallo HarveyPY,

es dauert manchmal länger als 2 Tage, bis die erste Rückmeldung kommt.

Ich habe diese Diagnose nun schon 16 Jahre, seitdem ist die durchschnittliche Überlebenszeit auch signifikant gestiegen, Gott sei Dank!

In dieser Studie zeigt sich eine höhere Anzahl von Patienten, die nach Diagnosestellung noch 12 Monate lebten - sehr erfreulich, aber von Heilung ist das noch weit entfernt. Es ist dringend notwendig, weiter zu forschen, um einen Hirntumor heilen zu können, aber das braucht noch viel Zeit.

Viele Grüße, frida88
frida88
Aziraphale
21.11.2019 13:54:41
Ok dann lege ich mal los. Meine erste Frage: Wieviele von den Patienten leben heute noch? Ja, ich weiß, eine Studie muss abgeschlossen werden und dann dauert es halt noch lange, bis die Ergebnisse vorliegen. Wenn aber 5 Jahre vergangen sind, könnte man meiner Meinung nach vor Veröffentlichung nochmal nachhaken. Das würde alles handfester machen.
Aziraphale
HarveyPY
21.11.2019 18:07:11
Es gibt viele vernünftige und wichtige Fragen die man hier (und auch bei andere Studien!) stellen kann. Aber das wird in diesem Moment nichts bringen.

Das Faktum ist, das ist die erste Studie nach Optune, die wegen hohe Erfolgsrate frühzeitig abgebrochen ist.

Die Zulassung ist schon bei „japanische FDA/EMA“ beantragt.
Das Virus hat schon ein „Orphan Designation“ von FDA bekommen
Und Europa, bzw Deutschland?? Nichts - so wie bei vielen anderen Studien.

Momentan, was Immuntherapien betrifft, meines Wissens nach, gibts nichts besseres (beweisbares).

Es ist entscheidend das man diese Therapie an Mehrzahl der Patienten anwendet. Und somit mehr Erfahrung und Beweise sammelt.

Vielem Deusche Neuroonkologen ist die Therapie überhaupt nicht bekannt (die Mehrheit einfach wartet für irgendeine positive Ergebnisse von Phase III Studie-das wird Jahrzehnte dauern!!).

Diese Therapie ist gerade bei SNO 2019 in Phoenix diskutiert.

Hoffentlich wird es deutsche Ärzte geben, die diese Therapie auch nach Deutschland bringen wollen. Ansonsten bleibt man hier im Eimer.

Diese Artikel sollte, meiner Meinung nach, als Anreiz für die Ärzte dienen, die aber durch uns motiviert sein sollten.
HarveyPY
KaSy
21.11.2019 20:16:51
In dieser Phase-I-II-Studie wurden im Laufe von 12 Jahren 13 Patienten mit dieser Therapie behandelt und 12 von diesen erreichten die 1-Jahres-Grenze. Das sind noch nicht so sehr viele Menschen, auch wenn die Prozentzahl hoch ist.
Dieses Ergebnis liegt seit 2014 vor.

Über die Wirksamkeit von speziellen Herpesviren wurde in Deutschland in jener Zeit auch öffentlich gesprochen.

Es ist anzunehmen, dass in Japan die Phase-III-Studie wegen dieses guten Ergebnisses begonnen hat oder beginnen wird.

Immerhin wurde von der erfolgten Studie jetzt in dem genannten Fachblatt berichtet, um das Interesse der Neuroonkologen zu wecken.

Es ist einer von sehr vielen Wegen, die in der Forschung zur Zeit hoffnungsvoll gegangen werden.

KaSy
KaSy
HarveyPY
22.11.2019 08:08:14
Genau das ist das Problem, da die Denkweise ist: “ Wir nehmen an, die Japaner werden was machen und wir warten einfach ein paar Jahren ab.”

Man sollte zwischen hoffnungsvoller und “hoffnungsvoller” Therapie unterscheiden. Nocheinmal, es gibt keine Studie, die wegen eines frühzeitigen Erfolges abgebrochen wurde, oder?

Damals (in den 2000ern) war der HSVirus auch relativ erfolgreich. Warum wurde die Entwicklung gestoppt? Wegen mangelnde Finanzierungsmöglichkeiten vermute ich. Warum sollte man sich nicht mit dem “alten” HSVirus im Rahmen eines “individuellen Heilversuchs” in Deutschland behandeln? Das Finanzierungsproblem sollte es dieses Mal nicht geben. Daiichi Sankyo hat die Lizenz für den Virus gekauft. Die sind in Europa, bzw. Deutschland (München-EU Zentrale) und Österreich stark positioniert. Diese Tatsache sollte man ausnutzen.

Hoffentlich werden unsere Ärzte nicht so einen trägen und motivatiomnslosen Zugang dazu haben.
HarveyPY
KaSy
22.11.2019 13:41:52
*Korrektur zu meinem Beitrag: Die Studien dauerten von 2009-2014.

Laut der Deutschen Hirntumorhilfe e.V. gibt es etwa 100 Studien weltweit, die sich mit der Therapie von Hirntumoren befassen.

Was in diesen Studien erforscht wird, darüber sollten sich die Forscher und die mit der Therapie von Hirntumoren erfahrenen Fachärzte austauschen.

Eine Phase-II-Studie hätte mit viel mehr als nur 13 Patienten erfolgen sollen, um die Wirksamkeit der untersuchten neuen Therapie zu belegen.

Das Ziel dieser Studie bestand im 1-Jahres-Überleben von Patienten mit Glioblastom-Rezidiven. Mehr nicht.

Außerdem wurde die Mehrheit dieser 13 Patienten gleichzeitig mit Temozolomid behandelt.

Wodurch die 1-Jahres-Überlebensrate bei 12 von 13 Patienten erreicht wurde, geht aus dem veröffentlichten Ergebnis nicht hervor. Dafür sind es auch viel zu wenige Patienten.

Von einer Heilung des Glioblastoms ist in der Veröffentlichung keine Rede.

Während diese Studie in Japan lief, wurden in Deutschland viele andere Studien durchgeführt.

Durch die Möglichkeit, die etwa 100 Hirntumorarten genetisch zu untersuchen, ergab sich die Möglichkeit der individuellen Therapie, indem die Tumorzellen eines Patienten im Labor mit mehreren verschiedenen Medikamenten in Kontakt gebracht wurden und man die Wirksamkeit abwartete.

Ich halte diese Möglichkeit vielversprechender.

Die Methoden, die allgemein auf den Körper oder allgemein auf alle Hirntumorarten wirken sollten, waren zu wenig erfolgreich, so dass die individuelle Therapie verfolgt wird.

Ich halte das für richtig.

Für Rezidiv-Patienten gibt es in Deutschland mindestens eine der Studien N3M3 und N2M2 (für MGMTpositiv bzw. negativ).


Vergessen sollte man nicht, dass es für etwa die Hälfte der intrakraniellen Tumoren (Meningeome) keine Chemotherapie gibt, die halbwegs wirkt. Das gehört auch in diese Studien-Diskussion.
KaSy
HarveyPY
22.11.2019 15:29:15
Es ist sehr einfach, die Verbesserungspotentiale in die Glioblastomstudien zu identifizieren.

Aber, ich verstehe nicht wieso sind hier falsche Informationen verbreitet:

Ad 1: die Phase II Studie hat 2015 angefangen:

“ subsequent phase II investigator-initiated clinical trial started in 2015 at The University of Tokyo, to test the efficacy of G47Δ in patients with residual or recurrent glioblastoma (UMIN000015995). In the study, a dose of 1 × 109 PFU is injected stereotactically into the brain tumor twice within two weeks and every four weeks thereafter, a maximum six times”

Ad 2: prof. Todo spricht hier wohl von “Heilung”:

“ The use of G47∆ may become a preferred treatment that potentially leads to a cure of malignant glioma in the near future”
HarveyPY
KaSy
22.11.2019 16:45:57
Ja, es stimmt und ich entschuldige mich dafür.*

Die Phase-I-IIa Studie mit einer nicht veröffentlichten Anzahl der Probanden lief von 2009-2014.
Die Phase-IIb-Studie begann im Jahr 2015 mit 13 Patienten.

Von Heilung wird mit den Worten "möglicherweise" (potentially) und "in naher Zukunft" (in the near future) geschrieben.

Im Text steht, dass die "statistische Signifikanz"** mit 92,3 % über den Kriterien für die vorzeitige Beendigung der Studie lag und deswegen wurde sie vorzeitig abgebrochen.

Meiner Meinung sind aber 13 Patienten zu wenig, damit die Studie für die Therapie von Patienten (und auch für eine Fortsetzung der Forschung) aussagekräftig ist.

Auch die Heilungsvoraussage sehe ich als eine Aussage, um die japanische Regierung davon zu überzeugen, diese Studie fortführen zu können.
(In Japan scheint die Regierung dafür zuständig zu sein, wie mit Studien verfahren wird, wie es in Deutschland bzw. Europa ist, weiß ich nicht.)

Das ist ja eine gute Entscheidung.
Aber ich sehe keinen "sensationellen" Erfolg.


** Des weiteren möchte ich anmerken, dass in der (u.a. medizinischen) Statistik das Wort "signifikant" bzw. "Signifikanz" nicht mit dem alltagsgebräuchlichen Wort gleichgesetzt werden darf, was das Bewerten und das Verständnis von Studien für uns Laien verkompliziert.

Im DocCheck Flexikon steht dazu:
"Die Signifikanz gibt in der medizinischen Statistik Aufschluss darüber, wie stark Stichprobendaten von einer vorher festgelegten Annahme (Nullhypothese) abweichen."
(Es kann für die Statistik auch so formuliert werden:
"zu groß, um noch als zufällig gelten zu können".)

Weiter steht im DocCheck Flexikon:
"Anders als die alltagssprachliche Verwendung des Begriffs vortäuscht, trifft die Signifikanz keine Aussage über die Relevanz von Ergebnissen."
(Im Alltag bedeutet es:
"in deutlicher Weise, wesentlich, wichtig, erheblich erkennbar".)

Das täuscht uns Laien eben wirklich vor, dass ein "signifikant" höherer Erfolg ein "erheblicher", also sehr großer Erfolg im Unterschied zu den bisherigen Therapien ist.
In der Ausgabe 12/2019 der Zeitschrift "Bild der Wisssenschaft" wird u.a. von Medizinern darauf hingewiesen, dass dieser Begriff missverständlich sein kann und möglichst nicht mehr verwendet werden soll.
(Nicht einmal alle Ärzte können sicher mit den Statistiken umgehen, da soll uns Laien das gelingen?!)

KaSy

* Ich hätte es gern im Beitrag geändert, die "Bearbeiten"-Funktion lässt es leider nicht zu.
KaSy
Neon
22.11.2019 17:50:17
SNO-Nachrichten - 22. November 2019

Phoenix, Arizona - Die Zwischenanalyse einer Studie mit dem onkolytischen Herpesvirus G47∆ hat eine 1-jährige Überlebensrate von 92,3% bei 13 Patienten gezeigt. Das Ergebnis der Phase-II-Studie wurde auf der Jahrestagung der Gesellschaft für Neuro-Onkologie am 22. November 2019 veröffentlicht. Das onkolytische Herpesvirus G47∆ könnte zu einer Heilung des malignen Glioms führen. Das Virus wurde in Japan als bahnbrechende Therapie eingestuft.
Neon
HarveyPY
22.11.2019 18:36:34
Ich glaube, jetzt haben wir alle verstanden es geht um eine Therapie die eine deutliche Lebensverlängerungpotential hat.

Die nächste Schritt wäre mit der Ärzte und/oder Pharmaunternehmen (Daichii Sankyo) Sprecher um zu verstehen ob es schon Pläne gibt die Therapie nach Deutschland zu bringen (Phase III oder Individuelle Heilversuch).

Der Experte was betrifft intratumorale Virotherapie ist In Deutschland Dr. Geletneky.

Kennt wer noch andere Ärzte die sich mit ähnliche Therapien schon beschäftigt haben?

Kennt wer jemanden bei Daiichi Sankyo - München?
HarveyPY
KaSy
22.11.2019 21:00:12
@HarveyPV
Ich sehe es noch nicht als "deutlich" lebensverlängernd.

Du hast doch sicher bereits mit Dr. Geletneky gesprochen.
Was sagt er dazu?

KaSy
KaSy
hope234
23.11.2019 15:59:12
Habe folgenden Foliensatz gefunden, der auch zwei Seiten bzgl. "DS-1647 (G47Δ) Oncolytic Virus" enthält:

https://www.daiichisankyo.com/media_investors/investor_relations/ir_calendar/detail/005439.html

FY2018 Q4_Presentation Material(2.37MB)
Seite 44 und 45
hope234
HarveyPY
23.11.2019 17:11:38
Das ist die alte Präsentation.
Hier die neue.

https://www.daiichisankyo.co.jp/ir/calendar/files/005446/2019%E5%B9%B4%E5%BA%A6%E7%AC%AC1%E5%9B%9B%E5%8D%8A%E6%9C%9F%20%E6%B1%BA%E7%AE%97%E8%AA%AC%E6%98%8E%E4%BC%9A%E8%B3%87%E6%96%99.pdf

Seiten 33, 36, 38

Schaut so aus als die die Genehmigung nur in Japan und USA beantragt haben.

Kennt wer jemanden der bei Daiichi Sankyo GmbH - München arbeitet?
München ist eigentlich die Zentrale für Europa.

Ich habe in mein LinkedIn App geschaut - weder direkte, noch indirekte Kontakte, leider.
HarveyPY
KaSy
23.11.2019 19:12:51
@HarveyPV

Kontaktiere bitte im Interesse der Hirntumorpatienten Dr. Geletneky, frage ihn, was er dazu sagt, und teile es uns hier im Forum mit.

(Dein Link führt auf ein japanisch-sprachiges Dokument. Ich beherrsche diese Sprache nicht. Ich glaube, da steht auch nicht mehr drin, als dass die Phase-II-Studie mit den 13 Patienten vorgestellt wurde.)

KaSy
KaSy
HarveyPY
23.11.2019 19:16:00
Dazu gibt es Google translate!!
HarveyPY
HarveyPY
23.11.2019 19:18:51
In die Präsentation stehen die Daiichi Sankyo Pläne für den Virus!!!

Die Ärzte können nichts machen wenn die den Virus (zumindest) nicht zur Verfügung haben.
HarveyPY
HarveyPY
23.11.2019 19:57:29Neu
Hier die kurze Zusammenfassung des Interviews mit Prof. Todo von SNO 2019 in Arizona.

https://www.practiceupdate.com/c/92833/32/1/?elsca1=emc_conf_SNO2019During-1&elsca2=email&elsca3=practiceupdate_onc&elsca4=2019105_SNO2019During-1&elsca5=conference&rid=NDA3OTYzODkzMDY2S0&lid=10332481
HarveyPY
hope234
23.11.2019 21:49:26Neu
Vielleicht ist folgender Link hilfreich, um sich über Daiichi Sankyo zu informieren:
https://www.daiichisankyo.com/media_investors/investor_relations/ir_calendar/index.html


DS-1647 (G47Δ) Oncolytic Virus

Efficacy

Primary endpoint
1 year survival rate: 92.3% (12/13 cases survived)

Secondary endpoint
PFS: 8.6 months
Tumorresponse: SD for all 4 patients at the end of follow-up
hope234
KaSy
24.11.2019 01:01:40Neu
@HarveyPV
Prof. Todo hat im Interview nichts anderes oder mehr gesagt, als er bereits veröffentlicht hat. Das steht hier bereits mehrfach.

Diese Firma mit dem japanischen (oder anderem asiatischem) Namen befindet sich in der deutschen Stadt München und ist DIE Zentrale (für medizinische Forschungen und Studien???) in Europa. (?)
Ja, wenn das so ist, dann sollte es für deutsche Ärzte durchaus möglich sein, nach München zu dieser Firma zu fahren und sie um die Viren zu bitten, wenn sie Interesse daran haben.

Was diese (Pharma-?)Firma tut, mag (für manchen) höchst interessant sein, aber wenn sie Ärzte davon überzeugen will, dass sie Medikamente (profitabel) herstellen soll, dann muss sie die Ärzte für klinische Studien gewinnen.
Das gilt natürlich für alle Pharmafirmen, wo auch geforscht wird.

Und da sind wir wieder bei Deiner Frage innerhalb Deines Beitrages vom 21.11.2019 um 18:07 Uhr:
Welchen Neuroonkologen oder anderen Arzt, der sich mit Hirntumoren befasst, hast Du gefragt, ob er sich für diese Therapie interessiert und über eine Studie oder einen Heilversuch wenigstens nachdenkt.

Du hast hier mitgeteilt, dass wohl PD Dr. Geletneky dafür DER Ansprechpartner in Deutschland ist. Dann könntest Du ihn auch kontaktieren.

Ansonsten bleibt es einer von sehr vielen Wegen, von denen bereits sehr viele hier (meist von Neon - Danke!), auf der Internetseite der Deutschen Hirntumorhilfe e.V., auf den Hirntumorinformationstagen veröffentlicht wurden.
Das sind Informationen für uns und entscheiden, ob sie handeln, müssen die Fachleute.

Wenn Du möchtest, dass Ärzte und diese Zentrale in München gefragt werden, dann mach doch bitte den Anfang.

Ich bin mir sicher, dass auch die deutschen forschenden und praktizierenden Ärzte sehr gut wissen, welche Wege sie verfolgen, weil sie vielversprechend (und finanzierbar) sind.


Ich frage mich auch (sehr weit weitergedacht): Warum muss sich eigentlich jedes der etwa 200 Staaten, in denen es Hirntumorpatienten gibt, an jeder Studie beteiligen und dafür jede Menge Geld ausgeben?
Ist es wirklich so, dass nur in den Staaten, wo Studien für bestimmte Therapien durchgeführt werden, diese Therapien auch zum Einsatz kommen dürfen?
Als Heilversuche und während der Studien - ja.
Aber danach sollten doch wohl nicht nur wir reichen Länder unsere Hirntumorpatienten mit diesen Therapien behandeln dürfen.
In vielen Bereichen gibt es eine internationale Zusammenarbeit, ist das in der medizinischen Forschung wirklich gar nicht möglich?

KaSy
KaSy
Aziraphale
25.11.2019 09:21:12Neu
Es wäre hier auf jeden Fall eine bessere Vernetzung mit mehr Bündelung sinnvoll. Und eine Zielgerichtetere Definition der Studien. Viele Ergebnisse, die teilweise als Erfolg dargestellt werden, halten einer genaueren Betrachtung überhaupt nicht Stand. Und als Betroffener oder auch Angehöriger fragt man sich dann schon mal, wenn das doch so vielversprechend ist, warum tut sich da nichts weiteres? Ist es wirklich dieses: "Wir machen unser eigenes Ding?" Eine gewisse Art von Neid? Eigener Ruhm vs. Zusammenarbeit?
Aziraphale
andreas1503
25.11.2019 21:35:02Neu
https://forum.virtualtrials.org/filedata/fetch?id=168&d=1574618271

anbei ein Foto der Ergebnisse vom SNO 2019.

Ja, es handelt sich um eine IIa Studie,
Ja, die Teilnehmerzahl ist gering,
Ja, ich verstehe, warum hier viele Teilnehmer skeptisch sind.

Ich habe eine vergleichbare Kurve jedoch noch nicht gesehen und mir macht das nach 18 Monaten GBM Hoffnung, meinen Kindern doch noch beim erwachsen werden zusehen zu dürfen.

In nachfolgendem Artikel wird auch über die Ergebnisse berichtet.

https://www.cancertreatmentsresearch.com/g47%CE%B4-delta-virus-a-breakthrough-therapy-for-glioblastoma-from-prof-todo-in-japan/

Dort ist auch ein Abschnitt über die Entwicklung in Deutschland enthalten.

Ich sehe die Entwicklung zuversichtlich und diese Zuversicht hat mich die vergangenen Monate gestärkt und vielleicht auch am Leben gehalten. Positiv bleiben und nicht alles sofort in den Dreck ziehen.

Andreas
andreas1503
HarveyPY
25.11.2019 22:01:24Neu
Sehe ich auch so, das Gefahr die ich sehe, ist die selbe Einstellung bei deutschen Ärzten. Bitte die Behandlung mit Ihre Ärzten besprechen (das Virus könnte durch Daiichi Sankyo nach Deutschland geliefert werden)!
HarveyPY
andreas1503
01.12.2019 20:03:11Neu
Warum wurde hier was gelöscht ?
andreas1503
HarveyPY
01.12.2019 20:11:51Neu
Meine Beiträge betreffend der Thema sind fast immer vom Administrator stark editiert, bzw. gelöscht.

Verstehe nicht warum.
HarveyPY
HarveyPY
01.12.2019 20:17:01Neu
Ich habe ein Link zur Petition zur Freigabe den Therapie von Japanische Behörde hinzugefügt, somit kam diese Nachricht:


Ihr Beitrag vom 19.11.2019 21:24:53 wurde aus folgenden Gründen gelöscht:

Gewerblicher oder werbender Inhalt

Verstehe nicht warum eine Petition als „werbender Inhalt“ bezeichnet ist.
HarveyPY
andreas1503
01.12.2019 20:28:57Neu
@HarveyPY: Kannst Du mir den Link bitte per PM schicken ? Danke.
andreas1503
Marsupilami
01.12.2019 20:32:13Neu
Nicht die Petition war Werbung, sondern du hast hier Werbung für die Petition gemacht.


Gruß vom Marsupilami
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"Don´t feed the troll"

„Trollen ist ein Spiel um das Verschleiern der Identität, das aber ohne das Einverständnis der meisten Mitspieler gespielt wird.“
– Judith Donath: Identity and Deception in the virtual Community
(Wikipedia)
Marsupilami
HarveyPY
01.12.2019 20:50:37Neu
Ja kann ich, aber das Sinn und Zweck der Petitionen is Massenbewegung (keine Einzelnkämpfer).
HarveyPY
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