Vor drei Jahren gab es einige Veröffentlichungen über Petersilie als Mittel gegen Darmkrebs - Forscher hatten entdeckt, dass das in der Petersilie enthaltene "Apigenin" zumindestens in Laborversuchen die Wanderung von Darmkrebszellen bremst. Man nahm an das Apigenin direkt in die Zellteilung der Krebszellen eingreift. Über einen therapeutischen Wert machte das Forscherteam damals keine Aussage. Die Wissenschaftlerin Dr. Britta S. Kubens (Uni Witten/herdecke) beschäftigte sich mit diesem Thema. Kubens´ Arbeitshypothese: den Zellzyklus irgendwo zu blockieren. Von insgesamt 4 Substanzen pflanzlichen Ursprungs erwies sich das Flavon Apigenin aus der heimischen Petersilie als interessantester Wirkstoff. Unter seinem Einfluss machten sich weniger Zellen auf den Weg als bei den anderen Substanzen, die Zellen liefen weniger lange und legten eine kürzere Strecke zurück. Da der Zellzyklus beeinträchtigt war, teilten sich die Zellen auch weniger häufig als die Kontrollzellen. Apigenin greift allerdings relativ spät in die Zellteilung ein. Mimosin, ein Stoff aus den Blättern des etwa in Süd- und Mittelamerika vorkommenden Wunderbaums, wirkt wesentlich früher. Daher könnte sich eine Kombination dieser pflanzlichen Wirkstoffe günstig auswirken. Diese Wirkstoffe sollten mit der gängigen Chemotherapeutika verglichen werden.
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