www.hirntumorhilfe.de
Herzlich willkommen im Forum der Deutschen Hirntumorhilfe!

Thema: verlauf,brustkrebs,lungenkrebs,gehirntumoren

verlauf,brustkrebs,lungenkrebs,gehirntumoren
Susanne[a]
26.03.2001 11:23:58
bei meine mutter sind am 21.03.01 gehirntumore festgestellt worden ( nach sprachstörungen und lähmungen), letztes jahr lungenkrebs.
wer hat erfahrung damit,was die bestrahlungen bringen?
wer hat erfahrung damit wie man damit umgehen kann, als angehöhriger?
es wäre schön, wenn sich jemand melden würde .
gibt es hoffnung???
Susanne[a]
Jola[a]
27.03.2001 16:24:28
Bei meiner Mutter wurde im Juni 1998 ein Glioblatom multiforme festgestellt. Nach einer OP ist sie bestrahl worden,
30 tage lang, stationär. Es war Ihre schönste Zeit während der Krankheit, die Strahlen haben das erneute Tumorwachstum
gehemmt, sie hatte außer leichter Übelkeit keine größeren Nebenwirkungen. Nach der Bestrahlung wuchs der Tumor
leider sehr schnell wieder, sie starb im Januar 19999. Zuletzt ist sie ein Pflegefall geworden, sie muße gewickelt
und künstlich ernährt werden, hatte einen Blasenkatether und sprach nicht mehr. Wir haben ihr ein Sterben zu Hause ermöglicht,
das war ich ihr schuldig, ich wollte sie nirgendwohin abschieben. Es war eine sehr schwere und Gefühlsintensive Zeit
mit ihr. Wie man damit umgehen kann? Man wächst mit der Aufgabe. Für mich war nach ihrem Tod sehr wichtig,
daß ich mir keine Vorwürfe machen muße, in dem Gefühl, alles für sie getan zu haben, was in meiner Macht stand.
Sie starb in meinen Armen, sehr ruhig und friedlich.
Wichtig sind Freunde und Verwandte, mit denen man sprechen und weinen kann.
Ich hoffe sehr, daß die Geschichte Deiner Mutter anders endet als unsere. Hoffnung gibt es immer.
Alles Liebe
Jola[a]
Susanne[a]
29.03.2001 13:25:33
danke jola für deinen lieben offenen brief,wobei mir der gedanke was noch alles passieren kann angst macht.mir ist klar das man da reinwächst,aber ich habe angst ,das ich damit überfordert bin,nicht das du das falsch verstehst,aber es sind 2 std. fahrt hin zu ihr,bin berufstätig,habe ein kind,mann,4 tiere .das schlechte gewissen ist es weil ich nicht mal eben für eine stunde sie drücken und in den arm nehmen kann,weil mir klar ist das ich sie nicht mehr lange habe.im kopf geht alles drunter und drüber und ich hoffe das ihr ein langer leidensweg erspart bleibt.ich möchte mir schpäter auch keine vorwürfe machen,und würde ihr gerne helfen,aber man ist so machtlos.wie hast du das alles verarbeitet?hast du vorher mit deiner mutter über über ,beerdigung,sterbehospitz gesprochen? das liegt im moment bei uns an und der gedanke ist grausam immer darüber zu sprechen,andersrum ist der menschliche körper irre eingestellt. denn wenn man sich vorstellt man muß diesen leidensweg gehen,gibt der mensch nicht auf,obwohl ich verstehenkönnte ,wenn meine mutter sich in diesem stadium umbringen würde.so ich höre jetzt auf,sonst schreib ich noch mehr dummes zeug.danke an diejenigen auch die das lesen und mir antworten,alles gute und vorallem gesundheit und kraft fürs leben,bis bald
Susanne[a]
NACH OBEN