Hallo Nastasia, ich hatte zwar "nur" ein Astrozytom 3. Grades, war aber froh, dass man mich nicht mit Prognosen konfrontiert hatte. Solche können nur schlecht sein, weil die Ärzte ja seriös sein müssen und wollen. Meine Diagnose war im April 2021 und bekam eine kombinierte Bestrahlungs- und Chemotherapie, weil mein Tumor zu groß war um operiert zu werden. Er war auch stark wachsend. Inzwischen ist er etwas kleiner geworden und seit Ende der Therapie im Jänner 2022 stabil. Ich war bei der Diagnose 54 Jahre alt, sportlich, habe nie geraucht und weder vorher noch seither Alkohol getrunken.
Das wichtigste ist meiner Meinung nach, dass man daran glaubt, dass man es schaffen wird, und alles dafür tut. Es gibt mehr als unsere Schulmedizin weiß, oder akzeptiert. Wenn der Kopf nur in eine positive Richtung denkt, manifestiert sich das auch im Körper. Ich habe damals Bücher über Spontanheilungen gelesen, weil das meinen Glauben an die Heilung gestärkt hat (zB "Geheilt" von Jeffrey Rediger, spannend sind auch die vielen Geschichten von Dr. Joe Dispenza, die man im Internet finden kann). Zusätzlich habe ich täglich visualisiert, dass mein Tumor kleiner wird und sich auflöst. Ich tue das immer noch. Ich habe versucht alles zu tun, um mein Immunsystem zu stärken. Eine Ganzheitsmedizinerin hat meinen Darm saniert und mir Vitamin C Infusionen gegeben um mich zu stärken. Sie hat mir auch Unmengen von Nahrungsergänzungen empfohlen, die ich in leicht reduzierter oder angepasster Form immer noch nehme. Ich dusche täglich kalt. Bei der Ernährung gibt es mehrere Ansatzpunkte. Es gibt Lebensmittel, die gegen Krebs wirken, und man kann Dinge vermeiden, die ihn fördern. Letzteres ist vor allem der Zucker, ersteres sind zB Himbeeren (siehe zB das "Anti-Krebs Buch" von David Servan-Schreiber, aber auch Bücher wie "Krebszellen mögen keine Himbeeren").
Ich möchte jetzt nicht missverstanden werden. Ich habe alles, was das Krankenhaus mir geraten hat, auf Punkt und Beistrich getan. Aber es gibt mehr, was man selbst tun kann, anstelle auf eine gute Prognose zu hoffen. Es fängt mit dem Glauben an die Heilung an, bei der man als Patient mitmachen muss.
Alles Gute!
Stefan