Hallo zusammen,
heute, am 14. September 2026, wurde ein wichtiger Meilenstein für alle Gliom-Patienten erreicht, besonders für uns, die wir immer wieder mit der frustrierenden Frage konfrontiert sind: Ist das auf dem MRT wirklich Tumorwachstum, oder sind es behandlungsbedingte Veränderungen?
Die US-amerikanische Lebensmittel- und Arzneimittelbehörde (FDA) hat heute Pixclara® (Floretyrosin F-18, auch bekannt als 18F-FET) als erstes FDA-zugelassenes FET-PET-Bildgebungsmittel speziell für Gliome zugelassen. .
Pixclara ist kein Medikament im klassischen Sinne. Es ist ein radioaktiver Diagnosewirkstoff für die PET-Bildgebung. Patienten erhalten eine intravenöse Injektion, danach folgt eine PET-Aufnahme. Der Wirkstoff wird gezielt von aktiven Tumorzellen aufgenommen, da er an bestimmte Aminosäuretransporter (LAT1 und LAT2) bindet, die in Gliomzellen stark überexprimiert sind — aber nicht in Narbengewebe oder strahlenbedingte Veränderungen.
Viele von uns kennen das Problem: Das Standard-MRT kann oft nicht zuverlässig unterscheiden zwischen:
- Echter Tumorprogression: der Tumor wächst wirklich, sofortiger Handlungsbedarf
- Pseudoprogression oder Strahlennekrose: das Bild sieht schlechter aus, aber es ist eine normale Behandlungsreaktion, kein echtes Wachstum
Bisher bedeutete diese Unsicherheit oft entweder eine Biopsie, also einen Eingriff, oder ein belastendes "Abwarten und Beobachten" über mehrere MRT-Zyklen hinweg. Pixclara könnte diese Entscheidung nicht-invasiv und deutlich schneller ermöglichen.
Laut offizieller Pressemitteilung ist Pixclara indiziert zur Unterscheidung zwischen rezidivierendem oder progredientem Gliom und behandlungsbedingten Veränderungen, in Kombination mit anderen diagnostischen Maßnahmen, sowohl bei Erwachsenen als auch bei Kindern ab einem Monat.
Die Nebenwirkungen: Bei 0,5% der Patienten traten Kopfschmerzen auf, bei weniger als 0,5% Übelkeit, Reaktionen an der Injektionsstelle, Müdigkeit und allgemeines Unwohlsein. Klinisch sehr gut verträglich.
Die FDA-Zulassung gilt für die USA. Die Verfügbarkeit wird zunächst an großen Krebszentren und Universitätskliniken starten, typischerweise innerhalb von Wochen bis wenigen Monaten nach der Zulassung. Für Deutschland und Europa laufen separate Zulassungsverfahren bei der EMA; FET-PET ist in Europa bereits in klinischen Leitlinien empfohlen, aber noch nicht überall verfügbar.
Wer demnächst ein unklares MRT-Ergebnis hat, kann seinen Neuro-Onkologen gezielt fragen: "Können wir statt einer Biopsie oder weiterem Abwarten eine FET-PET-Bildgebung in Betracht ziehen?" Diese Frage ist jetzt durch eine offizielle FDA-Zulassung untermauert.
Kevin Richardson, CEO von Telix Precision Medicine, erklärte dazu laut Pressemitteilung: Pixclara wird eine breit zugängliche FET-PET-Bildgebung in den USA ermöglichen, die bereits in internationalen klinischen Leitlinien anerkannt ist und Ärzten mehr Sicherheit bei der Diagnose und Behandlungsplanung geben wird.
Vollständige Verschreibungsinformation (englisch):
https://telixpharma.com/wp-content/uploads/2026/09/USPI_PIXCLARA_Sep2026.pdf
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Das ist eine sehr gute Nachricht für uns alle. Bleibt alle stark, dir Forschung entwickelt sich jeden Tag ein wenig weiter! ♥️