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Kombinierte Immuntherapie für neu diagnostizierte Glioblastome
01. April 2025 08:01 ET

Bei 41 Patienten mit neu diagnostiziertem Glioblastom (GBM) wurde im Rahmen einer Phase-1-Studie die Kombination einer Immuntherapie mit Aglatimagene Besadenovec gefolgt von einer Chemobestrahlung und anschließendem Nivolumab als adjuvante Therapie getestet.

Aglatimagene Besadenovec ist ein adenovirales, replikationsdefektes Genkonstrukt, das für das vom Herpes-simplex-Virus (HSV) abgeleitete Thymidinkinase-Gen kodiert. Es wird direkt in den Tumor oder das Zielgewebe injiziert. Das adenovirale Konstrukt dient als Vektor für den Transport des HSV-Thymidinkinase-Gens in die Tumorzellen am Ort der Injektion. Diese Tumorzellen können dann HSV-Thymidin-Kinase exprimieren, die Anti-Herpes-Medikamente wie Ganciclovir, Acyclovir und Valacyclovir in ein toxisches Nukleotid-Analogon umwandelt, das die DNA-Synthese in den sich teilenden Zellen blockiert.

Es konnten Faktoren identifiziert werden, die mit einem längeren Überleben zusammenhängen, wie z.B. mutierte Genpaare in der Ausgangssituation (z.B. MED15/HRC), die Zusammensetzung der Tumorimmunzellen und Veränderungen der systemischen Zytokin-, Immunzellen- und T-Zell-Diversität. Die signifikantesten Immunveränderungen wurden bei einer Untergruppe von Langzeitüberlebenden mit Totalresektion und methylierten MGMT-Promotortumoren beobachtet. Das mediane Gesamtüberleben (mOS) dieser Patienten betrug 30,6 Monate, während es bei Patienten mit unmethylierten oder subtotalen Resektionen geringer war.

Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass zukünftig klinische Studien mit dieser Behandlung möglich sind und Potenzial für dauerhaftere Immunantworten gegen das Glioblastom besteht.

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