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Thema: Nicht Loslassen können

Nicht Loslassen können
eviablau
08.02.2019 20:01:12Neu
Mein Mann ist am 25.4.17 an einem Glioblastom verstorben, es waren ab der Diagnose 7 Monate und 9 Tage, eine schlimme Zeit, in der rapide alles bergab ging und mein Mann völlig den Faden verlor, an sich, an uns an seine Kinder. Mittlerweile habe ich mich an das Leben ohne ihn gewöhnt, bin aber immer noch weit weg von Lebensfreude oder einem " neuen" Leben. Ich lese immer noch im Forum mit, leide mit, hole mir die Zeit immer wieder zurück..Warum mache ich das? Warum lesen hier viele noch immer mit...obwohl ihre Angehörigen längst gestorben sind.Mich lässt der Hirntumor irgendwie nicht los.Wem geht es ähnlich und habt ihr eine Erklärung?
Sabine
eviablau
Murmel266
08.02.2019 20:26:05Neu
Mein Papa ist am 10.06.2017 verstorben und erst am 24.04.2017 hatte er die Diagnose Glioblastom WHO Grad 4 bekommen. Irgendwie ging das alles so unfassbar schnell OP, Entlassung austherapiert nach Hause für noch 4 Wochen ohne auch nur einen Hauch einer Chance, Palliativteam, sein Tod...
Wie magisch muss auch ich immer wieder mal hier lesen. Vielleicht auch auf der Suche nach einem Wunder, dass es für meinen Papa nicht mehr gab. Ich weiss es auch nicht. Habe keine Erklärung dafür.
Murmel266
mannimagret
08.02.2019 21:13:10Neu
Hallo ihr Lieben
Ich habe mit meinem angetrauten Neffen die Tumorerkrankung parallel erlebt. Wir lebten 2,5 Jahre parallel mit der Krankheit. Er hatte den Glioblastom multiforma Grad 4 , ich habe den Oligodendrogliom Grad 2. Ich habe in der Zeit alles mitgemacht. Bei ihm ging es stark bergab, während es bei mir einigermaßen alles gleich geblieben ist. Er verstarb leider im Juni 2017 mit 42 Jahren. 3 Monate später bekam ich ein Rezidiv und eine erneute OP. Es bis heute noch nicht einfach damit umzugehen,aber irgendwie muss es bei mir auch weitergehen.
LG Manfred
mannimagret
Indianer
08.02.2019 22:01:20Neu
Es geht ja vielleicht auch darum seine Erfahrungen auch noch nach Monaten oder Jahren weiterzugeben.
Indianer
PinkeSocke
08.02.2019 22:31:39Neu
Hallo Sabine,
Auch mein Mann ist an einem Glio am 05.10.17 verstorben. Ich kann dich gut verstehen. Auch ich lese ab zu hier noch mit. Wahrscheinlich hast du Recht, dieser Hirntumor lässt einen nicht mehr los.
LG Karola
PinkeSocke
LinaK
08.02.2019 22:47:53Neu
Ich glaube, das sind die Erfahrugen, die man gemacht hat oder das, was man vielleicht noch vor sich hat, die einen hierher zieht. Irgendwie fühle ich mich wohl hier, eine Art von Geborgenheit...
Gruß in der Nacht! Lina
LinaK
LaPalma
10.02.2019 19:34:25Neu
Hallo Zusammen,
4 Monaten sind vergangen. Alles zu frisch, zu früh, alles tut weh. Ich lese hier auch ab und zu. (Jedes Mal freue mich für Lina: Strahlen im Dunklen, halte durch, liebe Lina!!!)
Weine mit, fühle mit... Die Zeit macht ihre Arbeit und manchmal muss ich mir bewusst machen, wie schlimm diese Krankheit ist, was sie mit uns gemacht hat. Dann ist mir ein Hauch leichter den Verlust zu akzeptieren: es war für uns beide eine Erlösung.

Viel-viel Kraft und Hoffnung an Alle.
LaPalma
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