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Thema: Presse: Kann Muttermilch Hirntumore absterben lassen?

Presse: Kann Muttermilch Hirntumore absterben lassen?
BlueGene
18.04.2017 16:39:15
Krebstherapie
Kann Muttermilch Hautkrebs und Gehirntumore absterben lassen?

Muttermilch ist wichtig für Neugeborene. Die Immunabwehr wird gestärkt - unter anderem durch das Eiweuß Lactoferricin. Dieses Molekül könnte auch in der Krebstherapie helfen.

Muttermilch ist vielleicht nicht nur für das Kind das beste. Denn Grazer Forscher haben festgestellt, dass in Muttermilch enthaltene Stoffe Tumorzellen absterben lassen können.

Lactoferricin in Muttermilch soll Neugeborene vor Infektionen schützen. Biowissenschaftler von der Universität Graz haben sich das Eiweißmolekül genauer angeschaut und festgestellt, dass das Peptid eingesetzt werden kann, um Hautkrebs besser zu therapieren. Auch bei einer anderen Form von Krebs könnte es helfen. Die Forscher hoffen, dass durch das Peptid aus Muttermilch auch schwer zu behandelnde Tumore im Gehirn angegriffen werden könnten.

Dagmar Zweytick von Institut für Molekulare Biowissenschaften hatte in einem Forschungsprojekt ein Phospholipid gefunden, das an der Oberfläche von Krebszellen und Metastasen als Krebsmarker zu erkennen war. Mit ihren Mitarbeiterinnen erkannte sie, dass das in Muttermilch enthaltene Lactoferricin - ein Immunabwehrpeptid - vom Phosphatidylserin (PS) angezogen wurde und auf der Oberfläche von Krebszellen wechselwirkte. Gesunde Zellen wurden nicht angegeriffen. Deshalb hoffen die Wissenschaftler, dass das Peptid aus Muttermilch gezielt gegen Krebszellen eingesetzt werden könnte.

Optimiertes Peptid aus Muttermilch greift Tumorzellen an

In einem EU-Kooperationsprojekt untersuchten die Grazer Forscher, wie die molekulare Wechselwirkung des Lactoferricins gestärkt werden könnte. Das Peptid aus Muttermilch ist in seiner natürlichen Form zu schwach, um massive Krebszellen zu bekämpfen. Das Antitumor-Peptid soll nun von ihnen optimiert werden, indem einzelne Aminosäuren ausgetauscht werden, wodurch sich die Wirksamkeit erhöht. Das Forschungsprofekt wird vom Wissenschaftsfonds FWF gefördert.

Bereits 2015 sind zwei kationische Antitumor-Peptide, die auf den natürlichen Eiweißmolekülen der Muttermilch aufbauen, zum Patent angemeldet worden. Die Derivate von Lactoferricin haben in einer Studie eine mehr als zehnfache Toxizität für Hautkrebszellen gegenüber dem ursprünglichen Peptid aufgewiesen. Gesunde Zellen werden von dem Antitumor-Peptid tatsächlich nicht angegriffen. Außerdem stellten die Forscher fest, dass Peptide mit Haarnadel-Struktur am effektivsten gegen Krebszellen vorgingen. sh

http://www.augsburger-allgemeine.de/wissenschaft/Kann-Muttermilch-Hautkrebs-und-Gehirntumore-absterben-lassen-id41165536.html
BlueGene
SpinEcho
18.04.2017 19:43:44
Wie weit ist das von einer verblindeten Interventionsstudie entfernt?

Ich vermute mal: Sehr, sehr weit.
SpinEcho
Schwan01
19.04.2017 12:15:02
Ich habe meine Tochter, über 8 Monate gestillt , mit 30 Jahren (18.09.2013)
die Diagnose Glioblastom - gestern sind es 3 Jahre und 8 Monate - ich frage mich oft warum mein einzigstes Kind.

Alles Gute Euch

Schwan01
Schwan01
Marienkäfer2
19.04.2017 15:28:08
Ich glaube nicht das Muttermilch das kann . Mein Mann wurde auch gestillt zwei Jahre .. und auch gestillte Babys haben andere Krebsarten usw .

Die Milch muß anscheint auch erst verändern werden bevor die Wirkung einsetzt .Also in natura schon mal nicht möglich ..

Aber es wäre echt toll wen es so wäre .
Marienkäfer2
Etnhh
19.04.2017 19:57:56
Es steht doch sogar im Text, dass es verändert werden muss..
Etnhh
Bienchen1964
21.04.2017 18:31:32
Nur zur Information : wir führten heute ein Telefonat (mein Mann ist Betroffener mit Diagnose Glioblastom ) mit der Molekularbiologin, die in diesem Artikel genannt wird, und mussten leider erfahren, dass die Studien noch nicht so weit sind, dass sie am Menschen durchgeführt werden. Bis jetzt nur im Tierversuch, leider
Sabine
Bienchen1964
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