Hallo zusammen,
ich war im Juli für 3 Wochen im Krankenhaus. Der Grund dafür war, dass ich plötzlich aufgehört habe zu sprechen. Es ging ziemlich schnell und hat ungefähr 20–30 Minuten gedauert. Dazu hatte ich so Krämpfe bzw. ein komisches Gefühl auf der linken Seite meines Gesichts. Kopfschmerzen hatte ich keine, mein Kopf hat sich eigentlich ganz normal angefühlt – ich konnte einfach plötzlich nichts mehr sagen.
Mein Mann hat natürlich sofort an einen Schlaganfall gedacht. Als ich ins Krankenhaus eingeliefert wurde, wurden direkt CT und MRT ohne Kontrastmittel gemacht. Dabei wurde etwas entdeckt. Deshalb musste ich anschließend noch auf einen Termin für ein MRT mit Kontrastmittel warten. Schon beim ersten MRT war aber ziemlich klar, dass sich bei mir durch eine Blockade ein Druck bzw. Stau des Gehirnwassers gebildet hatte (Hydrozephalus).
Zwei Tage vor der geplanten OP wurde dann auch noch festgestellt, dass ich schwanger bin. 😳 Ja, erstmal ein riesiger Schock! Die Oberärzte haben alles miteinander besprochen und mir erklärt, dass die OP trotzdem sehr wichtig ist. Ihr könnt euch vorstellen, wie fertig ich mit den Nerven war. Trotzdem musste ich dann noch ein paar Tage auf die OP warten.
Die OP(Gehirnwasser) habe ich zum Glück gut überstanden. Ich muss auch sagen, dass ich vorher eigentlich sehr selten Kopfschmerzen hatte. Ich war immer ziemlich aktiv und habe regelmäßig Sport gemacht.
Bei einem EEG wurde dann außerdem festgestellt, dass ich einen epileptischen Anfall hatte. Auch das war natürlich wieder ein Schock. Ich bin eigentlich überzeugt, dass es ein einmaliger Anfall war, trotzdem muss ich momentan Tabletten nehmen und das Ganze wird weiter beobachtet.
In meinem Entlassungsbrief steht außerdem der Verdacht auf ein Tektumgliom. Natürlich habe ich schon sehr viel gegoogelt 🙈 und dabei auch einiges Positives gelesen.
Da ich schwanger bin, wird das nächste MRT erst 7 Tage nach der Entbindung gemacht. Und genau dieses Warten macht mich momentan einfach ziemlich fertig. Eigentlich war alles wieder gut und ich versuche auch wirklich, positiv zu bleiben. Aber zwischendurch kommen immer wieder diese Unsicherheit und Angst hoch, weil ich jetzt bis zum 2.03. warten muss und vorher nicht kontrollieren kann, ob sich etwas verändert oder vergrößert hat.
Vielleicht hatte jemand von euch schon etwas Ähnliches oder kann mir von seinen Erfahrungen erzählen? Ich würde mich wirklich über jedes Feedback und jede Erfahrung sehr freuen.