Hallo Sibel,
soweit ich weiss ist das normalerweise bei Kindern der Fall dass solche zystischen Lymohagiome auftretten.
Schau mal auf: www.lymphangiom.de
Zystisches Lymphangiom. Lymphangiome sind benigne Tumoren, die aus proliferierenden Lymphgefäßen verschiedener Größe bestehen. Histologisch werden sie abhängig von der Größe der Lymphspalten in drei Gruppen eingeteilt (kapillär, kavernös, zystisch). Analog zu den Hämangiomen handelt es sich bei den Lymphangiomen eher um eine Entwicklungsstörung als eine tatsächliche Neoplasie. Das lymphatische System entwickelt sich aus primitiven embryonalen Lymphkanälen, die vom venösen System abstammen. Man geht davon aus, daß bei Lymphangiomen eine Verbindung zum venösen System unterbleibt und es nachfolgend zur Dilatation der Lymphgefäße kommt. Lymphangiome stellen danach eine Sequestration der embryonalen Lymphkanäle dar. Verschiedene Mißbildungssyndrome wie das Turner Syndrom, Noonan`s-Syndrom oder verschiedene chromosomale Aneuploidien können mit fetalen zystischen Lymphangiomen assoziiert sein. Die meisten Lymphangiome werden innerhalb der ersten zwei Lebensjahre manifest (50% zum Zeitpunkt der Geburt).
Einfache kapilläre Lymphangiome finden sich meist subkutan im Bereich des Kopfes oder Halses wo sie eine Größe von 1-2 cm erreichen. Kavernöse Lymphangiome (auch zystische Hygrome genannt) können eine Größe von bis zu 15 cm erreichen. Sie kommen meistens im Bereich des Halses oder der Axilla vor. Eine retroperitoneale oder abdominelle Lokalisation ist sehr selten, wenn auch in Kasuistiken beschrieben. Von Darmduplikaturen oder Mesenterialzysten lassen sie sich meist durch ihre Septierung abgrenzen.
Die Behandlung besteht in der radikalen chirurgischen Entfernung, da Lymphangiome anders als Hämangiome keine spontane Regression zeigen. Trotz ihrer benignen Natur kann die vollständige Entfernung zystischer Lymphangiome schwierig sein, da eine Kapsel fehlt und zystische Lymphangiome die Tendenz haben, sich infiltrierend zwischen Blutgefäßen oder anderen benachbarten Strukturen auszubreiten. Verbleibt auch nur ein kleiner Resttumor, ist ein Lokalrezidiv die Regel.