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Thema: Verweil- und Behandlungsdauer bei/nach OP

Verweil- und Behandlungsdauer bei/nach OP
Adsche50
12.05.2019 11:43:27Neu
Bei mir wurde durch MRT ein Meningeom WHO I im Bereich des Sehnervzentrums entdeckt. Während der Wartezeit auf einen Termin beim NC suche ich nach Informationen über die im Normalfall zu erwartende Dauer des Krankenhausaufenthaltes nach OP und den Zeitraum, während dessen eine Nachbehandlung erforderlich ist. Vor allem aber interessiert mich der Zeitraum, den ich voraussichtlich benötige bis zur möglichst vollständigen Wiederherstellung meiner aktuellen körperlichen und geistigen Fähigkeiten (vom Schwimmen und Radfahren bis zum Lesen und Autofahren). Kann mir jemand hierzu unverbindliche Aussagen machen?

Mein Gesprächstermin mit dem NC ist für den 31.05.2019 terminiert. Mit viel Glück reicht vielleicht Bestrahlungstherapie, aber die Möglichkeit einer OP kann ich natürlich nicht ausschließen. Daher meine Frage.

Im Voraus meinen herzlichen Dank für eine fundierte Antwort.
Adsche50
Marsupilami
12.05.2019 12:57:24Neu
Hallo Adsche,

darauf zu antworten wäre so spekulativ, das ist reinstes Tee-und Kaffeesatzlesen auf einmal.

Wenn überhaupt beantwortet das derNC, aber vermutlich kann der Dir das auch nicht beantworten...bei mir haben sie mir sogar nach der OP nichts in der Richtung gesagt. MIt dieser Unsicherheit klarzukommen ist einfach unschön.

Wenn es noch 2 Wochen zum Termin sind, dann ist das mE schon einmal ein gutes Zeichen, dass es nicht superdringend ist.

Schreib Dir vorher vielleicht Deine Fragen auf, damit Du währenddessen nicht überfordert bist..

Viel Glück und Schwimmen/Radfahren hören sich gut an, um Dich während der unangenehmen Wartezeit abzulenken.

Gruß vom Marsupilami
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"Don´t feed the troll"

„Trollen ist ein Spiel um das Verschleiern der Identität, das aber ohne das Einverständnis der meisten Mitspieler gespielt wird.“
– Judith Donath: Identity and Deception in the virtual Community
(Wikipedia)
Marsupilami
Hopeness
12.05.2019 14:51:29Neu
Wie lange es braucht bis man wieder der Alte ist, ist leider nicht vorhersehbar und liegt nicht zuletzt auch an der Lage des Tumors und dem allgemeinen körperlichen Zustand.

Es gibt Leute wie mich, die nach 3 Tagen das Krankenhaus verlassen, nach 3 Wochen wieder ins Berufsleben zurückkehren und nach insgesamt 5 Wochen wieder ein völlig normales Leben ohne körperliche oder kognitive Einschränkungen führen.

Es gibt aber auch Betroffene die Monate brauchen, um sich wieder im Alltag zurecht zu finden. Den psychologischen Schaden zu heilen dauert leider noch viel länger, da uns dieses Ereignis und das Bewußtsein verletzlich zu sein, unser gesamtes Leben begleitet. Zunächst Tag und Nacht, dann nur noch zeitweise und wenn wir Glück haben rezidivfrei zu bleiben, nur noch sporadisch.

Dein Neurochirug wird dich in allen deinen Fragen beraten. Sei kein Held, sprich offen mit der Familie und vor allem auch deinem Neurochirug über deine Ängste. Fragen die einen bedrücken müssen gestellt und beantwortet sein, erst dann wird man Ruhe und vertrauen finden

Sollte das Meningeom bereits Symptome bzw. neurologische Einschränkungen mit sich bringen, ist eine OP meist die bessere Lösung, um den Tumor zu dezimieren und den Bereich zu entlasten. Aber hier wird dich der Neurochirug sicher gut beraten.

Alles Gute
Hopeness
Adsche50
12.05.2019 18:12:33Neu
Hallo Marsupilami, Hallo Hopeness,

herzlichen Dank für Eure Antwort. Mir ist durchaus bewusst, dass es kaum zu beantworten ist, wieviel Zeit für welche Phase anzusetzen ist. Aber nachdem ich nach einem Schlaganfall mit 63 recht schnell wieder in vollem Umfang hergestellt war (bis auf meine Sehfähigkeit, die anfangs sich besserte, aber in den letzten 2 Jahren wieder abnahm) hergestellt war, bin ich recht zuversichtlich, dass ich es nun mit 69 auch wieder schaffe. Meine Familie bis hin zu Nichten und Neffen ist von Anfang an informiert und ich habe so den Halt, der mich stark macht. Von Natur aus Optimist, neige ich - bisher - nicht zu Depressionen. Nur an dem Abend, an dem ich die Diagnose erhielt, war ich niedergeschlagen. Schon vom nächsten Tag an war ich wieder moralisch "auf dem Damm. Seitdem jeden Tag gute Laune, außer in Momenten von Kopfschmerzen, die sich aber noch in Grenzen halten.

Auch Euch alles Gute und nochmals besten Dank
Adsche50
der Meister
13.05.2019 08:05:56Neu
Hallo Adsche,
ich kann nur von mir Berichten, im Krankenhaus bin ich nur wenige Wochen gewesen, aber über 6 Monate hatte ich benötigt um mit einer Wiedereingliederung das Arbeitsleben wieder zu beginnen.
Auch heute nach über einem Jahr ist vieles nocht nicht so wie ich es mir wünschen würde. Das Tägliche fällt mir sehr schwer und ich glaube, dass hier kaum noch wirkliche verbesserungen kommen, vielleicht in 1 bis 2 Jahren.
Sicher ist es bei jedem anders, ich hatte nach der OP mit Komplikationen zu kämpfen und bin froh noch auf dieser Welt zu sein.
Adsche, kalkuliere nach einer OP eine längere Zeit ein, um wieder auf die Füße zu kommen.
Weiteres über mich findest Du in meinem Profil.
Dir alles Gute.


Liebe Grüße Klaus
der Meister
TumorP
13.05.2019 12:18:47Neu
Hallo Adsche,

bei einer OP ist für 3 Monate Pause mit Auto fahren. Falls noch andere Einschränkungen sind, z. B. Epi Anfälle mindestens 1 Jahr Pause nach dem letzten Anfall. Radfahren im Straßenverkehr wird ähnlich sein, ggf. Probleme mit dem Gleichgewicht. Schwimmen sollte ggf. nur mit enger Begleitung zumindest die erste Zeit erfolgen. Zur Bestrahlung kann ich nichts sagen.
Viele Grüße
TumorP
der Meister
13.05.2019 13:59:18Neu
Hallo zusammen,
Da ich nach der 2. OP 2 Epilleptische anfälle hatte,
kenne ich das mit 3 Monate kein Auto fahren auch und ein Schwimmen nur in enger Begleitung ebenfalls.



Gruß Klaus
der Meister
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