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Limo229

Hallo!

Mein Vater, 60 Jahre alt, wurde im März minimalinvasiv operiert. Das Glioblastom IDH-Wildtyp, unmethyliert wurde makroskopisch entfernt. Er hat Ende April mit der Radio-Chemotherapie begonnen und diese am 3.6. abgeschlossen. Am 15.6. hat man jetzt ein Kontroll-MRT gemacht. Wir haben uns gestern den Befund abgeholt, auf dem steht jetzt, dass auf den Bilder ein peripher kontrastmittelaufnehmender lobulierter Rezidivtumor rechts temporal (also in der Resektionshöhle) gefunden wurde (2,5x2x1,5 cm). Er hat aber keine Mittellinienverlagerung und keine Liquorabflusstörung, ein geringes T2-gewichtet hyperintenses Umgebungsödem. Es geht ihm klinisch sehr gut, er ist aktiv und uneingeschränkt. Kann es sich hier auch um eine Pseudoprogression handeln? Wir haben das Arztgespräch erst nächste Woche, aber natürlich macht einem so ein Befund sehr nervös. Habt ihr Erfahrung mit solchen MRT-Befunden?

Danke und liebe Grüße
Lisa

Maggie55

War das ein Perfusion MRT? Wir hatten auch eine Veränderung beim MRT. Dann wurde ein zweites MRT erstellt. Ich glaube es hieß Perfusion MRT. Dort wurde festgestellt, dass es eine Nekrose ist. Die Ärzte haben dies angeordnet aufgrund der Form und weil der zeitliche Abstand zu den bisherigen Behandlungen eine Nekrose als Nebenwirkung in Betracht kam.

Limo229

Nein es war ein normales MRT. Ich denke auch, dass das eventuell der nächste Schritt sein wird. Stand bei euch im Befund auch Rezidivtumor? Liebe Grüße

Sarah43

Ich habe heute eine Studie gelesen dass bei Menschen die 6 Monate Ivermectin und Mebendazol genommen haben entweder der Krebs vollständig verschwand oder zum Stillstand kam

Das ist ein sehr interessanter Ansatz und wird in der Krebsgruppe in Facebook auch empfohlen...

ich habe damit keine Erfahrungen- was haltet ihr davon?

Maggie55

@Sarah43, ja im Bericht der Radiologie stand dass es sich um Tumor handelt. Unsere aktuellen Neuroonkologen empfahl uns mit einer neuen Chemotherapie weiter zu machen. Aber so sie sagten auch, wir sollten uns an die Klinik wenden, die die erste Bestrahlung durchgeführt hat, um zu prüfen, ob eine weitere Bestrahlung möglich ist. Und diese Klinik hat innerhalb einer Woche, das MRT und die Tumorkonferenz gemacht. Und siehe da, es ist eine Strahlennekrose

Sarah43

Ok und was ist das wie wird es behandelt..wahnsinn wie ärzte sich irren... ich vertraue keinem Arzt und das aus gutem Grund..sollte man nie und alles hinterfragen nicht blind vertrauen

Maggie55

Die Nekrose ist eine Wucherung. Nicht bösartig, macht aber die gleiche Symptome. Sie wird bisher nicht behandelt.

Sarah43

Stell dir mal vor du hättest Chemotherapie gemacht, Chemo zerstört auch alle guten Zellen :( Daher nicht so einfach...

Maggie55

Nein, es ist alles schwierig und man fühlt sich mit vielen Dingen alleine gelassen. Und man ist schließlich Laie und genug Aufwand mit der Pflege.

Limo229

neu

Ich möchte euch ein Update geben und werde dann auch dieses Forum verlassen:

Bei meinem Papa wurde am 15.06. beim ersten Kontroll-MRT ein Rezidiv gesehen mit 2,5x2x1,5 cm recht temporal. Daraufhin wurde eine erneute OP geplant, diese wäre am 22.07. gewesen. Am 10.07. klagte mein Vater über starke Kopfschmerzen, daher sind wir mit im ins KH. Ein MRT am 13.07. zeigte einen starken Progress des Rezidivs 10,5x2,5 cm (größer als der ursprüngliche Tumor bei ED im März 2026) und zusätzlich einen Satellitenherd beim Hirnstamm (2,5x2 cm) bei der prämedullären Zisterne ventral der Medulla oblongata. Aufgrundessen wurde die OP abgesagt. Am 16.07. bekam mein Vater die erste Infusion Avastin. Geplante Bestrahlung des Satellitenherdes wäre am 06.08. gewesen. Zuhause erlitt er dann am 19.07. einen fokalen epileptischen Anfall linksseitig. Danach entwickelte er sich leider zum Pflegefall. Am 31.07. bekam er wieder eine Infusion Avastin. Am Dienstag, 04.08. verschlechterte sich sein Zustand am Nachmittag, kurz vor 23 Uhr ist er leider verstorben. Am Vormittag des 04.08. hätte ich mir nie gedacht, dass es sein letzter Tag sein würde, er hat sogar noch ein ganzes Joghurt gegessen.

Ich wünsche euch allen einen besseren Verlauf und hoffe, ihr könnt lange mit dieser Krankheit leben!
Alles Liebe!

MeWe123

neu

Liebe Limo229,
sofern du noch da bist…mein tief empfundenes Beileid!!!
So ein Verlauf ist nicht schön, ich hoffe sehr, dass dein Paps ohne Sorgen und Schmerzen, ohne zulange Leidenszeit gehen konnte. Für euch viel Kraft und liebe Menschen, die euch nun tragen und begleiten!!!!

Madiya

neu

Liebe Limo, so schrecklich, dass sicher für euch war, denke ich, dass es für euren Vater ein den Umständen entsprechend guter Verlauf war. Es ging ihm die ganze Zeit noch einigermaßen gut nachdem, was du schreibst und er hat nicht zu lange leiden müssen. Insgesamt. Mein Schwiegersohn hatte einen Geoplastturm, wobei er nach der ersten Operation bereits völlig wesentlich verändert war und nach der zweiten Operation noch viel mehr Ausfälle und Wesensveränderungen hatte. Es war ein fürchterlicher Leidensweg mit hochdosierte Cortison wegen dem extremen Hirnnödemüber über lange Zeit. Er war aggressiv, die ganze Zeit nur depressiv, schlecht gestimmt und für ihn und die ganze Familie war es entsetzlich, diese 15 Monate.

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