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Anna2026

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Wie viel Zeit darf zwischen Erstdiagnose und Operation vergehen? Ist ein Glioblastom grundsätzlich ein medizinischer Notfall? Wenn nach dem MRT der Verdacht auf Glioblastom gestellt wurde und der Neurologe schickt einem zum Neurochirurg oder sagt, man solle sich einen Neurochirurgen suchen, soll die Ablärung und Operation in wenigen Stunden/2-3 Tagen erfolgen oder hat man mehrere Wochen Zeit? Die ersten Symptome wurden erfolgreich mit jKortison behandelt. Der erste Arzt ist der Meinung, ein Glioblastom sei generell ein Notfall und wenn möglich sollte es innerhalb weniger Tage entfernt werden. Der zweite Arzt meint, dass es auf eine Woche nicht ankommt und wir sollten Stress vermeiden. Soll ich mir einen Termin beim Neurochirurgen in vier Wochen geben lsssen oder sofort in die neurochirurgische Ambulanz fahren? Vielen Dank.

fasulia

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" innerhalb weniger Tage " oder "dass es auf eine Woche nicht ankommt" sehe ich als sehr ähnliche Aussagen-
4 Wochen ist m.E. zu lang - zumal, ja noch Zeit vergeht nach der Vorstellung in der NC Ambulanz

benejo

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Hallo Anna,

die beiden Ärzte liegen gar nicht so weit auseinander, wie fasulia schon schreibt. Kurz zusammengefasst: Ein Glioblastom ist dringlich, aber meist kein Notfall, bei dem man innerhalb von Stunden operieren muss. Vier Wochen nur bis zum ersten Termin beim Neurochirurgen sind aber zu lang.

Warum es dringlich ist: Unbehandelte Glioblastome verdoppeln ihr Volumen im Median etwa alle 7 Wochen (Stensjøen et al., Neuro-Oncology 2015), manche auch deutlich schneller. Ein größerer Tumor lässt sich oft schlechter vollständig entfernen, und neue Ausfälle können hinzukommen. Das Cortison lindert die Beschwerden, weil es die Schwellung verringert. Den Tumor selbst bremst es nicht.

Mein Vorschlag:
Fahr nicht erst in vier Wochen, sondern rufe heute in der neurochirurgischen Ambulanz einer Uniklinik oder eines zertifizierten Hirntumorzentrums an (wenn ihr in Berlin seid ist die Charite mMn erste Anlaufstelle). Sag ausdrücklich, dass im MRT Verdacht auf ein Glioblastom besteht. Bei diesem Verdacht bekommt man in der Regel innerhalb weniger Tage einen Termin. Oft hilft es auch, wenn der Neurologe direkt dort anruft.
Nimm die MRT-Bilder auf CD, den Befund und die Medikamentenliste mit.
Setz das Cortison nicht eigenmächtig ab.
Ein Ziel von etwa 1–2 Wochen bis zur OP ist realistisch und üblich.

Sofort in die Notaufnahme solltest du bei Warnzeichen für erhöhten Hirndruck oder bei neuen Ausfällen: zunehmende Kopfschmerzen, Erbrechen, auffällige Schläfrigkeit oder Verwirrtheit, neue Lähmungen, Sprach- oder Sehstörungen oder ein Krampfanfall.

Ich wünsche euch viel Kraft und dass ihr schnell einen Termin bekommst!

Benedikt

(Kein Ersatz für eine ärztliche Beratung.)

fasulia

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Hallo Benedikt,
kannst/ magst du nur ein paar Infos zu Dir als Angehöriger geben- für mich lesen sich deine Beiträge, wenn nicht ganz, doch schon teilweise KI generiert?

benejo

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Hi fasulina

Mein Bruder ist leider 2024 an einem Glioblastom verstorben. Ich schreibe hier also aus der Perspektive eines Angehörigen und kann keine eigenen Erfahrungen als Patient weitergeben. In der Zeit seiner Erkrankung habe ich mich intensiv mit der Studienlage beschäftigt, und dieses Wissen möchte ich hier weitergeben, damit andere nicht bei Null anfangen müssen.

Für meine Literaturrecherche nutze ich jedoch KI. Jede Quelle prüfe ich aber selbst, bevor ich sie in einem Beitrag nenne - um eben keine Fehlinformationen zu verbreiten. Ich bin kein Arzt, und meine Beiträge sollen nur eine erste Orientierung geben und Fragen liefern, die man mit den behandelnden Ärzten besprechen kann. Deshalb steht unter jedem Beitrag auch der Hinweis, dass er keine ärztliche Beratung ersetzt...

Ich habe leider die Erfahrung gemacht, dass oft wertvolle Zeit verschendet wird, weil nicht schnell genug reagiert, oder alle möglichen Optionen abgewogen wurde. Ich wünsche mir daher für Patienten, dass Sie umfassend aufgeklärt werden. Wenn mein Beitrag, wenn auch nur minimal dabei helfen kann, schreibe ich gerne dazu.

Meine Schreibweise geht wahrscheinlich eher in die Richtung "akademisch", was wahrscheinlich ungewöhnlich ist für ein Forum, ich versuche aber bewusst emotionalität aus meinen Beiträgen herauszulassen. Wenn dir in meiner Beiträge etwas falsch oder unklar vorkommt, sag es gern, dann schaue ich es mir gerne nochmal an.

Benedikt

Eris

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Es gibt prinzipiell aus heutiger Sicht keinen Grund, auf etwas zu warten. Die Operation sollte schnellstmöglich erfolgen: Je eher, desto günstiger. Wir sprechen hier von wenigen Tagen. Neben der Verdopplung der Tumorzellen (1-2-4-8-16) oder der Größe des sichtbaren Tumors spielt die Infiltration der Tumorzellen eine wichtige Rolle.

Die 1 in der Zahlenfolge soll bei einem Tumor von 2cm Durchmesser für etwa 400 Mio. Tumorzellen stehen.

Wolli66

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Hallo Ihr im Chat dieses Forums,

erst einmal ist es wichtig, zu erfahren, um welche Art von Glioblastom es sich handelt. Es gibt die Kategorien 1-4 !
Ich bin selber betroffen und habe den aggressivsten aller Glioblastome. Grad 4. Nicht zu operieren. Ich lebe seit der
Biopsie seit fast 24 Monaten damit. Habe Chemotherapie und Bestrahlung - 6 Zyklen - hinter mir, Pet-CT, zig MRT und nunmehr haben mich alle
an den Palliativ-Medizin verwiesen. Onkologen, Neurologen usw. haben mich jetzt aufgegeben.

In der Regel wird eine Biopsie notwendig, soweit man an den Tumor heranreicht. Danach wird entschieden, was zu tun ist. Alles andere ist Quatsch.
Die Zahl 1 steht nicht für einen Tumor von 2 cm.

Liebe Grüße und gute Besserung an alle, die das haben

wolli

Wala

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Hallo Wolli, ein Glioblastom wird nicht in die Grade 1bis 4 eingeteilt. Grad 4 bezeichnet den WHO-Grad eines hochgradigen oder hochmalignen Glioms. Ein Glioblastom ist nach der aktuellen WHO-Klassifikation (immer) ein Grad 4 Tumor. Beste Grüße

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