Dopamin-Rezeptor-Antagonisten, Cholesterin-Biosynthese und Strahlentherapie
In einer Studie an Mäusen haben Forscher des UCLA Jonsson Comprehensive Cancer Center möglicherweise einen neuen Ansatz identifiziert, der ein antipsychotisches Medikament, ein Statin zur Senkung hoher Cholesterinwerte und die Strahlentherapie kombiniert, um das Gesamtüberleben beim Glioblastom zu verbessern. Die Wissenschaftler fanden heraus, dass die Dreifach-Kombination die mediane Überlebenszeit im Vergleich zur alleinigen Bestrahlung um das Vierfache verlängerte.
UCLA-Forscher berichteten zuvor, dass der Dopaminrezeptor-Antagonist der ersten Generation, Trifluoperazin, in Kombination mit Bestrahlung das Überleben in Mausmodellen des Glioblastoms verlängerte, aber letztendlich wurden die Mäuse resistent gegen die Therapie. In der vorliegenden Arbeit verwendete das Team Quetiapin, einen Dopaminrezeptor-Antagonisten der zweiten Generation. Zur Überwindung des zuvor beobachteten Resistenzmechanismus wurde zusätzlich das die Blut-Hirn-Schranke durchdringende Statin Atorvastatin eingesetzt.
Die Ergebnisse aus dem Tierversuch deuten auf eine vielversprechende therapeutische Wirksamkeit der Dreifachkombination aus Quetiapin, Atorvastatin und Strahlenbehandlung gegen das Glioblastom hin, ohne dabei die Toxizität der Strahlung zu erhöhen. Da beide Medikamente bereits für den klinischen Einsatz zugelassen sind, könnte der Behandlungsansatz schnell in eine klinische Studie umgesetzt werden, so die Forscher.
Quelle:
Bhat K, Saki M, Cheng F et al. Dopamine Receptor Antagonists, Radiation, and Cholesterol Biosynthesis in Mouse Models of Glioblastoma. J Natl Cancer Inst 2021 Feb 9;djab018. doi: 10.1093/jnci/djab018. Online ahead of print.
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