www.hirntumorhilfe.de
Herzlich willkommen im Forum der Deutschen Hirntumorhilfe!

Thema: Tipps zum Umgang mit Schmerzen

Tipps zum Umgang mit Schmerzen
Muriel
13.09.2021 00:19:14
Hallo,

ich bin ganz neu hier und möchte Euch um Eure Erfahrungen im Umgang mit Schmerzen bitten.

Bei mir wurde im April 2021 ein gutartiges Meningeom komplett entfernt. Ich habe eine 30 cm lange Narbe unter dem Haaransatz und ein Bohrloch links. Außerdem habe ich auf dem Schädel deutlich fühlbar die "Klappkanten", und der Kaumuskel links wurde durchtrennt, und ich habe mittlerweile eine Kaumuskelatrophie.

Womit ich überhaupt nicht umgehen kann: Ich hatte keinerlei Schmerzen nach der OP. Diese habe ich jetzt, seit Ende August, und ich kann überhaupt nicht damit umgehen.

Ich habe die Kopfhaut hochschießende Nervenschmerzen; mein Hausarzt sagt, das liegt daran, dass bei der OP die Nerven verletzt wurden. Ich bekomme dagegen seit zwei Tagen 25 mg Pregabalin, das ein bisschen hilft. Ich muss dazu sagen, dass ich vor Pregabalin und Gabapentin wegen der drohenden Nebenwirkungen große Angst habe.

Außerdem habe ich rechts vom Kiefer übers Ohr über die Schläfe in den Kopf ziehende Schmerzen, die sich vom Pregabalin völlig unbeeindruckt zeigen.

Da ich mich durch die Schmerzen nicht konzentrieren kann, kann ich die vielen Informationen von Euch nicht wirklich verarbeiten. Ich bitte Euch um Hilfe: Was kann ich tun, zu welchem Arzt muss ich gehen, um mit diesen Schmerzen klarzukommen?

Vielen Dank im Voraus.

Liebe Grüße

Muriel
Muriel
KaSy
13.09.2021 00:37:55
Liebe Muriel,
Ein paar Stichpunkte:

Schmerztagebuch führen
Neurologe
Schmerzambulanz
Abwarten, bis die Medikamente wirken
Physiotherapie
Ergotherapie (Die können viel!)

KaSy
KaSy
Muriel
13.09.2021 01:04:44
Liebe KaSy,

herzlichen Dank für Deine schnelle und einfache Antwort!

Ich bin aktuell in physio- und ergotherapeutischer Behandlung, allerdings mit dem Auftrag der Behandlung meiner Koordinations- und Gleichgewichtsstörungen. Meinst Du, die Mitarbeiterinnen können mir dann auch mit den Schmerzen helfen?

Kannst Du mir etwas zum Thema "Schmerzambulanz" erzählen? Kann ich da einfach einen Termin vereinbaren, oder muss das über den Hausarzt laufen?

Und kannst Du mir bitte auch noch etwas zum Thema "Schmerztagebuch" erzählen? Was ist der Sinn, und was notiere ich da?

Mein Neurologe hatte mit der ganzen Meningeom-OP nichts zu tun, da die Behandlung sich ausgesprochen rasant entwickelte. Ist es sinnvoll, zu ihm zu gehen, oder ist es besser, die Neurochirurgische Ambulanz, in der ich in Behandlung bin, zu befragen? Hier ist das Problem, dass die Ärzte hinter einer Plexiglasscheibe sitzen und hinter dieser auch nicht hervorkommen. Sie untersuchen und berühren mich nicht, sondern fragen nur durch die Plexiglasscheibe hindurch. Ich weiß deshalb nicht, ob das sooo sinnvoll ist.

Es tut mir leid, Dich damit behelligen zu müssen, aber ich bin vor Schmerzen einfach dumm und dumpf im Kopf.

Vielen Dank und viele Grüße

Muriel
Muriel
KaSy
13.09.2021 08:06:52Neu
Liebe Muriel,
Physio- und Ergotherapeuten haben verschiedene Weiterbildungen und dadurch bestimmte Spezialisierungen, frage sie!

Wo es bei Euch eine Schmerzambulanz gibt, musst Du herausfinden oder Deine Hausärztin fragen, das könnte in einer Klinik sein.

Ein Schmerztagebuch stellst Du Dir selbst her mit Datum, Uhrzeit, Schmerzart, Schmerzstärke (1-10) und was der Anlass war bzw. was zuvor geschah.
Das hilft Dir und dem Schmerzarzt.

Hat Dir der Hausarzt die Medikamente verschrieben?
Solche speziellen Sachen könnte sich auch der spezialisierte Neurologe ansehen.
Frag Deine Hausärztin, ob sie es auch so sieht.

Den.Neurochirurgen würde ich als letztes danach fragen. Er hat das zwar verursacht und kennt die Ursache, aber die Folgen behandeln andere Ärzte.

Wegen der Nebenwirkungen der Medikamente höre lieber auf Deinen Arzt, der darf das auch höher dosieren, aber frage!

KaSy
KaSy
Muriel
13.09.2021 09:03:20Neu
Liebe KaSy,

herzlichen Dank für Deine schnelle und hilfreiche Antwort!

Ich habe gleich um 9.50 Uhr einen Termin bei meinem Hausarzt, weil ich die Schmerzen nicht mehr aushalte. Ich fange vor Schmerzen an zu weinen.

Super, danke für Deine Einschätzung, dass die Neurochirurg:innen die letzten sind, die Du fragen würdest. Das deckt sich mit meinem vagen Eindruck.

Liebe Grüße

Martina
Muriel
Mirli
13.09.2021 10:47:18Neu
Hallo Muriel,

möchte dir noch ergänzend meine Gedanken nennen, die mir beim Lesen so einfielen.
Ich selbst habe auch einen durchtrennten Muskel, allerdings im Nacken. Er hat mir zum Glück noch keine Schmerzen beschert. Auch meine Gesichtslähmung hat schmerzmäßig Ruhe gehalten. Allerdings ist bekannt, dass ganz heftige Nervenschmerzen durch den Trigeminusnerv entstehen können. Ob er bei deiner OP in Mitleidenschaft gezogen wurde, glaube ich eher nicht, denn dann hättest du unmittelbar schon starke Schmerzen erlitten. Wenn aber, wie du schreibst, solche unerträgliche Schmerzen jetzt entstehen, denke ich doch wieder an den n. Trigeminus. Es gibt vllt. durch "Verwachsungen" einen Zusammenhang?

Als Tipp: Falls dein Hausarzt keinen Plan hat, könntest du dich in einer Praxis/Ambulanz der MKG-Chirurgie (Mund, Kiefer, Gesicht) vorstellen. Dortige Fachärzte sind Spezialisten und haben durch den Spezialbereich Gesichtschirurgie auch gewisse Schmerz-Kompetenz. Sie sind bei Verletzungen, Fehlbildungen und Tumoren zuständig oder bei Erkrankungen durch operative Eingriffe. Es gibt eingebundene Anästhesisten, die im Grunde auch Schmerzärzte sind. Dort könnte man dir womöglich zeitnah helfen. Ob du dorthin eine Überweisung vom Hausarzt oder Facharzt (HNO) brauchst, weiß ich aber nicht. Alternativ wäre auch (mit kürzerer Wartezeit) die Konsultation eines guten Zahnarztes denkbar. Dieser hat mitunter "heißen Draht" zum Bereich "MKG". Außerdem ist der schnelle Kontakt zu einem HNO-Arzt eine sehr gute Möglichkeit dir zeitnah zu helfen.

Viel Glück!
Gruß Mirli
Mirli
Antilaktina
13.09.2021 12:15:07Neu
Hallo Muriel,

Schmerztagebücher kann man ganz leicht im Internet herunterladen, einfach bei Google danach suchen.
Ich weiß, dass einem das Tagebuchführen unter großen Schmerzen schwerfallen kann. Nach meiner Erfahrung lohnt es sich aber auf jeden Fall. Viele Schmerztherapeuten wollen ganz detailliert (genaue Umstände, Tageszeiten, Dauer, Intensität, Gegenmaßnahmen, die man selber ergreift etc.) über die Schmerzen informiert werden (auch über längere Zeiträume), um die optimale Therapie zu finden.

Ich persönlich habe sehr gute Erfahrungen mit meinem Neurologen und einer Schmerzambulanz gemacht, obwohl diese Ärzte nicht den Tumor behandeln.

Bei Nebenwirkungen von Medikamenten musst du natürlich ganz individuell sehen, wie du damit klar kommst. Ich würde dir aber raten, nicht zu große Angst zu haben und Medikamente zu versuchen, wenn dein Arzt sie empfiehlt. Du wirst mit den Nebenwirkungen auch nicht alleine gelassen und es erfolgen regelmäßig körperliche Untersuchungen und Bluttests, wenn schwerere Nebenwirkungen auftreten könnten.
Geht es mit anderen Therapien ohne Medikamente: natürlich umso besser!

Alles Gute
Antilaktina
Muriel
13.09.2021 16:59:02Neu
Liebe Mirli,

herzlichen Dank für Deine Tipps. Ich war jetzt beim Hausarzt, und er hat mir erst mal wieder Novalgin verschrieben und eine Überweisung zum Neurologen gegeben, worüber ich sehr froh bin.

Ja, zum Zahnarzt muss ich ohnehin; ich werde ihn fragen, ob er mich unterstützen kann, da mir seit kurzem beide Seiten der Kiefer weh tun und ich den Mund auch nicht mehr gut öffnen kann.

Und der Neurologe kann mir dann auch sagen, ob der Trigeminus-Nerv in Mitleidenschaft gezogen worden ist. Mir hat vor Jahrzehnten mal eine Mitschülerin von ihrer Trigeminus-Entzündung erzählt, und genau so fühlt es sich bei mir jetzt an.

Liebe Grüße

Muriel
Muriel
Muriel
13.09.2021 17:06:05Neu
Liebe Antilaktina,

vielen Dank für Deine Informationen!

Hmpf, ja, es ist genau, wie Du sagst: Mir fällt es schwer, das Schmerztagebuch zu führen. Ich finde Deine Beobachtung, dass es bei starken Schmerzen schwierig ist, es zu führen, wunderbar. Bei mir steht jetzt drin: "Schmerzen von x bis y, um y+1 Novalgin genommen, Schmerzen weg. Schmerzen von a bis b, um b+1 Novalgin genommen, Schmerzen weg." Das ist natürlich nicht sooo aussagekräftig.

Ja, was Du über die Nebenwirkungen schreibst, kann ich nachvollziehen. Ich nehme das Pregabalin auch weiter, habe dem Hausarzt allerdings meine Elefantenunterschenkel ohne Fußknöchel gezeigt und habe ihm auch gesagt, dass die extreme Lichtempfindlichkeit, die verschwunden war, wieder da ist. Ich soll es erstmal weiter nehmen, und das tue ich auch, denn es hilft ja ein bisschen.

Mich machen diese Kopfschmerzen wirklich fertig. Ich habe in meinem Leben seit Jahrzehnten mit starken chronischen Schmerzen wegen meines Rückens zu tun, und dafür habe ich Bewältigungsmechanismen. Kopfschmerzen jedoch kenne ich nicht. Ich kann nicht mehr denken, und ich habe keine Strategien, wie ich damit umgehen kann. Ich bin ihnen ausgeliefert.

Liebe Grüße

Muriel
Muriel
KaSy
13.09.2021 18:14:37Neu
Liebe Muriel,
1. Nimm das Pregabalin weiter.
Ich habe inzwischen gesucht und gefunden, dass Pregabalin bei dieser Art von Schmerzen wirken kann, aber es braucht gut eine Woche, bis es im Gehirn "ein Umdenken" erzeugt.
Es ist auch als Langzeitmedikament möglich, da es auch gegen epileptische Anfälle wirkt.
Falls Du irgendwann nach längerer Zeit damit aufhörst, dann lass es nicht plötzlich weg, sondern verringere die Dosis - in Absprache mit dem Arzt - langsam. Sonst bekommst Du Entzugserscheinungen.

2. Wenn Du Schmerzen bekommst und Du weißt, dass ein Medikament dagegen wirkt, dann warte nicht eine ganze Stunde.
Du weißt, dass die Schmerzen, die Du bereits kennst, nicht von allein weggehen.
Nimm das Medikament.

Schmerzen, egal wo, belasten den ganzen Körper, belasten den Kreislauf - und sollten bitte nicht chronisch werden.
Denn es gibt ein Schmerzgedächtnis. Wenn eigentlich kein Anlass mehr da ist, tut es trotzdem weiter weh. Das solltest Du nicht zulassen.

3. Das Schmerztagebuch hast Du begonnen und merkst, dass es nicht leicht ist. Du wirst nach und nach besser damit klarkommen, weil Du Dich durch diesen "Zwang, etwas aufzuschreiben", besser beobachten wirst.

Das selbe Problem hat auch der Schmerztherapeut, wenn Du ihm sagst, ich habe Schmerzen. Aber er kennt Dich überhaupt nicht.

Ich wünsche Dir sehr, dass Du mit den Schmerzen besser klarkommen wirst.
KaSy
KaSy
Pomperipossa
13.09.2021 18:37:04Neu
Hallo Muriel,

in Ergänzung zu den vorherigen Beiträgen, habe ich noch eine Nachfrage:
1) Hast Du einen Einschleichplan bekommen? Schmerzmittel brauchen schon etwas Zeit, um ihre Wirkung zu entfalten.

Bei Gabapentin i.d.R. 14 Tage. Wird bei Dir die Einnahmedosis gesteigert? Wie hoch ist Deine verschriebene Tagesdosis Gabapentin? Die Wirkung dieser Mittel kann variieren - durch
- Einnahmerhythmen,
- die Flüssigkeitsmenge (und bitte wirklich nur Wasser),
die Wettertemperatur (bei über 25 Grad verändert sich die Wirkung),
- Alkohol (auch in Lebensmitteln und Medikamenten) usw...

2) Bei mir hat heute auch mehrfach der Trigeminus heftigst in den Kiefer "geschossen". das passiert u.a. bei anstehenden Wetterwechseln. Tiefdruckgebiete mögen meine "Diven" - so hat der NC die kaputten Nerven visualisiert, nämlich gar nicht. Trotz einer Schmerzmittel-Kombi aus Opiod und Gabapentin (Tagesdosis 2400 mg) passiert das, aber ich habe verstanden, dass die Schmerzmittel eine "Krücke" für mich sind, um mehr körperliche Belastbarkeit, längere Schmerzfreiheit (sind ja keine Smarties") und somit mehr Lebensqualität zu erhalten.

Ich Dir eine PN zu einem Leitfaden "Umgang mit Schmerzmitteln" geschickt.

In Ergänzung zu den tollen, schon genannten Vorschlägen:
- Osteopathie und
- Akupunktur (Nadeln, Laser, Elektro)
könnten Dir gut tun.

Wünsche Dir weiterhin viel Kraft, Geduld und Zuversicht

Liebe Grüße
Pompi
Pomperipossa
Antilaktina
13.09.2021 19:13:08Neu
Liebe Muriel,

ich habe gerade ein bisschen mit mir gerungen, ob ich diesen Beitrag schreiben sollte, denn diese "Tipps" sind überhaupt nicht medizinisch belegbar, aber ich lese in deinen Beiträgen pure Verzweiflung und vielleicht hilft es ja dir oder einem anderen Betroffenen:

Wenn ich akute, unerträgliche Schmerzen habe, nicht mehr denken kann und die Tränen laufen, tue ich Folgendes:
In die Hocke gehen, Arme abstützen (Sofa oder Stuhl) meinen Kopf mit den Händen halten und mit den Fingern immer "entgegen dem Schmerz" drücken: Schmerzt das Gesicht drücke ich am Hinterkopf, schmerzt es am Hinterkopf drücke ich die Schläfen, schmerzt der Kiefer drücke ich oben auf den Kopf. Ich halte den Druck dauerhaft, massiere also nicht. Dazu brauche ich es ruhig und dunkel.
Mir ganz persönlich verschafft das eine kleine Linderung bis dann hoffentlich schnell die Medikamente wirken. Ich habe dann das Gefühl, den Schmerzen nicht völlig ausgeliefert (wie du es auch schreibst) zu sein.

Einen Versuch ist es ja vielleicht mal Wert, hat auf jeden Fall keine Nebenwirkungen.

Ich wünsche dir ganz schnell Schmerzfreiheit.
(Mit dem Wunsch nach Geduld tue ich mich schwer, denn jede Sekunde mit diesen Schmerzen ist eine Qual.)

Liebe Grüße
Antilaktina
Antilaktina
Muriel
13.09.2021 21:02:27Neu
Liebe KaSy,

danke für Deine praxisnahen Tipps. Ich bin völlig irritiert, denn obwohl ich mich mit chronischen Rückenschmerzen auskenne, kenne ich mich nicht mit Kopfschmerzen aus, und das Schmerzmittelmanagement fällt mir schwer, und ich weiß auch einfach nichts darüber.

Ich habe jetzt wieder die Erlaubnis von meinem Hausarzt, Novalgin zu nehmen, und damit ist sehr viel Entspannung in mein Leben gekommen. Er sagt aber auch, dass ich das Pregabalin weiternehmen soll.

Wie siehst Du das: Ist es besser, die Schmerzmittel wirklich in festem Rhythmus zu nehmen, unabhängig davon, ob Schmerzen da sind oder nicht -etwas, was mir intuitiv zutiefst widerstrebt-, oder ist es besser, die Schmerzmittel erst bei Bedarf zu nehmen? Ich nehme 25mg Pregabalin, weniger geht nicht, aber beim Novalgin würde ich viel höher gehen, auf die Maximaldosis.

Liebe Grüße

Muriel
Muriel
Muriel
13.09.2021 22:10:38Neu
Liebe Pompi,

herzlichen Dank für die Broschüre zum Umgang mit Schmerzmitteln. Ich lese mich bereits ein, und sie wird mir sehr helfen!

Von dem Pregabalin nehme ich konstant 25 mg, deshalb brauche ich keinen Einschleichplan.

Du schreibst, dass Du 2400 mg Gabapentin nimmst. Kannst Du mir schreiben, ob Du Probleme mit Nebenwirkungen hast? Ich habe den Beipackzettel gelesen und sehr große Angst vor den Konsequenzen, die sich aus der Einnahme dieses Mittels ergeben.

Liebe Grüße

Muriel
Muriel
Muriel
13.09.2021 22:14:41Neu
Liebe Antilaktina,

danke schön, das probiere ich aus! Ich werde zwar das Hinhocken weglassen, weil ich das physisch nicht hinbekomme, aber die entgegengesetzte Akupressur, die Du beschreibst, leuchtet mir ein, und ich werde es probieren!

Dass es dunkel und still sein muss, um mit den Kopfschmerzen klarzukommen, habe ich heute auch schon festgestellt. Wie gesagt, ich kenne Kopfschmerzen nicht, deshalb kann ich nicht mit ihnen umgehen. Als ich heute beim Arzt war, habe ich mit geschlossenen Augen und sehr dunkler Sonnenbrille ganz still und bewegungslos in dem Behandlungsraum gesessen, und die Schmerzen waren kurzfristig weg.

Liebe Grüße

Muriel
Muriel
KaSy
14.09.2021 01:02:50Neu
Liebe Muriel,
Dosierungsempfehlungen gehören in die Hand des Arztes.

Pregabalin ist ein Medikament für den Dauergebrauch. Es wirkt auf den Hirnstoffwechsel und kann mit der gleichen Dosierung die Anfallsschwelle gegen epileptische Anfälle erhöhen und neuropathische Schmerzen lindern.
Du hast es nicht einschleichen müssen, weil Deine Dosis, die Du genannt hast, sehr gering ist.
(Bei Gabapentin ist die Anfangsdosis 6mal so hoch wie bei Pregabalin, Deine Dosis ist sehr niedrig, wenn Deine Angabe stimmt. Oder ich liege völlig falsch.)
Wenn Du bis jetzt keine Nebenwirkungen hast, müssen sie auch nicht eintreten.
Hab also keine Angst vor all den Nebenwirkungen, die im Beipackzettel stehen. Wenn die bei jedem auch nur zum Teil eintreten würden, würde es Dir der Arzt nicht geben.
Wenn Sie Deine Schmerzen verringern, dann ist dieses Medikament dauerhaft anwendbar.
Es wirkt etwa gut 6 Stunden, deshalb soll es dreimal täglich genommen werden, also alle 8 Stunden.

Ich "lehne mich mit diesen Aussagen sehr weit aus dem Fenster", denn das alles muss Dir der Arzt sagen und erklären, der es Dir verschrieben hat!

Novalgin ist ein Schmerzmittel für akute Schmerzen. Es gibt es als Tabletten in einer Standarddosierung, von denen zusätzlich je 2 genommen werden können, wenn Dein Dauermedikament nicht ausreichend wirkt. Das kann 3 bis maximal 5 Mal am Tag so genommen werden.

Aber auch das muss Dir Dein Arzt gesagt haben und er muss Dich dabei engmaschig begleiten.

Es darf Dir nicht passieren, in eine Schmerzmittelabhängigkeit zu geraten.

Deswegen ist die Schmerzmittelambulanz oder die Anästhesie einer Klinik für Dich ganz wichtig.

Es genügt nicht, auf ewig Pregabalin und bei Bedarf Novalgin zu nehmen.

Es muss die Schmerzursache gefunden und versucht werden, sie zu behandeln.

Ich weiß nicht, ob das bei Dir möglich ist.

Aber Du darfst dieses Ziel nie aus den Augen verlieren, nur, weil die Schmerzmittel-Kombination nach einiger Zeit "so schön hilft".

Die Schmerzmittel sollten möglichst ein Übergang zur Schmerzarmut und Schmerzlosigkeit sein, so wie eine "Krücke, um wieder gehen zu lernen".

Momentan sind sie unbedingt angebracht, sobald die Schmerzen beginnen.
Bei einer regelmäßigen Einnahme bleibst Du schmerzarm oder sogar schmerzfrei.
Diese Zeit kannst und musst Du nutzen, um Dich um die Behandlung der Schmerzursachen zu kümmern.
Dann kann erstmal das Novalgin seltener genommen werden.

Das muss wirklich gut begleitet werden, denn ich "fasele" hier als Laie herum. Natürlich hatte ich auch nach Operationen Schmerzen, z.T genügten ganz wenige Wochen Novalgin, mitunter mehrere Wochen. In einer Situation waren es auch wochenlang Opiate, wo ich froh war, dass ich erfolgreich um die Begleitung durch Chef-Anästhesisten gebeten hatte. Aber diese Schmerzen hörten alle irgendwann auf.
Ich habe Menschen kennengelernt, die eine Morphiumpumpe bekamen. Das hat mich sehr erschreckt. Es ist eine ziemlich letzte, aber immerhin mögliche Hilfe.

Möge es bei Dir bitte nicht so weit kommen!

KaSy
KaSy
Mego13
14.09.2021 08:09:54Neu
Liebe Muriel,

Du hast schon sehr viele wertvolle Tipps zu Deinen Schmerzen bekommen. Da ich seit meinem 5. Lebensjahr Migräne mit Auren habe, kenne ich mich praktisch ganz gut aus damit. Meine OP war im Juni 2019 seitdem habe ich auch noch klassische Kopfschmerzen.

Was ich hier nicht noch nicht als Tipps gefunden habe, sind klassische Entspannungstechniken:

Progressive Muskelentspannung

Autogenes Training

Langsame gemütliche Spaziergänge

Mediation, dazu gibt es auch mittlerweile tolle Apps. Einige wurden auch von Neurowissenschaftlern erstellt.

Atemtechnik: Betonung und Verlängerung der Ausatmung. Als würdest Du langsam die Luft durch einen Strohhalm rauslassen.

Leise Fluchen: Es liest sich verrückt, mittlerweile gibt es erste Forschungen dazu, wie nützlich fluchen für die Schmerzverabeitung ist.

Dunkelheit ist gut gegen die starken Schmerzen. Es kann noch besser sein, wenn man zusätzlich ein Augenkissen nutzt.

Manche Menschen benötigen absolute Stille, anderen hilft zarte Musik.

Was vielen Migränegeplagten hilft, ist ein Espresso mit Zitrone und einer Prise Salz Letzteres musst Du nicht in den Kaffee kippen, sondern nimmst es dazu.

Starke Migränemittel sind vom pharmazeutischen Aufbau her häufig eine Kombination aus Schmerz- sowie Antiübelkeitsmittel. Das kannst Du Zuhause imitieren, wenn Du zu den Novalgintabletten eine Ingwerpastille lutschst.

Falls Dir das Schmerztagebuch sehr schwer fällt, kannst Du es auch andersherum probieren. Du kannst aufschreiben, wann es Dir gut ging, was Du dann gemacht hast. Was Du gegessen hast. Als Mentaltechnik kann es besser sein, den Blick und Fokus auf das Bereichernde zu legen.

Du wirst (wahrscheinlich) bald Deinen Termin beim Neurologen haben. Es gibt Triptannasensprays für den absoluten Notfall. Pregbalin ist nicht das einzige Mittel gegen Trigeminusschmerzen. Es gibt zum Beispiel auch Eslicarbarzepin (Zebinix), was auch leicht stimmungsaufhellend wirkt. Wenn man es nur in leichten bis mittelstarken Dosierungen benötigt, braucht man es nur einmal täglich vor dem Schlafengehen zu schlucken. Dann verschläft man die Hauptnebenwirkung, nämlich Müdigkeit. Da es eine lange Halbwertszeit hat, ist auch der Wirkstoffspiegel gleichmäßiger.
Alle Mittel wie Pregbalin, Zebinix etc. müssen mit einem Plan des Neurologen ein- und ausgeschlichen werden.

Ein Besuch beim / bei Augenarzt / der Augenärztin kann auch nicht schaden. Denn auch starke Augentrockenheit oder andere Augenprobleme können Trigeminusschmerzen und Koofschmerzen triggern, was klar ist, wenn man bedenkt wie verzweigt die Augennerven mit den restlichen Nerven sind. Insgesamt kannst Du dich dort auch wegen eines Mittels zur Feuchthaltung der Netzhaut beraten lassen, denn alle Mittel wie Pregbalin und Co können die Bildung von Tränenflüssigkeit hemmen. Meine Augenärztin hat mir ein Augengel aufgeschrieben, was ich bei Trockenheit nehme, aber auch vorbeugend, wenn Migräne kommt.

Ein / zwei Logopädiesitzungen können auch hilfreich sein. Dort lernst Du Techniken zur Entspannung der Gesichtsmuskulatur und sanftes Ausstreichen des Narbenbereichs.
Logopädie kann der Neurologe verschreiben

Massagen können auch hilfreich sein: Der Stirnbereich ist mit dem Atlaswirbel verbunden. Der Atlaswirbel ist praktisch das Tor zur gesamten Rückenmuskulatur. So kannst Du also diese Linie umdrehen und über den rückwärtigen Verlauf für die Entspannung der Gesichtsmuskulatur sorgen, die auch Trigeminudschmerzen und Migräne triggern kann.

LG
Mego
Mego13
Muriel
14.09.2021 08:36:59Neu
Liebe KaSy,

vielen Dank für Deine eindringlichen Worte.

Die Gefahren einer Schmerzmittelabhängigkeit sind mir bewusst. Eine Verwandte von mir war schmerzmittelabhängig und hatte schmerzmittelinduzierte Kopfschmerzen, unter denen sie unendlich gelitten hat und gegen die sie nichts tun konnte. Sie hat dann auch Magen- und Darmblutungen bekommen und ist daran fast gestorben.

Jede Form von Abhängigkeit ist mir als freiheitsliebendem Menschen zutiefst verhasst.

Ich beschäftige mich mit den Nebenwirkungen in Beipackzetteln, ich bin in einer Online-Gruppe, in der die Opfer von Gabapentin und Pregabalin von ihren Erfahrungen berichten, und diese Medikamente machen mir Angst.

Deshalb werde ich so wenig Medikamente wie irgend möglich nehmen. Mir ist auch bewusst, was Schmerzmittel mit der Leber machen. Ich schachere mit mir selbst um jede Schmerztablette, die ich nehme, und versuche, auf sie zu verzichten.

Nichtsdestotrotz weiß ich, was für mich persönlich schlimmer als Abhängigkeit ist- und das sind starke Schmerzen. Wenn ich eine Schmerzeinstufung von 1-10 vornehme, dann ist 10 für mich die Endphase einer Entbindung, in der ich brüllend vor Schmerzen stundenlang gekämpft habe, Schmerzen, die die meisten Menschen niemals erleben, bis sie ernsthaft erkranken. Meine jetzigen Schmerzen, über die ich jetzt rede, sind bei 7. Ich werde also alles tun, um diese Schmerzen zu verhindern.

Genau deshalb versuche ich hier, für mich einen gangbaren Weg zu finden.

Liebe Grüße

Muriel
Muriel
Muriel
14.09.2021 09:03:24Neu
Liebe Mego,

herzlichen Dank für Deine Tipps, die noch einmal einen völlig anderen Aspekt in die Beschäftigung mit den Schmerzen gebracht haben.

Ich mache seit 25 Jahren Autogenes Training, wenn auch mit abnehmendem Effekt. Ich habe eine positiv formulierte Formel gegen die Schmerzen aufgenommen. Außerdem bedanke ich mich bei meinem Körper und meiner Seele für alles, was sie mir ermöglichen, z.B. zu duschen, die Haare zu waschen, die Haare zu föhnen. Ich bedanke mich für Schmerzfreiheit, ich bedanke mich für alles, was ich so erledigen kann. Das mache ich jeden Tag. Mein Körper und ich sind in ständigem Austausch miteinander, obwohl ich nicht denke, dass ich ihn wirklich verstehe. Er ist für mich ein Wunder, das mich repariert, ohne mein Bewusstsein einzuschalten, das eigenständige Entscheidungen trifft, das mich am Leben erhält, und das erfüllt mich mit hemmungsloser, fassungsloser Dankbarkeit.

Mit progressiver Muskelentspannung komme ich nicht gut zurecht, aber das muss ich ja auch nicht, weil ich das Autogene Training habe.

In der Reha hatte ich fünfmal pro Woche direkt nach dem Mittagessen Meditation. Ja, da lernt man, sich zu entspannen! Ich habe eine wunderbare Meditation auf youtube gefunden, die wir auch in der Klinik gemacht haben, mit den drei Sätzen: "Ich bin genug, ich habe genug, ich tue genug". Ich werde jetzt nach Schmerzmeditationen suchen, das ist eine super Idee!

Vielen Dank für den Atmungstipp! Ich habe ihn schon ausprobiert, und ich reagiere gut darauf!

Fluchen und Schimpfen habe ich noch nicht ausprobiert, aber es leuchtet mir ein, dass mir das helfen kann. Ich habe von einer Kollegin den Tipp bekommen laut zu seufzen; das praktiziere ich mit Begeisterung, weil es wirklich hilft.

Dunkelheit und Stille habe ich jetzt erst als hilfreich kennen gelernt. Bei den Rückenschmerzen, mit denen ich zu tun habe, ist Dunkelheit und Stille nicht wichtig, aber bei den Kopfschmerzen ist das natürlich etwas anderes.

Kaffee hilft mir, das habe ich auch schon gemerkt. Zitrone und Salz probiere ich aus, das wusste ich nicht!

Ich finde den Tipp, ein Nicht-Schmerz-Tagebuch zu führen, für mich sehr hilfreich. Danke, das ist super positiv. Denn wenn die Schmerzen nur durch die Schmerzmittel aufhören, ist der Erkenntnisgewinn gering. Mich bewusst zu fragen, wann es mir gut ging, was ich Gutes gemacht habe, und daraus auch folgend, womit das Gutgehen endete, hört sich sehr stimmig für mich an.

Künstliche Tränen sind sehr hilfreich; ich nehme sie wegen trockener Augen seit vielen Jahrzehnten.

Ja, mein Termin beim Neurologen. Hmpf. Ich wohne auf dem Land, und die Fachärzt:innen hier vergeben jetzt Termine für Dezember. Meinen Neurologen erreiche ich noch nicht einmal, weder telefonisch, noch reagiert die Praxis auf E-Mails. Das wird schwierig, aber ich bleibe am Ball.

Danke für den Tipp, dass Logopädie vom Neurologen verschrieben wird! Ich hatte schon einmal von meiner Zahnärztin Logopädie verschrieben bekommen, und da ging es um die Behandlung der CMD. Das hat mir sehr geholfen.

Damals kam auch etwas zur Sprache, das ich leider auch jetzt merke: Am Computer zu tippen und insbesondere die Maus zu verwenden, ist sehr schädlich für die Schulter-Nacken-Muskulatur, die sich dadurch total verkrampft. Mein Osteopath sagte, die menschliche Muskulatur sei nicht auf kleine, feinmotorische Bewegungen ausgelegt, sondern auf große, unpräzise Bewegungen. Ja, das ist schwierig für mich, da ich zur Zeit viele Informationen durch Online-Recherche und Schreiben bekomme. Mal sehen, was ich damit mache.

Liebe Grüße

Muriel
Muriel
Muriel
14.09.2021 21:32:45Neu
Liebe Menschen, die mir hier geschrieben haben, in einer Zeit, in der ich dunkel verzweifelt und verängstigt und vor Schmerz völlig verkrampft war,

ich möchte Euch auf dem Laufenden halten, was sich jetzt so getan hat.

Also, ich habe heute den ganzen Tag über bis abends keine Schmerzmittel gebraucht, weil ich keine Schmerzen hatte. Dafür bin ich unendlich dankbar.

Ich habe heute mit der neurologischen Praxis telefoniert, in der ich in Behandlung bin. Übermorgen ruft der Arzt mich an, und dann vereinbart er einen Termin mit mir. Das ist großartig, weil ich hier im Forum den Tipp bekommen habe, dass die Nerven nun, knapp sechs Monate nach der OP, auf Schäden getestet werden können.

Ich habe heute meine Kompressionsstrümpfe angezogen, Venengymnastik gemacht und eine Imaginationsübung mitgemacht.

Heute bei der Physiotherapie habe ich darum gebeten, statt des Konditionstrainings massiert zu werden, und ich wurde massiert. Das war soooo entspannend. Okay, jetzt habe ich Schmerzen, aber das hat mir die Therapeutin auch angekündigt. Deshalb habe ich jetzt Schmerzmittel genommen.

Mir ist durch Eure Unterstützung etwas mich zunächst Schockierendes klar geworden. Ich habe bisher gedacht, okay, das wird schon. Es dauert lange, die Genesung verläuft schrittchenweise, aber mit eifriger Physio- und Ergotherapie wird das schon. Ich habe jetzt begriffen, dass das bei weitem nicht reicht und dass ich mich noch viel mehr um mich kümmern muss. Das ist ein Lernprozess, der jetzt erst angefangen hat, und er fällt mir schwer.

Vielen Dank an Euch alle!

Liebe Grüße

Muriel
Muriel
Vica
22.09.2021 01:33:18Neu
Liebe Muriel,

ich freue mich sehr für Dich, dass Du am 14 September schreibst, Du brauchtest kein Schmerzmittel!!
Ich habe leider auch chronische Kopfschmerzen und CMD, ähnlich schlimm. Ich bin froh, dass Du die Diagnose hast, das ist ein wichtiger erster Schritt.

Ich hoffe, Du hast auch einen Zahnarzt, der sich damit auskennt?
Und eine Knirscherschiene? Bei mir kann man die Abnutzungen durch das Knirschen leider schon sehen, habe auch massive Probleme mit Kiefer-/Schulter-/Nackenverspannungen.

Meine Tipps:

- Feuchten Lappen in den Nacken, eine Stoffwindel drumknoten und ab ins abgedunkelte Schlafzimmer für ca. 30min.Augen zu, entspannen.
Ob Du das Tuch feucht heiß oder feucht kalt machst musst Du ausprobieren, bei mir hilft mal das Eine, mal das Andere. Manchmal kann ich auch mit Eisbeutel im Nacken (eingewickelt in ein dünnes Tuch, damit nicht zu kalt) besser einschlafen.

-Pfefferminzöl in den Nacken!! Tipp von Neurologen u. Orthopäden. Hilft mir z.T. echt.

-MKG-Arzt finde ich gut, über die bekam ich den Tipp mit der Knirscherschiene.

-Problem bei Osteopathie:
Die Kasse gibt nur einen Anteil dazu, Akupunktur gegen Kopfschmerzen zahlt meine gesetzl. Kasse nicht!

-In der Schmerzambulanz in der ich war wurde mir gegen meine Schmerzen angeboten, mit Lokalbetäubung den Okzipitalnerv zu blockieren, sollte möglicherweise helfen.
Ich würde es nicht mehr machen, hat auch nicht geholfen, leider.
Sie schickten mich zum Biofeedback, das hilft echt, wahr positiv überrascht.

-Augentropfen: Welche nehmt ihr? Meine Augen sind so trocken, da hilft Hylogel kaum noch...

Liebe Grüsse
Vica
Vica
Flurina
22.09.2021 05:38:28Neu
Liebe Vica,

Ich nehme VitaPos Augensalbe gegen trockene Augen.

Alles Liebe und Gute

Flurina
Flurina
Muriel
22.09.2021 07:57:16Neu
Liebe Vica,

vielen Dank für Deine Tipps! Ich antworte in Etappen, also wundere Dich bitte nicht, dass Teile fehlen.

Leider habe ich bereits dreimal versucht, mit einer Knirscherschiene zu schlafen, und es funktioniert bei mir nicht. Ich kriege dadurch sehr starke Nackenschmerzen, der Schmerz verlagert sich also von der Kieferregion auf die Halsmuskulatur. Natürlich ist eine Knirscherschiene die Behandlung der Wahl, sie funktioniert bei mir nur leider nicht. Was ich seltsam finde, aber tja.

Ja, bei mir sieht man die Abnutzungen auch! Ich habe ganz kurze Oberkieferschneidezähne, das ist alles abgeraspelt durch jahrelanges Knirschen. Zum Glück hat das Knirschen jetzt aufgehört, aber die Anspannung im Kiefer ist immer noch da.

Liebe Grüße
Muriel
Muriel
Muriel
22.09.2021 08:09:13Neu
Liebe Vica,

dass in den Nacken eingeriebenes Pfefferminzöl hervorragend gegen Kopfschmerzen hilft, habe ich schon häufiger gehört; jetzt, da Du schreibst, dass es Dir hilft, werde ich es auch probieren!

Mit Biofeedback habe ich in einer Reha auch sehr gute Erfahrungen gemacht. Beim ersten Mal bin ich in Tränen ausgebrochen; die Stationsschwester sagte: "Dann ist das etwas für Sie, es erreicht Sie!"

Sehr schade finde ich, dass Biofeedback in Vergessenheit gerät. Es ist kein Focus mehr darauf. Dabei hilft es blitzschnell, den Blutdruck zu senken.

Ich habe auch seit Jahrzehnten mit trockenen Augen zu tun. Ich nehme Lacophtal-Augentropfen, weil diese Tropfen wirklich die Ablagerungen auf der Augenoberfläche wegspülen, was die Augencremes bei mir nicht schaffen. Außerdem ist Lacophtal in der Dreierpackung auch sensationell günstig.

Liebe Grüße
Muriel
Muriel
Vica
26.09.2021 22:45:16Neu
Liebe Muriel,

das Pfefferminzöl, aber auch die Heisse Rolle (abgeguckt bei der KG) bzw. Kalte Rolle (wohltuende Wirkung gemerkt, als der Lappen kalt wurde) und im Extremfall Eisbeutel im Nacken hilft mir ziemlich für zwischendurch. (Habe gerade wieder einen an mir ;-) )

Was die Knirscherschiene angeht:
Vielleicht ist sie noch nicht optimal angepasst ?
Ich habe meine als ich sie bekam auch ca. 3 mal nach-optimieren lassen müssen bevor ich jetzt sehr gut damit zurechtkomme und echt morgens feststelle, dass mein Kiefer entspannter ist, -bzw wenn ich verspannt bin - zumindest nicht Zahnsubstanz verloren haben kann, weil die Schiene das verhindert. Vielleicht machst Du nochmal einen Termin mit Deinem Zahnarzt und sprichst mit ihm, er weiss bestimmt Rat.
Lacophtal -Augentropfen werde ich mir mal anschauen, danke!
Mir ist wichtig, dass sie keine Konservierungsstoffe enthalten, denn die sollen angeblich AUCH zu trockenen Augen führen, lt. einer dieser Gesundheitssendungen mit einer Augenärztin im TV.
Liebe Grüsse,

Vica
Vica
NACH OBEN