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Thema: Referentenvorschlag für Infotag

Referentenvorschlag für Infotag
rosi5
10.05.2019 15:01:01
Man könnte doch mal als Referenten Prof. Dr. Richard Béliveau einladen... vielleicht noch Jean- Jacques Trochon mit dazu- gut, der hatte keinen Hirntumor, aber ansonsten Krebs so ziemlich überall und wurde mit Unterstützung von Prof. Béliveaus Team geheilt. Nur mit spezieller Ernährungsweise.
Vielleicht eine Anregung für einen gleichberechtigten Fachaustausch in alle Richtungen?
rosi5
GMT
11.05.2019 10:19:42Neu
@rosi5

Vielen Dank für den Hinweis, hier mal ein Link dazu:


Home / Keto und Krebs / Neues Denken in der Krebstherapie, Dank Jean-Jacques Trochon

Keto und Krebs Krebs

Neues Denken in der Krebstherapie, Dank Jean-Jacques Trochon

4. Februar 2018

Margret Ache

Heute ist Weltkrebstag. Ulrike Gonder war am 21. September 2017 in Paris bei einem internationalen Treffen zum Thema Krebs und hat dort u.a. den Air France Piloten Jean-Jacques Trochon getroffen. Die Kernbotschaft des Treffens: Es gibt ein neues Denken in der Krebstherapie.

Dieser Artikel erschien zuerst im Low Carb – LCHF Magazin 4/2017. Vielen herzlichen Dank für diese wertvollen Informationen, liebe Ulrike Gonder.

Keto, Fasten und antiangiogenetische Lebensmittel: neues Denken in der Krebstherapie nimmt (endlich) Fahrt auf!

Am 21. September fand in Paris ein internationales Treffen statt, mit dem Ziel, das Potenzial von Ernährungsmaßnahmen zur Krebsbehandlung bekannter zu machen. Dazu kamen Patienten, klassische Onkologen, Fastenspezialisten sowie Experten für krebshemmende Lebensmittelinhaltstoffe und spezielle Diäten zusammen. Diese Kombination darf durchaus als ungewöhnlich bezeichnet werden, ist es doch oft noch so, dass Ernährungsmaßnahmen in der klassischen Onkologie nicht ernst genommen oder sogar für kontraproduktiv gehalten werden.

Ganz anders die Atmosphäre der Tagung in Paris, wo man sich zwar kritisch aber respektvoll zuhörte, konstruktiv miteinander diskutierte, die Vor- und Nachteile verschiedener Maßnahmen sorgfältig abwog und am Ende gemeinsam überlegte, welche Art von Studien gebraucht werden und wie sie am besten durchzuführen seien. Damit wird endlich wahrscheinlich, was alle gerne hätten: Härtere und systematische Daten über das, was zur Krebsverhütung und -therapie mithilfe der Ernährung möglich ist. Dies würde den Spezialisten die Begleitung ihrer Patienten erleichtern, die wiederum davon profitieren könnten, gezielt und in Eigenregie zur Genesung und zur Verhütung von Rückfällen beitragen zu können.


Tatsächlich war es ein Patient, der das Expertentreffen zustande brachte: Der Air France Pilot Jean-Jacques Trochon, sportlich und topfit, erkrankte mit 42 an Nierenzellkrebs. Neun Jahre später hatte sein Krebs in die Lunge gestreut, der Zustand des Piloten war kritisch, ans Fliegen nicht mehr zu denken. Doch Trochon ist ein Kämpfer. Er informierte sich umfassend über Möglichkeiten, selbst aktiv in den Kampf gegen seine Erkrankung einzugreifen. Er las Bücher und Studien, kontaktierte Spezialisten in aller Welt, überzeugte seinen Onkologen und traf wichtige Entscheidungen: Er legte längere Fastenphasen ein, ernährte sich dazwischen ketogen und verzehrte gezielt Lebensmittel, welche die Neubildung von Blutgefäßen in Tumoren hemmen. Heute, mit 56, fühlt sich Jean-Jacques Trochon äußerst wohl in seiner Haut. Er ist so fit, dass er wieder fliegen darf, mittlerweile einen Airbus A380. Volle Schubkraft voraus, so lautet seine Devise – und die hat dafür gesorgt, dass die Ernährung in der Krebsbehandlung künftig vielleicht endlich den Platz bekommt, der ihr gebührt.


Fasten schützt die gesunde Zellen

Doch auch das Nichtessen spielt eine Rolle, wenn es um die Krebsbekämpfung geht! Das erläuterte in Paris der Fasten-Experte Prof. Valter Longo von der Universität in Südkalifornien. Neben eindeutigen Ergebnissen aus Tierversuchen sprechen nach Logos Einschätzung auch erste Studien mit Menschen dafür, das Fasten kurz vor und zu Beginn einer Chemotherapie näher zu erforschen. Denn grundsätzlich, so Longo, wachsen und gedeihen Zellen bei üppiger Ernährung leichter, auch Krebszellen. Da es während der menschlichen Entwicklung immer wieder Hungerperioden gegeben habe, seien gesunde Zellen sehr gut auf phasenweisen Nahrungsentzug vorbereitet. Sie schalten dann von Wachstum und Zellteilung auf Ruhe, Erhaltung, Reparatur und Recycling (Autophagie) um, was Krebszellen nicht können. Daher sind die gesunden Zellen besser vor den Nebenwirkungen der Therapie geschützt. Zudem senkt Fasten die Pegel der für Krebszellen wichtigen Wachstumsfaktoren Zucker, Insulin und Insulinähnliche Wachstumsfaktoren (IGF) im Blut, und es fördert die Angriffslust des Immunsystems. Dabei wirkt ein kurzzeitiges Fasten von etwa 48 bis 72 Stunden besser und anhaltender als eine dauerhaft kalorienreduzierte Diät, die ohnehin kaum jemand durchhalte und die im Gegensatz zum Fasten auch negative Auswirkungen habe. Zudem ließen sich so unerwünschte Gewichtsverluste weitgehend vermeiden. Auch Jean-Jacques Trochon nutzte das Fasten, um seine Therapie zu unterstützen. Er vertrug es sehr gut und ist überzeugt davon, dass es die entscheidende „Zutat“ in seinem Antikrebs-Mix war. Allerdings sollte es niemals ohne ernährungsmedizinische Begleitung durchgeführt werden.


Neue Blutgefäße zum Tumor verhindern – mit Lebensmitteln

Damit ein bösartiger Tumor wachsen kann, benötigt er, wie jede andere Körperzelle auch, ausreichend Nährstoffe. Sie werden den Zellen über feinste Blutgefäße, die Kapillaren, zugeführt. Um sich bestmöglich zu versorgen, fördern Tumorzellen aktiv die Neubildung von Blutgefäßen. Dazu senden sie Signalstoffe aus, die umliegende Blutgefäße dazu veranlassen, neue Abzweigungen zu bilden, die zum Tumor hinwachsen. Diese Neubildung von Blutgefäßen nennen Mediziner Angiogenese (Angio = Gefäß, Genese = Entstehung).



Moderne Krebsmedikamente hemmen die Gefäßneubildung, sie wirken antiangiogenetisch. Beim Expertentreffen der Krebsspezialisten in Paris ging es jedoch um Lebensmittel. Denn auch das, was wir essen, kann die Angiogenese beeinflussen, wie Prof. Willliam Li, Präsident der amerikanischen Angiogenese-Stiftung in seinem Vortrag darlegte. In Beobachtungsstudien habe sich gezeigt, so Li, dass der regelmäßige Konsum vieler pflanzlicher Lebensmittel aber auch von fetten Fischen und Meeresfrüchten mit einem verminderten Krebsrisiko einhergehe. Ein Teil dieser Schutzwirkung lasse sich auf die angiogenesehemmenden Eigenschaften ihrer Inhaltsstoffe zurückführen. Sie müssten daher den Vergleich mit zugelassenen Krebsmedikamenten nicht scheuen. Als Beispiele nannte er Kurkuma, grünen Tee, Rosenkohl, rote Weintrauben, Knoblauch, Sojabohnen, Petersilie und Artischocken.



Die bislang vorliegenden Erkenntnisse zeigten, dass unsere Lebensmittel erheblich zum Krebsschutz und zur Krebsbekämpfung beitragen können. Und das häufig ohne unerwünschte Nebenwirkungen. Allerdings variiert die Wirkung verschiedener Tomaten-, Apfel- oder Weinsorten ebenso wie jene verschiedener Tees. Forschungen der Angiogenese-Stiftung ergaben beispielsweise, dass sich die Wirkung potenziert, wenn zwei Grüntees miteinander kombiniert wurden. Zudem habe man herausgefunden, dass deutlich mehr angiogenesehemmende Stoffe aus dem Tee herausgelöst werden, wenn man ihn während des Brühens bewegt. Und bei Brokkoli habe sich gezeigt, dass die Stängel zweieinhalb mal so viele krebshemmende Stoffe enthalten wie die Röschen. Also besser die Brokkoli-Stängel wie Spargel schälen und mitgaren und beim Teebrühen immer mal wieder am Sieb oder am Teebeutel zupfen, um in den Genuss möglichst vieler Krebsschutzstoffe zu kommen.



Li ließ keine Zweifel daran, dass noch viele Fragen offen sind. Deswegen benötige man Studien, die den höchsten Kriterien der evidenz-basierten Medizin entsprächen. Bis welche vorlägen sei es jedoch legitim, sich auf die durchaus solide Evidenz aus kleineren klinischen Studien, aus Labor- und Tierversuchen zu stützen. Auf der (englischen) Internet-Plattform eat-to-beat.org finden sich die neuesten Forschungsergebnisse verständlich aufbereitet sowie eine Fülle an Tipps und Rezepten. Hatte der griechische Arzt Hippokrates nicht schon vor rund 2.400 Jahren gefordert: „Eure Nahrungsmittel sollen eure Heilmittel sein und eure Heilmittel sollen eure Nahrungsmittel sein“?

Der Low Carb – LCHF Kongress

Am 17. und 18. Februar 2018 treffen sich namhafte Experten, so auch Ulrike Gonder, und Gesundheitsinteressierte zum Low Carb – LCHF Kongress in Düsseldorf.

Der Kongress ist eine attraktive Plattform für alle Low Carb – Ernährungsformen. Diese Ernährung stellt eine wesentliche Voraussetzung dar, um mit Leichtigkeit gesund durchs Leben gehen zu können.

Themen des Kongresses sind Demenz, Diabetes, Ketogene Ernährung, Krebs, Rheuma, Sport und Vitamin D. Hier erfahren Sie mehr.

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Leider ist man in DE noch nicht so weit, natürliche Mittel mit einzusetzen.

Wir waren im Oktober 2017 beim Infotag - der neurochirurgisch super interessant war und dem Patienten so viel Hoffnung gab.
Aber ich hatte da schon den Eindruck, dass die unterschiedlichen "Abteilungen" der Medizinsparte nicht unbedingt gerne zusammen arbeiten um gemeinsam Ergebnisse zu erzielen....

Sehr gerne hätte ich mir grundsätzlich gewünscht, dass man in DE überhaupt erst einmal Erkenntnisse zur Erkrankung, Studien und Forschungsergebnisse in deutscher Sprache veröffentlicht. Patienten und ihre Angehörigen wären besser informiert und ja, ich würde mir auch wünschen, dass die Fachleute sich besser und regelmäßig informieren würden - 2017 fiel da besonders auf, dass in DE die CeTeGe - Studie - obwohl von der dt. Regierung finanziert und gefördert, über Jahre in mind. 12 dt. Krebskliniken durchgeführt - zu 80% unbekannt war und gerne abgelehnt wurde.....


Auch solche Informationen wie u.a. bei der TTF-Therapie, dass gute Betreuung der Patienten (vorgeblich) zum längeren Überleben beitragen, finde ich persönlich höchst interessant - leider wird das dann gerne als Humbug abgetan - ohne, dass man da mal wissenschaftlich rangegangen wäre.....
GMT
Mirli
11.05.2019 12:07:05Neu
Ich möchte mich hier vollumfänglich der Aussage von GMT anschließen.

Habe mich mal mit dem Thema Autophagie näher beschäftigt und es als wirklich interessant eingeschätzt.

Zitat: "Dr. Yoshinori Ohsumi, ein japanischer Zellbiologe hat untersucht, wie menschliche Zellen ihre Abfälle loswerden. Der Prozess der Abfallentsorgung hat einen wissenschaftlichen Namen "Autophagie". Wenn dieser Prozess im Körper nicht richtig funktioniert, können Diabetes Typ-2, Parkinson oder andere altersbedingte Krankheiten und sogar Krebs entstehen. Aber wenn du fastest, hältst du deine Zellen jung und dein Körper produziert mehr Energie!"

Bei Youtube sind zum Thema Autophagie Filmbeiträge zu finden z.B. vom BR - Faszination Wissen, woraufhin ich vor Ostern ebenfalls 1 Woche nach dem gezeigtem Muster vorging.



„Zur Wahrscheinlichkeit gehört auch, dass das Unwahrscheinliche eintritt.“ (Aristoteles)
Mirli
Mirli
11.05.2019 12:11:13Neu
Das Thema gut beschrieben findet man z.B. auch unter einer Seite im Internet:

Intermittent Fasting Diet

21. April 2013
Mehr Autophagie durch periodisches Fasten?!


Dies ist kein typischer Artikel über Ernährung oder periodisches Fasten. Vielmehr richtet er sich an alle, die die Wirkungsweise unseres Körpers verstehen wollen. Ich zeige, wie Zellen gesund bleiben, eventuell Krebs sowie degenerative Krankheiten vorgebeugt werden können und man sich sogar nach einer Krebsbehandlung vor Rückfällen schützen kann.





Autophagie – Selbstkanibalismus der Zellen als Heilmittel?



Autophagie ist einer der wichtigsten Prozesse im menschlichen Körper und doch haben die wenigstens bisher davon gehört. Sogar in wissenschaftlichen Publikationen und Büchern über Ernährung oder Gesundheit liest man wenig über Autophagie oder Autophagozytose. Beide Begriffe sind synonym zu verwenden und beschreiben den gleichen Prozess im Körper, den man aus der griechischen Bedeutung ableiten kann. „Auto“ heißt „selbst“ und „phagein“ bedeutet „fressen“. Es geht folglich um den Selbstkanibalismus unseres Körper beziehungsweise unserer Körperzellen.




Recycling gibt es auch auf kleiner Ebene...
Recycling gibt es auch auf kleiner Ebene...

Recycling auf zellulärer Ebene



Zellen sind in der Lage Recycling zu betreiben. Dabei werden einzelne beschädigte Bausteine der Zelle abgebaut, zerlegt und wiederverwertet oder als Brennstoff benutzt. Ähnlich wie die Energie aus den Fettreserven gewonnen wird, wenn der Körper sich in einem Kaloriendefizit befindet, funktioniert es auch auf zellulärer Ebene. Kleine Bestandteile der Zelle, die nicht überlebensnotwendig sind, werden bei Energieknappheit als Brennstoffersatz verwendet.





Dieser Prozess ist nicht nur ein Notfallsystem in Hungerperioden, sondern dient auch der Reinigung und der Erneuerung der Zellen.



Auch schädigende Zellbestandteile, Bakterien und Viren werden über den Prozess der Autophagie unschädlich gemacht. Es ist ein essentieller Prozess, der den Erhalt einer gesunden Zelle gewährleistet. Nur durch ständige Wartung, Abbau beschädigter Bestandteile und anschließender Reparatur ist es möglich, die Zellfunktion aufrecht zu halten. Diesen Prozess kann man aktiv unterstützen, aber auch hemmen!

Beim Reinigungsmechanismus wird ein abbauender Prozess vorausgesetzt. Werden die beschädigten Bausteine nicht abgebaut, können neue Bausteine auch nicht eingesetzt werden. Diesen Effekt kennt man auch vom Training, bei dem dieser Mechanismus schon bekannter ist. Beim Krafttraining zum Beispiel wird die Muskulatur angegriffen und es entstehen Mikrorisse. In Folge dessen ist der Muskel nach dem Training leicht beschädigt. Die beschädigten Fragmente werden abgebaut und bei der nächsten Zufuhr von Nährstoffen kehrt sich dieser Prozess um und die beschädigten Bestandteile des Muskels werden umso stärker wieder aufgebaut. Auf einen abbauenden (katabol) folgt ein aufbauender (anabol) Prozess. Wichtig ist jedoch, dass beide Prozesse im Gleichgewicht stehen – der sogenannten Homöostase.




Was passiert bei einem gestörten Gleichgewicht?



Wenn die aufbauenden und abbauenden Prozesse nicht im Gleichgewicht stehen, kann der Prozess der Zellreinigung und Zellregeneration nicht optimal funktionieren. Das hat zur Folge, dass auch die Zelle in ihrer Funktion eingeschränkt wird oder eine Dysfunktion entsteht.



In einem extremen katabolen Zustand - wie zum Beispiel in einer langanhaltenden Diät mit starkem Kaloriendefizit oder langem Fasten - kann der Körper ab einem Punkt nicht mehr genügend Energie für die Zellfunktion bereitstellen und folglich wird diese eingeschränkt.

Die Zelle geht in einen Schutzmodus, in der sie sehr wenig Energie verbraucht, sodass ihre Funktion „einschläft“, sie aber nicht stirbt und im Falle erneuter Energiebereitstellung wieder funktionsfähig gemacht werden kann. Hält diese Unterversorgung zu lange an, „verhungert“ die Zelle und es kann zum Zelltod kommen. In einer radikalen Diät wird daher nicht nur Fett abgebaut, sondern auch Muskulatur zu der auch der Herzmuskel zählt. Daher sollte man bei einer Gewichtsreduktion kein zu großes Kaloriendefizit eingehen und einen langsamen und gleichmäßigen Fettverlust anstreben.


Das Gegenteil findet statt, wenn man zu viel und zu häufig isst. Bei einem Kalorienüberschuss befindet sich der Körper in einem aufbauenden Milieu. Besonders ein konstant erhöhter Insulin-Spiegel bremst die Autophagie. Insulin ist ein stark anaboles Hormon, das die Speicherung von Nährstoffen in körpereigenen Energiereserven fördert. Darüber wird dem Körper signalisiert, dass ausreichend Energie zugeführt wird und er keine eigenen Energiereserven anzapfen muss. Dementsprechend kommen die abbauenden Prozesse zu kurz und die Zellreinigung wird gehemmt. Der Insulinspiegel wird zum größten Teil über die Zufuhr von Kohlenhydraten (z.B. Brot, Nudeln, Reis, Kartoffeln, Süßigkeiten) und in geringerem Maße über die Eiweißzufuhr reguliert.



Eiweiß ist im Vergleich zu Kohlenhydraten hingegen essentiell und wird im Körper unter anderem als Baustoff verwendet. Durch die Nahrung zugeführtes Eiweiß und Fett wird verwendet, um die abgebauten Bestandteile durch neue Bausteine zu ersetzen. Bekommt der Körper nicht die Möglichkeit beschädigte Zellbestandteile abzubauen, häufen sich diese Schadstoffe an und die Zelle wird funktionsunfähig oder entartet.



Derzeit ist der Prozess im menschlichen Körper noch nicht vollkommen erforscht, da er hochkomplex ist. Die Anzeichen verdichten sich jedoch immer mehr, dass eine gestörte Autophagie unter anderem Krankheiten wie Krebs, Muskeldysthrophie (Muskelschwund), Arteriosklerose und neurodegenerative Erkrankungen (Parkinson, Chorea Huntington, Alzheimer) hervorrufen kann.





Bildlich könnt ihr euch das so vorstellen:
In einem großen Hochhaus (Körper) gibt es viele Zimmer (Zellen). Werden die Zimmer benutzt, entsteht Müll bzw. Inventar wird beschädigt und ist nicht mehr funktionsfähig (alte Zellbestandteile). Werden die Zimmer nicht gereinigt (periodischer Nährstoffmangel) und werden immer mehr Sachen ins Zimmer geschafft, bricht das Chaos aus. Man kommt nicht an alles heran, Wege sind verstellt, die Einrichtung verdreckt und wird unbrauchbar.
Also lasst ab und zu die Putzkolonne alles ausmisten und säubern, dann können die Handwerker (neue Nährstoffe) auch alles in Schuss halten.





Was hemmt die Autophagie?



Leider ist es in den letzten Jahren in Mode gekommen, dass Ernährungsberater und Fitnesstrainer eine höhere Mahlzeitenfrequenz (5-6 Mahlzeiten am Tag) empfehlen. Es wird propagiert, den Insulinspiegel durch mehrere kleinere Mahlzeiten besser zu kontrollieren. Es stimmt auch, dass die Insulinspitzen geringer ausfallen, weil in der Regel weniger Nährstoffe pro Mahlzeit zu sich genommen werden und daher der Blutzucker in geringerem Maße erhöht wird als bei großen Mahlzeiten. Das Problem ist jedoch, dass der Insulinspiegel durch eine erhöhte Mahlzeitenfrequenz auch öfter erhöht wird und auf einem durchgängig erhöhten Niveau ist. Wie erwähnt hemmt ein erhöhter Insulinspiegel die Autophagie und kann die Entstehung oben genannter Krankheiten begünstigen. Daher sollte man höchstens bei 3 Mahlzeiten mit ausreichend Abstand am Tag bleiben.

Wir fasten periodisch um in dieser Zeit den "Zellmüll" abzubauen und im anschließenden Essensfenster neues Material einzubauen. So werden die Zellen nicht zur "Messi-Bude", sondern bleiben gepflegt wie im 5-Sterne-Hotel ;-)





Wie kann ich die Autophagie unterstützen?



Autophagie ist eine Art der Selbstheilung unseres Körpers und man kann sie mit verschiedenen Methoden fördern. Zusammengefasst kann man festhalten, dass 3 Faktoren bekannt sind, die den Prozess der Zellreinigung und Erneuerung begünstigen:



Phasen mit Nährstoffmangel (siehe periodisches Fasten)

Physischer Stress (Sport: sowohl Kraft- als auch Ausdauertraining)

Kalorienrestriktion (ein chronisches, leichtes Kaloriendefizit)



Die aufgeführten Punkte 1 und 2 sind sehr zu empfehlen, wohingegen ein chronisches Kaloriendefizit sehr schnell zu chronischem Nährstoffmangel und damit auch zu Muskel- und Knochenabbau führen kann. Daher sollte man zum Wohle seiner Gesundheit kurze Fastenperioden und Sport in sein Leben integrieren!











„Zur Wahrscheinlichkeit gehört auch, dass das Unwahrscheinliche eintritt.“ (Aristoteles)
Mirli
Angela
14.05.2019 07:51:32Neu
Ich weiß nicht, wie wichtig das Thema ist:

Tumortherapie: „Quälende Schleimhautschäden verhindern“
Siehe Pharmazeutische Zeitung Ausgabe 31/2009.
Kein Arzt hat uns bisher auch nur andeutungsweise dazu etwas gesagt. Leider haben wir aus Unkenntnis etwas falsch gemacht, aber selbst wieder in den Griff bekommen.

Ein anderes Thema wäre für uns auch die Dauer und die Dosis der Temozolomideinnahme, hier gibt es offensichtlich sehr unterschiedliche Meinungen und Erfahrungen.

Falls diese Themen auch für andere wichtig sind, wäre es gut, wenn Sie dafür Referenten für den Nächsten Hirntumorinformationstag finden würden.
Angela
Efeu
14.05.2019 13:25:03Neu
Hallo Angela,

ich habe strahlungsbedingt zu trockene Mund- und Nasenschleimhäute, die Drüsen arbeiten nicht mehr richtig.

Für den Mund hat mir der Zahnarzt eine befeuchtende Mundspülung empfohlen und die Zahnpasta dazu, Firma biotene. Für utnerwegs gibt es ein Spray im Handtaschenformat. Damit habe ich es im Griff.
Für die Nase hab ich eine salzhaltige Salbe, Emser Nasensalbe, das reicht meistens. Muss hat konsequent dran bleiben.

Die Augen ausreichend feucht zu halten finde ich viel schwieriger, da laviere ich mit hydraloronhaltigen Tropfen, entzündungshemmenden......

LG
Efeu
Efeu
Mirli
14.05.2019 17:18:08Neu
Hallo,
ich möchte an dieser Stelle mitteilen, dass ich in meinem Beitrag vom 11.5. um 12:11 Uhr nur einen Hinweis auf eine Internetseite gegeben habe, es war kein Link! Weshalb jetzt der gesamte Text dieser Seite hier eingetragen steht, entzieht sich meiner Kenntnis!

Ich habe den Text hier jedenfalls nicht eingestellt und distanziere mich davon ausdrücklich aus rechtlichen Gründen. Wer also hat diesen gestohlenen Text nachträglich unter meinem Nick hier eingestellt?

Ich möchte nicht, dass mein Kommentar, in welcher Form auch immer, im Nachhinein von wem auch immer, abgeändert wird!
Wer ist denn hier Moderator, an wen wenden sich Forenteilnehmer bei Problemen?

Wer schließt Threads ohne Begründung an die Beteiligten und gibt auf Nachfrage keine Antwort?

Danke für eine Info.


„Zur Wahrscheinlichkeit gehört auch, dass das Unwahrscheinliche eintritt.“ (Aristoteles)
Mirli
Mirli
14.05.2019 17:23:32Neu
Jetzt auf einmal steht der gesamte Text in meinem Postfach , gesendet von FORUM?? Wozu??

Also ich verstehe nicht, was das soll. Man könnte doch zumindest mal eine Info dazuschreiben!

„Zur Wahrscheinlichkeit gehört auch, dass das Unwahrscheinliche eintritt.“ (Aristoteles)
Mirli
rosi5
14.05.2019 17:49:54Neu
… und ich habe dieses Thema überhaupt nicht eröffnet... es war lediglich ein Beitrag in einem anderen Thread...
Ich möchte hier nichts mehr schreiben.
Ich kenne nicht ansatzweise ein Forum, das derart manipuliert.
Wenn wenigstens VORHER die Beitragenden gefragt würden, ob sie mit einer Änderung ihres Beitrages und in welcher Form einverstanden sind...
Ich bin fassungslos- UND ganz schlimm: es nimmt der Hirntumorhilfe ihre Glaubwürdigkeit.
rosi5
Angela
16.05.2019 08:05:23Neu
Hallo Efeu,
vielen Dank für Deine Tipps. Wir haben inzwischen die Mundspülung und die Zahnpasta gewechselt, nun geht es wieder besser.
LG Angela
Angela
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