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Thema: Presse: Medikamenten-Cocktail gegen das Glioblastom

Presse: Medikamenten-Cocktail gegen das Glioblastom
Neon
04.10.2019 16:32:31
Kennt jemand von Euch die Metrics-Studie? Bei dieser Untersuchung sind gleich mehrere verschiedene Medikament außerhalb der Zulassung gleichzeitig (?) gegen das Glioblastom eingesetzt wurden. Dazu gehörten das Medikament Metformin, welches bei Typ-2-Diabetes Anwendung findet, der Cholesterin-Senker Atorvastatin, das Medikament Mebendazol gegen Wurminfektionen und Doxycyclin zur Malariaprophylaxe. Die ersten Ergebnisse sollen ermutigend sein, mit einer medianen Überlebenszeit von 27,1 Monaten in der retrospektiven Analyse.

Eine ähnliche Rationale verfolgt Prof. H., der die Zwischenergebnisse seiner CUSP9-Studie auf dem Informationstag in Würzburg am 19.10. vorstellen wird.

https://www.hirntumorhilfe.de/projekte/informationstag/anmeldung/
Neon
Cumru
16.10.2019 17:03:52
Hallo,
findet diese Studie in Deutschland statt?

LG
Cumru
Cumru
Angel9
21.10.2019 01:10:58
Metrics Studie interessiert mich auch!! Bitte um Info's!
Wie sind die Ergebnisse von Prof. H. für CUSP9 bei Rezidiven?
Grüße Gisela
Angel9
geoman
23.10.2019 22:16:16
Man kann z.B. auf den Seiten der Ulmer Uniklinik nachlesen worin auch steht: "Für die aktuelle Studie werden keine neuen Teilnehmer*innen gesucht."

www.uniklinik-ulm.de/neurochirurgie/aktuelles-veranstaltungen/aktuelles/detailansicht/news/glioblastome-am-wachsen-hindern.html

Sein Vortrag war gut, aber natürlich konnte ich mir nichts zitierfähiges auswendig merken. Die Therapie schlägt aber nicht bei allen in Frage kommenden an.

Mir kommt es manchmal hammerhart vor, wenn die Wissenschaftler mit aller Kraft nach einer Lösung suchen und forschen, das aber nur bei einigen hilft, bei anderen leider noch nicht. Oder leider kommt eine Lösung für Betroffene erst zu spät.
geoman
GMT
24.10.2019 09:45:00
@geoman - Zitat:
" Die Therapie schlägt aber nicht bei allen in Frage kommenden an.

Mir kommt es manchmal hammerhart vor, wenn die Wissenschaftler mit aller Kraft nach einer Lösung suchen und forschen, das aber nur bei einigen hilft, bei anderen leider noch nicht. Oder leider kommt eine Lösung für Betroffene erst zu spät."

Es IST ganz sicher "hammerhart" und emotional nachvollziehbar.

Trotzdem ist immer die Hoffnung da...
Manchmal - wenn man sich ein klein wenig von den Gefühlen 'trennen' kann und versucht einen rationalen Gedanken zu fassen, sieht man, dass von den Fachleuten doch in alle Richtungen gedacht und gearbeitet wird.
Der Mensch ist ein komplexes Wesen, dessen "Geheimnisse" noch nicht alle gelüftet sind.
Momentan ist der Weg das Ziel und man hofft, dass es auch durch solch mutige Leute und deren harte Arbeit, erreicht werden kann.
Sicher ist das für Betroffene & Angehörige heute noch nicht genug aber ich bin überzeugt, dass es der richtige Ansatz ist, ALLES zu probieren.
GMT
LinaK
25.10.2019 14:36:40
Ich hab vorletztes Mal bei meiner Nachuntersuchung die Strahlenärztin danach gefragt. Sie schien der Sache sehr abgeneigt zu sein. Der "Gift-Cocktail" sei sehr ungesund. Außerdem sei die Studie sowieso schon geschlossen. Scheint in Ulm Usus zu sein: Einer erforscht was, die anderen machen es schlecht. Grüßles Lina
LinaK
geoman
25.10.2019 16:19:00
Cusp9 werde ich mir für den Fall merken, das bei mir ein Rezidiv im MRT sichtbar werden sollte. Bis heute war das nicht der Fall. Vllt. bleibt das hoffentlich wenigstens noch eine weile so. Und wer weiss denn schon, welche Möglichkeiten dann bleiben.
"Gift-Cocktail" würde ich zu Cusp9 nicht ersthaft dazu sagen, es besteht aus erprobten marktgängigen Medikamenten, die bisher für andere Fälle eingesetzt werden. Sie stehen sofort zur Verfügung und müssen nicht langwierig entwickelt und zugelassen werden. Für uns vllt. ein entscheidender Vorteil, weil wir nicht lange warten können.
geoman
Logossos
25.10.2019 19:20:00
Ich bin nicht sicher, ob es etwas bringt, sich eine Therapie aufzuheben, bis ein Rezidiv kommt. Denn ein Rezidiv bedeutet ja, dass der Tumor stärker geworden ist. Daher sind die Erfolgschancen für jede Therapie, egal welche, umso günstiger, je früher man sie einsetzt. Nach dem Rezidiv wird es für jede Therapie schwerer, auch für solche, die noch kommen.
Logossos
geoman
25.10.2019 21:07:25
@Logossos: In der Erstlinienbehandlung ist wohl die Operation, Bestrahlung und Chemo überlegen. Deswegen erwäge ich CUSP9 erst für eine Zweit-
oder Drittlinienbehandlung. Du hast auch folgendes Zitat genannt:
-
Auf der SNO-Konferenz wurde dazu vor wenigen Tagen mitgeteilt : CUSP9v3 appears to be a safe protocol with adverse effects comparable to those of more established second- and third-line treatments.
geoman
LinaK
26.10.2019 00:31:53
Ich habe nur die Ärztin zitiert, im Fall eines Rezidiv würde ich gerne einen Versuch mit dem Ulmer Cocktail machen. Temozolamid ist schließlich auch ein Zellgift und nicht unbedingt gesund. Aber wat mutt, dat mutt...
LC Lina
LinaK
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