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Thema: Zufallsbefund Meningeom

Zufallsbefund Meningeom
Aennie
02.05.2018 15:24:53
Hallo,
ich wollte mich kurz vorstellen, habe hier erstmal nur gelesen.
Bin weiblich, fast 47 Jahre alt. Aufgrund von HWS Problemen wurde bei mir ein Schädel MRT gemacht, bei dem ein Meningeom gefunden. Es ist circa 0,6x0,9x1,6 cm groß. Die genaue Bezeichnung wo es sitzt habe ich vergessen, aber es sitzt linksseitig auf dem Oberkopf. (Muss nochmal den Befund abholen, um die Fachbegriffe zu ergänzen.)
Laut Neurologe und Neurochirurg sitzt es sehr "günstig", wenn es eventuell mal entfernt werden muss.
Da es keine vorherigen MRTs meines Schädels gibt, soll ich in drei Monaten zur Kontrolle wieder ins MRT.
Ich bin völlig geschockt von der Diagnose, habe Angst vor allem und fange an mir einzubilden, dass ich Ausfallerscheinungen haben könnte. (Habe keine, alle neurologischen Test waren unauffällig.)
Laut Neurologe/Neurochirug brauche ich mir keine Sorgen zu machen, die mache ich mir natürlich trotzdem. Wie soll ich damit umgehen, mich beherrschen die Gedanken um dieses Ding in meinem Kopf total. Ich bin eh so ein Angstpatient, der sich alle möglichen Dinge "einbilden" kann.
Ich hoffe, dass ihr mir als Betroffene ein wenig die Angst nehmen könnt. Im Augenblick bleibt mir ja eh nichts anderes über, als das nächste MRT abzuwarten.
Aennie
Bruja
02.05.2018 16:22:05
Hallo Aenni,

ja, die Diagnose ist erstmal ein Schock, ich kann mich noch gut an die Situation bei dir damals erinnern. Es ist auch gar nicht so ungewöhnlich, dass man sich plötzlich "einbildet", irgendwelche Symptome zu spüren.

Meningeome sind meist gutartige Tumore der Hirnhaut, sie infiltrieren das Gehirn nicht, können es aber verdrängen. Je nach Größe, Lokalisation, Beschwerden etc. kann man zunächst beobachten oder auch gleich operieren. Bei dir scheint keine Eile geboten zu sein, so dass du jetzt nicht in Hektik oder gar Panik verfallen musst.

Bei der Lage am Oberkopf könnte es sich um ein Falxmeningeom handeln, aber das steht ja sicherlich im Befund. Die Aussage, dass das Meningeom günstig sitzt, bedeutet, dass im Falle einer OP der Neurochirurg da gut rankommt, laienhaft ausgedrückt.

Die Angst nehmen würde ich dir gern, kurz nach der Diagnose ist das aber sicherlich noch schwierig. Am Besten ist, wenn du einfach Fragen stellst, die wir dir dann so gut wie möglich beantworten.

Alles Gute für dich!

LG Bruja
Bruja
Aennie
02.05.2018 16:47:09
Hat es bei euch lange gedauert, bis ihr euch damit abgefunden hattet, es akzeptiert habt?
Aennie
Bruja
02.05.2018 17:08:51
Ich wurde innerhalb kürzester Zeit nach der Diagnose operiert. Mir ging es damals sehr schlecht und ein weiteres Zuwarten war absolut nicht angezeigt, da man trotz eindeutiger Hinweise das Meningeom sehr spät erst entdeckt hat. Ob ich mit "wait and see" klargekommen wäre, weiß ich nicht. Im Nachhinein bin ich sehr froh, dass die OP so schnell stattgefunden hat.

LG Bruja
Bruja
Äpfelchen
02.05.2018 17:10:32
Hallo Aennie,
die Diagnose Meningeom kam bei mir Ende November 2017. Zu dem Zeitpunkt ging es mir so schlecht, dass es höchste Eisenbahn wurde, das Meningeom zu entfernen... ich hatte grosse Schwierigkeiten zu laufen, Gefühllosigkeit, bekam die Füße nicht mehr hoch, bin oft gestürzt. Nach 6 Monaten Ärzte-Odysee kam dann der Befund.
Natürlich war ich total geschockt, zumal der Prof. in der Uni Klinik mir sagte, ich müsse in der Klinik bleiben, sollte hoch dosiert Cortison bekommen und nach 1 Woche war die OP. Heute, im Nachhinein, bin ich froh, dass ich im Grunde genommen keine Wahl hatte, denn die Alternative wäre der Rollstuhl gewesen. Ich will dir mit meiner Geschichte aufzeigen, so schockierend das Ganze auch ist, die Chancen, "nach" einem Meningeom wieder gesund und fit zu werden, stehen sehr gut.
Du hast jetzt Zeit, dir Gedanken zu machen, welcher Weg der Richtige für dich ist. Hol dir eine 2. Meinung ein, und - falls du dich irgendwann für eine OP entscheiden solltest, suche dir die richtige Klinik aus.
Übrigens - das Aktzeptieren der Erkrankung hat bei mir nur ein paar Tage gedauert. Am Tag der OP war ich die Ruhe selbst und hatte Vertrauen zu meinem Operateur. Alles ist gut verlaufen und alles wird gut.
Hab Vertrauen und beruhige dich erstmal.Falls du telefonieren möchtest, schick mir bitte eine PN.
Erstmal alles alles Gute
LG Äpfelchen
Äpfelchen
Serena
02.05.2018 17:14:30
Hallo Aennie,

jeder geht mit der Diagnose anders um. Ich hatte ein Neurozytom, das mir schon Jahrzehnte Kopfschmerzen verursacht hat. Ich habe vorher meine Symptome gegoogelt und dann die Wahl zwischen MS und Hirntumor. Wirklich glauben, dass ich einen Tumor haben könnte, konnte ich nicht. Also lag ich dementsprechend auch entspannt vielleicht nicht ganz, aber relativ ruhig im MRT. Dann die Diagnose und ich bin natürlich in Tränen ausgebrochen, vor allem weil ich es gleich meiner Mutter sagen musste. Die Tage danach fühlen sich im Nachhinein ziemlich leer an. Ich weiß nicht, ob ich mich damit richtig "abgefunden" habe. Ich wusste nur, dass ich jetzt die OP durchziehen musste und dann weiter gucken. Wie gesagt- bei mir wurde es dann entfernt. Ich kann mir vorstellen, dass du dich anders fühlst, wenn du weißt du bist gerade in der Phase, in der es "nur" beobachtet wird. Ich hoffe, du findest dich trotzdem im Alltag gut zurecht und lässt dich nicht nur Angst und negative Gedanken einschüchtern.

Ich wünsche dir alles Gute!!
LG Serena
Serena
Aennie
02.05.2018 19:39:04
Wie geht es euch denn dann heute nach der Op?
Waren bei euch die Tumore schon relativ groß? Gibt es auch Ausfallerscheinungen bei kleinen Meningeomen?
Aennie
Aennie
02.05.2018 19:41:22
Ich bin so verunsichert. Mal denke ich, dass es schon nicht do schlimm sein wird. Dann male ich mir die schrecklichsten Dinge aus und denke, dass ich mein jüngstes Kind nicht mehr aufwachsen seh.
Aennie
Aennie
02.05.2018 19:43:23
Ich hab noch eine Frage: Wenn man Symptome hat, hat man die dann dauerhaft, oder gehen sie zwischenzeitlich wieder weg?
Aennie
Efeu
02.05.2018 20:12:19
Hallo Aennie,

das ist ganz normal, dass der Schock riesengross ist, du dir Sorgen machst, Ängste hast, bis dahin, dass du dein jüngstes Kind nicht mehr aufwachsen sehen könntest.
So eine Diagnose ist erst mal nicht fassbar. Jeder braucht Zeit, sich daran zu gewöhnen. Und jeden entwickelt seine eigene Strategie, damit umzugehen.

Was ich als beruhigend herauslese:
- Der Tumor liegt an einer günstigen Stelle, wenn operiert wird
- Er ist klein
- Man kann warten, sonst wäre der nächste Schritt nicht ein Kontroll-MRT in 3 Monaten
Das ist mal Futter für die Ratio.
Ebenso die Ratschläge der anderen Schreiberinnen, z.B. Zweitmeinung.

Gib dir Zeit mit dir selbst. Überleg, was dir jetzt gut tut, dir helfen könnte, das können kleine Dinge, Alltägliches sein. Wer ist da, der dich unterstützen könnte, emotional und auch im Alltag, wenn du Entlastung brauchst?
Alles, was dich stabilisiert, ist vorrangig jetzt.

Zu deiner letzten Frage: Was für Symptome meinst du? Welche, die durch den Tumor verursacht werden?

Viel Mut und maximale Gelassenheit wünsche ich dir, auch dieses Gewitter wird sich legen, du wirst sehen, auch wenn man es sich kaum vorstellen kann, wenn man mittendrin ist,
Efeu
Efeu
Serena
02.05.2018 20:15:26
Ich hatte mal Sensibilitätsstörungen, die dann wieder weggegangen sind. Bei mir wurde es aber auch schon knapp, da ich schon Hirndruckzeichen hatte. Der Tumor war schon relativ groß. Die OP verlief super. Heutzutage ist so viel möglich. Du musst dir immer wieder sagen: es ist gutartig!! Rede über deine Ängste aber am besten mit deinen Ärzten, man sollte da nicht alleine gelassen werden.
Serena
KaSy
02.05.2018 20:25:55
Liebe Aenni,.
Ich hatte mein erstes Meningeom wie bei Dir linksseitig auf dem Oberkopf.

Ich hatte keinerlei Ausfallerscheinungen, obwohl es bei einer gezielten Röntgenuntersuchung 1,5 Jahre zuvor nicht als Tumor erkannt worden war. Da war es aber bereits größer als Deins jetzt.
Als es dann im CT erkannt und im MRT als Meningeom bestätigt wurde, hatte es die Größe einer Mandarine.

Da die Gefahr real war, dass es, wenn auch langsam, weiter wachsen würde, wurde die OP damals (1995) für zwei Monate später angesetzt.

Diese zwei Monate waren für mich voller Angst. Damals wusste man noch nicht so wie heute, wie man nach einer Hirntumor-OP aufwachen würde. Wie Du hatte ich Kinder, drei.

Aber es gelang alles gut. Ich war vier Wochen in einer AHB, danach noch einige Monate zu Hause und ging wieder arbeiten.

In der Zeit nach der OP habe ich gelernt, Kopfschmerzen nach ihrer Ursache zu unterscheiden, also ob sie körperlich oder psychisch sind.

Das solltest Du bereits jetzt auch anstreben.

Die Angst beeinflusst uns sehr, wenn sie eine Ursache (Tumor) hat und wir sie zulassen. Sie kann unser psychisches Empfinden so beeinflussen, dass wir meinen, Symptome zu haben, für die aber keine organische Ursache da ist.

Ich kann mir vorstellen, dass dieses Warten bis zum nächsten MRT belastend ist. Aber es birgt auch die Möglichkeit der Kontrolle, ob bzw. wie schnell das Meningeom wächst.

Du fragst nach dem zeitlichen Auftreten von Symptomen. Wenn Deine Symptome wirklich vom Meningeom kommen, dann sollte das der Neurochirurg wegen der Lage des Tumors bestätigen können. Und dann sollte nicht lange mit der OP gewartet werden. Denn dann sind durch das Verdrängen von Teilen des Hirns bereits erste Schäden aufgetreten, die mit einer OP meist beseitigt werden können.

Du hast ein Meningeom im Kopf, aber im Unterschied zu den Vorschreiberinnen noch keine Ausfallerscheinungen, die zu einer raschen OP zwingen. Vermutlich aber wirst Du nicht darum herum kommen.

Da ich keine Ausfallerscheinungen hatte, kann ich jedoch nicht sagen, ob sie, wenn sie erstmals auftreten, dann auch dauerhaft auftreten.
KaSy
KaSy
Aennie
02.05.2018 22:01:07
Einfach ignorieren.
Aennie
Bruja
03.05.2018 07:23:26
Hallo Aenni,

genau das war auch mein Gedanke: Werde ich mein Kind aufwachsen sehen? Werde ich mich noch richtig kümmern können? Beide Fragen kann ich eindeutig mit JA beantworten.

Diese Gedanken, Sorgen, Ängste sind normal. Ich kenne eine Betroffene, die mit der Diagnose nicht klar kam und die die Vorstellung eines Tumors im Kopf so fertig gemacht hat, dass sie operiert wurde, obwohl man noch hätte abwarten können. Wenn die psychische Belastung während des Wartens zu groß wird, ist das durchaus eine Option.

LG Bruja
Bruja
Murmel_1
03.05.2018 10:34:54
@all

Bitte Ignorieren nicht nur vorschlagen, sondern auch tun!

Keine Antwort mehr auf keinen noch so blöden Kommentar!
Es macht doch definitiv keinen Sinn, da man weder Herz noch Hirn dieser Person erreicht!
Murmel_1
Murmel_1
03.05.2018 11:33:37
Hallo Aennie,

mein Meningeom wurde vor gut einem Jahr als Zufallsbefund im Rahmen einer HNO-Absicherung entdeckt und hatte mir damals auch erst einmal einen „Schleudergang“ verursacht: Ich wollte den Tumor nicht und ich wollte auch keine OP – aber gleichzeitig absolute Sicherheit, dass es „nur“ ein gutartiges Meningeom ist.
Die ersten Tage war ich einfach nur benommen. Dann habe ich angefangen, mich sehr umfangreich zu informieren. Ich habe viel im Forum gelesen und Fachartikel und Dissertationen studiert.
Zu meiner eigenen Beruhigung habe ich nach ¼ Jahr ein Kontroll-MRT machen lassen. Alles unverändert. Das hat mich dann schon ein Stück weit beruhigt.
Irgendwann habe ich mich hingesetzt und eine Pro- und Contra-Liste zur OP gemacht.
Und obwohl ich am Ende jede Menge Gründe für die OP auf der Liste hatte und nur wenige dagegen, habe ich mich für „wait and see“ entschieden.
Die wichtigsten Gründe dafür waren und sind:

Es ist ein Zufallsbefund!
Ich habe vorher glücklich und zufrieden gelebt, warum soll ich es jetzt nicht, nur weil ich weiß, dass ich einen kleinen (zum Glück relativ harmlosen) Untermieter habe?
Der Tumor hat mir bisher nichts getan.
Und er ist unter ärztlicher Kontrolle.

Der Tumor ist relativ klein.

Gutartige Meningeome wachsen langsam und im günstigsten Fall gar nicht mehr.

Der Tumor liegt in mehrfacher Hinsicht günstig
Konvexität – falls erforderlich, op-technisch gut erreichbar
keine Hirnnerven in der Nähe
nicht im motorischen oder prämotorischen Bereich, so dass (frühe) neurologische Symptome eher unwahrscheinlich sind

Während ich warte, entwickelt sich die Medizin weiter und medizinische Behandlungsmöglichkeiten verbessern sich oder neue werden gefunden.

Ich kann deine Ängste sehr gut nachvollziehen.
Aber etwas sollte dich auf jeden Fall beruhigen: Es ist ein kleiner gutartiger Tumor, der ab jetzt unter ärztlicher Kontrolle ist!

Ich wünsche dir alles Gute!
Murmel
Murmel_1
Aennie
03.05.2018 11:57:05
Ich danke euch für eure Antworten. Es tut gut sich mit anderen Betroffenen auszutauschen.
@Murmel, wie groß war dein Meningeom denn als es entdeckt wurde und wo sitzt es bei dir?
Ich hätte auch vor dem Befund keine Ausfälle/Probleme, aber jetzt mach ich mir die ganze Zeit Gedanken, ob ich etwas haben „könnte“.
Ich hoffe einfach, dass wenn noch mehr Zeit vergangen ist, der Gedanke an dieses Ding in meinem Kopf nicht mehr ganz so bedrohlich ist.
Aennie
Äpfelchen
03.05.2018 13:07:59
Hallo Aennie,
um deine Frage wegen der Symptome zu beantworten, kann jeder nur aus eigener Erfahrung sprechen: Das Symptom der Gefühllosigkeit und ganz schlecht laufen zu können, ist bei mir bis heute geblieben. Die Nerven wurden geschädigt, und jetzt muss ich halt abwarten, ob sie sich wieder, zumindest teilweise, regenerieren. Das weiß niemand vorher und dementsprechend ist Geduld und Hoffen angesagt. Ich wünsche dir, dass du den richtigen Weg für dich findest und etwas zur Ruhe kommst.
LG Äpfelchen
Äpfelchen
Murmel_1
03.05.2018 13:20:11
@ Serena

Das Admin-Team liest nicht jeden Thread Korrektur.
Am Ende eines jeden Beitrags findet sich ein kleines Fähnchen.
Im Bedarfsfall anklicken und Beitrag melden.

@Aennie

Das Meningeom befindet sich frontal rechts an der Konvexität und ist ca. 1,7 x 1,5 x 1,6 cm groß (Die Daten finden sich auch in meinem Profil.)

Ja, anfangs beobachtet man sich stärker. Auch das ist wohl normal.

Da ich zu dem Zeitpunkt der Diagnose Stress bedingt diverse "Symptome" hatte, habe ich mich auch verrückt gemacht, ob Erschöpfung, Konzentrationsprobleme, Vergesslichkeit und ähnliches jetzt von dem Tumor kommen oder nicht und wer das, bei seiner Lage, abgrenzen will.

Ach ja, relativ starke Kopfschmerzen hatte ich plötzlich auch. Als jemand, für den diese Beschwerden zu den Fremdwörtern zählen.
Nach kurzer Zeit war mir aber klar, dass es sich um Spannungskopfschmerz handelte, der Angst bedingt war und durch Probleme mit der HWS begünstigt wurde. Bevor der Kopfschmerz sich etablieren konnte, habe ich gezielt mit ein paar Tabletten und Entspannung gegengesteuert. War dann nach kurzer Zeit erledigt und ist bis heute nicht wieder aufgetaucht.
Es macht durchaus Sinn, bei vermeintlichen Symptomen zunächst genau hinzufühlen, wo die Ursache noch liegen könnte.

Das Wort "Tumor" erzeugt an sich schon Angst. Und so ein Ding im Kopf erst recht. Aber man muss einen Hirnhaut-Tumor deutlich von Tumoren abgrenzen, die von Zellen des Gehirns ausgehen. Diese sind immer ernsthaft (lebens-)bedrohlich und nicht nur dann, wenn sie sehr ungünstig in der Nähe von Hirnnerven und/oder Blutgefäßen liegen.
Murmel_1
Xelya
03.05.2018 18:47:15
Hallo Annie,

es klingt vielleicht jetzt komisch, aber Du wirst Dich an den Gedanken, dass da ein Tumor ist, gewöhnen. Er macht keine Symptome und wenn Du ihn beobachtest, wirst Du frühzeitig bei Wachstum ihn behandeln lassen können, bevor Du Ausfälle hast.

Wenn Du sagst, Du weisst nichts, ob du Symptome hast, die vielleicht vom Tumor kommen - wäre das so schlimm? Oder wäre es ok, wenn es so bleibt, wie es ist?

Ich habe vier Meningeome (eines bestrahlt, ein teiloperiert, seit mehr als drei Jahren kein erkennbares Wachstum, Erstdiagnose war 2005) und das Glück, kaum Symptome zu haben, die ich eindeutig auf den Tumor zurückführen kann.

Ich habe mich gefragt, ob es etwas ändern würde, wenn ich sicher wüsste, dass zB meine Gesichtsfeldeinschränkung (die nicht sehr schlimm ist) vom Tumor oder von etwas anderem kommt. Für mich macht es keinen Unterschied und wenn ich Glück habe, dann merke ich nie etwas von dem Tumoren.

Hirntumor klingt so schlimm, muss es aber nicht sein. Vielleicht hilft es Dir, zu versuchen, das Positive an der Situation zu sehen...

Alles Gute für Dich
Xelya
Xelya
Sandra22
08.05.2018 07:27:34Neu
Ich mache mich null lustig.

Ich sage nur ehrlich und direkt die wahrheit. Das sollte jeder schon verkraften.
Sandra22
Efeu
08.05.2018 17:52:21Neu
Sandra,

bei dir und manchen Anderen mag ein Menigeom kein Problem sein, aber verallgemeinern kannst du das nicht.
Und Vieles, was du sagst, stimmt nicht, ist falsch.
Das ist kränkend und missachtend wenn man nicht so einen glücklichen Verlauf hat wie du offensichtlich.
Mein Menigeom lag in einer lebensbedrohlichen Stelle, war so gross, dass ich nicht mehr lange gehabt hätte. OPs, Bestrahlung, um den Tumor etwas zu verkleinern, seitdem bin ich schwerstbehindert. Wenn ein Tumor Nerven ummauert bzw bereits erdrückt hat, das Stammhirn beschädigt, die Hauptschlagader ganz umschlossen....dann ist nix mehr gut.

Und dann sag du nicht noch einmal, ein gutartiger Tumor sei kein Problem.

Nach der OP lag ich 14 Tage im Koma, musste beatmet werden, ein internat. Team hat sich die OP gewagt, es war extrem schwierig. Danach musste ich fast alles neu lernen, und vieles kam nicht mehr, sind Nerven oder Hirnbereiche beschädigt bzw zerstört.

Die Bestrahlungsschäden sie progressiv, 8-10 Jahre, auch in gesunden Hirnbereichen, heisst, es geht mir langsam immer schlechter.

Aber: Ich habe ein paar Lebensjahre gewonnen, und das ist es wert.

Ich bitte dich, ich fordere von dir, aus Respekt vor anderen, denen es nicht so gut geht wie dir, Verallgemeinerungen sein zu lassen. Auch bei Meningeom-Menschen.

Efeu
Efeu
antje07
09.05.2018 07:17:43Neu
In Bezug auf Sandra kann ich Efeu da nur unterstützen.
antje07
Lena333
09.05.2018 10:04:54Neu
Josh:

sinnlos, unzählige Meldungen bereits erfolglos. Verstehe das auch nicht in einem solchen Forum. Hier muss man leider auch die HT-Leitung kritisieren.

Lena
Lena333
Hoffnung69
09.05.2018 10:37:12Neu
Hallo an alle, solange wir auf diese unmenschlichen Kommentare dieser Sandra reagieren, wird sie weitermachen. Ich wünsche allen alles alles Liebe und Gute. Vor allem Efeu. Ich steige jetzt hier aus. Das tut mir einfach nicht mehr gut. Schade und unverständlich, das hier das Hirntumor Team nicht eingreift. Alles Liebe.....Angie
Hoffnung69
Sandra22
09.05.2018 10:54:35Neu
Unmenschlich...weil ehrlich und die Wahrheit?

Ach gott komm mal raus aus deiner unrealen Seifenblase...willkommen im Leben
Sandra22
Prof. Mursch
09.05.2018 16:39:40Neu
Liebe Forumsteilnehmer,

das ist das Internet.

Hier tummeln sich alle Arten von Menschen, Trollen, Bots und Avataren.

Wie man in diesen Threatverlauf sieht, folgen immer neue, teilweise beleidigende Reaktionen auf einzelne (begründete) betroffene, verärgerte oder bestürzte Reaktionen.
In einigen anderen Threats wird nichts mehr auf dergleichen erwidert, da ist Ruhe.

Also: Bitte nicht füttern.



Prof. Dr. med. Kay Mursch
Neurochirurg
Zentralklinik Bad Berka
Prof. Mursch
Zeitblume
09.05.2018 18:00:47Neu
Muss Proff. Mursch recht geben. Diese Trolle werden immer wieder auftauchen unter anderem Namen. Und die werden immer wieder "Erfolge" feiern, solange man es geschehen lässt.
Ein absolutes ignorieren sollte obere Priorität haben.
So ließe sich auch Mobbing im Internet vermeiden. Emotionen raus, Kopf rein und links liegen lassen.

LG Zeitblume
Zeitblume
Broesel69
09.05.2018 19:13:34Neu
Liebe@Aennie,
zu Deiner Frage:
Wenn man Symptome hat, hat man die dann dauerhaft, oder gehen sie zwischenzeitlich wieder weg?Symptome des Tumors bleiben nie dauerhaft.Es gibt aber Dinge, die, wenn sie aufreten, erst nach Entfernen des Tumos verschwinden. Dazu gehören epileptische Anfälle.Nach einer OP sollten sie sowieso Gschichte sein, Du wirst aber auch medikamentös darauf eingstellt.
War bei mi jedenfalls so und ich habe seitdem keine Anfälle mehr gehabt.Geht nicht nur um die grossen,
auch die kleinen fokalen Anfälle sollten nicht mehr auftreten.
Aber bei mir ists mit dem Glio IV eh anders.....
Viele Güsse und bis bald
Marc

P.S:weil Du nach der Grösse gefragt hast:

Mein Primär-Glio war 8x5 x5cm gross.
Broesel69
Sandra22
09.05.2018 19:43:58Neu
Ja es gibt Bots und Trolls..

Leider gibt es solche Trolle...denke hier sind einige davon ;)))

Aber dies bin ich nicht. bin ein Betroffener und tausche mich aus..Ein Recht auf Wahrheit und Meinungsfreiheit sollte es geben hier.

Nur weil nicht jeder Friede Freude Eierkuchen postet..was die Realität sowieso weit nicht betrifft..ist leide Troll - Internet Welt... sollte man dies verkraften.



allen einen tollen Vater- und Muttertag..feiert kräftig lasst es krachen
Sandra22
Sandra22
09.05.2018 19:45:33Neu
Nach einer OP kann alles noch viel viel schlimmer sein als vorher. man kann ein pflegefall sein..

Das ist die Realität und dies sollte man auch beachten bzw bedenken.
Sandra22
Hopeness
11.05.2018 17:29:35Neu
@Broessel69

Das mit den Epi's ist so nicht ganz richtig. Bei vielen bleiben die Epileptischen Anfälle auch nach der chirurgischen Entfernung des Tumors bestehen, obwohl der Auslöser entfernt wurde.

Ich habe viel mit meinem Neurologen darüber gesprochen, weil ich dachte dass nach der OP alles wieder auf Null gestellt wird. Er hat mir jedoch gesagt dass es keine Garantie gibt, nach der OP Anfallsfrei zu bleiben.

Auch ist es so, dass viele vor der OP gar keine Epi's hatten, diese aber durch die chirurgische Manipulation am Gehirn erst beginnen und auch nicht mehr verschwinden.

Ich habe meinen letzten fokalen Anfall mit Beginn der Aufdosierung von Lamotrigin bekommen, habe diese seit der OP von 250 mg auf 100 mg Tagesdosis heruntergeschraubt. Trotzdem muss ich noch einige Monate warten bis es versuchen darf es ganz auszuschleichen.

Mein linker Daumen ist seit der OP taub. Mein Neurochirurg hat die Hoffnung dass die Haptik wieder zurück kommt, aber ich fürchte das wird so bleiben. Der Eingriff fand eben im sensorisch motorischen Areal und der Tumor hat dort eben seine Spuren hinterlassen.

Es ist also keinesfalls so, dass nach der OP alles wie früher ist. Manche Symptome bleiben, manche werden schwächer, manche gehen weg. Aber es gibt keine Regel.
Hopeness
Hopeness
11.05.2018 17:47:29Neu
Noch zu den Trollen.

Es ist schon richtig dass hier nicht gelöscht oder Mitglieder entfernt werden, da auch anders denkende das Recht haben ihre Meinung hier Kund zu tun.

Wichtig ist nur was wir aus diesen Fehlinformation machen und da liegt es nunmal an uns, diese ins richtige Licht zu rücken ohne dabei auf den Troll einzugehen.

Auch glaube ich, dass die Fragesteller hier schnell erkennen was Fakt und was Blödsinn ist. Kann er diese nicht unterscheiden, kann man auch nicht helfen.

Ohnehin sind wir hier keine Ärzte oder Therapeuten, sondern versuchen unsere Erfahrungen hier weiter zu geben, so dass andere Betroffene einen Einblick in ihre Situation nehmen können.

Der Rest ist Sache des Arztes.

Also immer schön beim Thema bleiben, den Trollen gegenüber Toleranz zeigen und nicht darauf eingehen. Aufgrund deren primitiven Schreibweise ist so oder so schnell erkennbar, über welch begrenztes Wissen sie verfügen und mit welch schwachen Argumenten sie dieses unter Beweis stellen.


Schönes Wochenende euch allen!
Hopeness
Äpfelchen
11.05.2018 19:24:18Neu
Hallo zusammen,
wir haben die unsachlichen, beleidigenden oft oft unrichtigen Äußerungen aktuell 2 Personen- doch schon öfter diskutiert. Auch ich bin der Meinung, "kein Futter geben", dann hört das von ganz alleine auf. Natürlich wäre es schön, wenn vom Admin solche Leute einfach gelöscht würden...
Also nicht ärgern und cool bleiben...
Euch allen eine gute Zeit und liebe Grüße
Äpfelchen
Äpfelchen
Sandra22
11.05.2018 19:43:46Neu
Da ist nix unsachlich oder beleidigend -zumindest von mir definitiv nicht.

Die Wahrheit müsst ihr verkraften und dies sieht auch die Forenleitung genauso.

Es gibt leider keine heile Welt oder Märchenwelt..sorry.. Das leben ist hart. das ist die Wahrheit

hoffentlich wird diese heile heile Welt Troll Äpfelchen bald gelöscht...unrealistischer geht es leider nicht mehr..habe die Person gemeldet.

Gute Besserung ;-)
Sandra22
KaSy
11.05.2018 20:18:26Neu
Zum Thema "Epileptische Anfälle"

Hirntumoren können durch einen epileptischen Anfall entdeckt werden. In der OP wird der Hirntumor (weitestgehend) entfernt, das kann dazu führen, dass keine Anfälle mehr auftreten.

Andererseits können die OP - Narben im Gehirn zu Auslösern epileptischer Anfälle werden, unabhängig davon, ob man vorher Anfälle hatte oder nicht.

Wenn OP - Narben die Auslöser sind, kann es sein, dass dauerhaft Antiepileptika genommen werden müssen.

Sollte es Probleme mit der Wirksamkeit und/oder den Nebenwirkungen der Medikamente geben, ist eine "Anti-Epilepsie-OP" durch einen spezialisierten Neurochirurgen eine Möglichkeit.

KaSy
KaSy
yuliya
14.05.2018 15:58:06Neu
Hallo Aennie,

ich habe hier bisher auch nur mitgelesen, aber deine Situation gleicht meiner so sehr, dass ich mich jetzt doch auch mal vorstellen möchte :-)

Ich bin 47 und vor ca. 7 Monaten wurde durch einen Zufallsbefund ein Meningeom entdeckt, hinter dem linken Ohr, etwa Walnussgroß. Symptome habe ich keine. Mein Arzt hatte mich zum MRT überwiesen, weil ich starke Kopfschmerzen hatte - wie sich herausgestellt hat, kamen die vom Nacken und hatten nichts mit dem Meningeom zu tun.

Ich war dann bei der NC an der Frankfurter Uniklinik, dort wurde mir geraten, erst mal abzuwarten, wie sich das Meningeom entwickelt, da die Lage anscheinend unproblematisch ist, und eine OP in einigen Jahren einzuplanen. Nach 6 Monaten war ich dann erneut beim MRT - kein Wachstum feststellbar. Entweder wächst es unglaublich langsam oder es macht gerade eine Pause, wer weiß.

Die ersten Wochen waren nicht so lustig, aber mittlerweile habe ich mich mehr oder weniger damit abgefunden und denke kaum daran. Klar ist, dass es früher oder später raus muss, aber solange es nicht groß wächst und mich nicht psychisch belastet tendiere ich dazu, eine OP so lange wie möglich rauszuzögern. Ich will mir aber noch mal eine Zweitmeinung einholen, wahrscheinlich in HD.

Yuliya
yuliya
Aennie
14.05.2018 16:13:53Neu
@Yuliya
Hallo, das gleicht ja meiner Geschichte schon sehr.
Ich war mittlerweile beim Neurologen und Neurochirurgen, beide sind der Meinung, dass das Meningeom an einer guten Stelle ist und noch klein genug, um abzuwarten.
Mache mir aber immer noch viele Gedanken, ob es nicht vielleicht doch bösartig sein könnte. Ich hoffe, dass ich nach dem KontrollMRT etwas entspannter mit der Situation umgehen kann.
Ich hoffe, dass man sich mit der Zeit an den Gedanken gewöhnt.
Wünsche dir alles Gute. LG
Aennie
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