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Thema: Oligodendrogliom und deren Neigung zu Anfällen

Oligodendrogliom und deren Neigung zu Anfällen
super_girl
04.11.2019 21:35:05Neu
Hallo,

bis jetzt war ich nur stille Mitleserin. Nun habe ich mich entschieden mich anzumelden. Mich beschäftigt das Thema Epilepsie im Zusammenhang mit Hirntumoren. Wie geht es den Betroffenen mit einem Oligodendrogliom Grad 2 im Umgang mit epileptischen Anfällen? Wie oft bekommt ihr Anfälle? Bei meiner besten Freundin wurde 09/18 ein Tumor entdeckt. Bei der Operation 10/18 wurde alles entfernt. Verdacht war auf Astrozytom, was sich nach der pathologischen Untersuchung nicht bewährt hat. Der Tumor ist somit ganz entfernt worden, Oligodendrogliom Grad 2, IDH-mutiert und 1p/19q kodeletiert. Nun folgte 09/19 ein leichter epileptischer Anfall. Meine beste Freundin war im Ausland und hatte sehr wenig geschlafen und sich nicht wirklich ausgeruht. Kann das ein Auslöser gewesen sein? Oder bedeutet ein Anfall immer gleich ein Tumorwachstum? Der behandelnde Arzt meinte, dass eine vorgezogene Kontrolle nicht notwendig sei. Die nächste Kontrolle ist jetzt im November. Hat hier jemand Erfahrung damit? Ich wäre für jede Erfahrung sehr sehr dankbar.

LIebe Grüße
super_girl
Toffifee
05.11.2019 11:32:41Neu
Nach meinem Wissensstand kann es verschiedene Ursachen geben. Bei mir waren es zwei Pilzinfektionen, wobei die zweite den Stirnknochen infizierte. Dazu wurde mir auch gesagt genügend schlafen und Stress vermeiden.
Alles Gute für Sie und Ihre Freundin
Toffifee
Deubi
05.11.2019 13:42:14Neu
Hallo Super-Girl,
bei mir wurde Ende 2017 ein Tumor entdeckt, der im August 2018 komplett entfernt wurde.
Histologisch war mein 4cm großer Tumor auch ein Oligodendrogliom II.
Ich hatte bisher noch keinen epileptischen Anfall. Mich hat auch noch keiner vorgewarnt, dass ich verstärkt damit rechnen müsse.
Was für deine Freundin der Anfall im Hinblick auf erneutes Tumorwachtum bedeutet, weiß ich nicht.
Damit habe ich keine Erfahrung.
Alles Gute für sie!
LG Deubi
Deubi
super_girl
05.11.2019 21:49:54Neu
Hallo,

danke für eure Erfahrungen. Ich hoffe nun einfach, dass der Schlafentzug und die Anstrengung der Reise die Gründe des Anfalls waren. Meine Freundin fühlt sich gut und es war auch nur ein Anfall nach der Operation, aber die Angst vor einem Rezidiv ist einfach groß. Man liest halt immer wieder, dass diese Tumorart oft wiederkommt ...

Liebe Grüße,
super_girl
super_girl
nicky18
07.11.2019 18:43:41Neu
Hallo super_girl,

ich habe ein Oli III, OP 6/18. Im Vorfeld hatte ich immer wieder Taubheitsgefühle, die im Nachhinein als fokale Anfälle gedeutet wurden Bei Stress und Müdigkeit habe ich das immer wieder, inzwischen aber nicht mehr nur im Fuß und in der Hand rechts, sondern auch in der rechten Gesichtshälfte. Bei der MRT-Kontrolle und im PET-MR wurde bisher aber nie etwas gefunden. Vielleicht beruhigt euch das etwas.

Alles Gute und liebe Grüße,
Nicky
nicky18
mannimagret
08.11.2019 19:09:00Neu
Hallo super_girl
Ich habe einen Oligodendrogliom Grad 2. Hatte nie einen epileptischen Anfall gehabt, hoffe das es auch dabei bleibt. Mein Tumor wurde durch Zufall im Februar 2015 entdeckt. Dann im März 2015 meine erste OP. Danach alle 3 Monate Kontroll MRT. Die Ergebnisse waren immer in Ordnung. Wurde dann auf Halbjährlich hochgestuft. Das war wohl zu lange. Ich hatte ein Rezidiv. Wurde im November 2017 meine zweite OP. Danach das volle Programm Bestrahlung und Chemotherapie. Während der Bestrahlung und der Chemotherapie war ich alle 8 Wochen zum MRT. Bin jetzt wieder im 3 Monatsrhytmus. Ich hoffe mal das ich jetzt erstmal Ruhe habe. Bin seit August 2018 wieder in Vollzeit am Arbeiten.
Mir hat mal einer gesagt : Das Leben ist schön, von einfach war nie die Rede.
Leider ist er Anfang des Jahres verstorben. Er hatte den Kampf mit dem Tumor /Glioblastom multiforma verloren.

Euch allen weiterhin Alles Gute
Gruß Manfred
mannimagret
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